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Kontaktbeschränkungen

„Bundes-Notbremse“ – welche Kontakte und Besuche sind erlaubt?

Darf man während der Corona-Pandemie noch Besuch zu Hause empfangen?
Viele sehnen sich in Zeiten der Coronapandemie nach einem Besuch von Freunden oder FamilieFoto: Getty Images

Der Deutsche Bundestag hat eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Am Samstag, 24. April, soll diese in Kraft treten. Damit greift auch die sogenannte „Bundes-Notbremse“ in bestimmten Gebieten mit hoher Inzidenz. Welche Besuche und privaten Treffen sind dann noch erlaubt?

Am Mittwoch, 21. April, kamen zum Infektionsschutzgesetz einige Neuerungen hinzu, die auch die privaten Kontakte und Besuche betreffen. Die wichtigste Änderung: Wenn ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei Tagen hintereinander die Inzidenz-Marke von 100 überschreitet, gelten strengere Regeln. Diese sind nun auch bundesweit einheitlich.

Corona – was bedeutet die Bundes-Notbremse für Besuche?

Mit der Bundes-Notbremse möchte die Regierung die dritte Corona-Welle eindämmen. Wichtig dabei ist der Inzidenz-Wert von 100, ab dem strengere Regeln gelten. Für private Kontakte in Zeiten von Corona bedeutet das:

  • Ein Haushalt darf maximal eine weitere Person treffen.
  • Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr (Sport alleine bis 24 Uhr möglich).

Die Bundes-Notbremse ist vorerst bis zum 30. Juni befristet.

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Darf man sich im Garten treffen?

Egal, ob im heimischen Garten, im Haus oder in der Wohnung – für den privaten Raum gelten überall die gleichen Kontaktbeschränkungen. Auch wenn man sich im Garten an der frischen Luft aufhält und gut Abstand halten kann, sollte man auf unnötige Besuche verzichten.

Besuch zu Hause während Corona – Lockdown-Regeln der Bundesländer

Hinweis: Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert. Die Angaben zu den Bundesländern bilden noch den Stand der aktuellen Corona-Beschränkungen vor Einführung der „Corona-Notbremse“ ab.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gilt aufgrund der neuen Corona-Beschlüsse seit dem 22. März für private Besuche die Regel, dass sich zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürfen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht dazu. Ferner gelten Paare, die nicht zusammenleben, als ein Haushalt.

Die Notbremse gilt in Baden-Württemberg ab einer 7-Tages-Inzidenz von über 100 in den jeweiligen Regionen. Dann darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen, die nicht zum Haushalt gehört. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Bayern

In Bayern gilt bereits seit dem 8. März, dass sich fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen dürfen. Sinkt die Inzidenz in bestimmten Regionen unter 35, sind es sogar zehn Personen aus maximal drei Haushalten, die sich trotz Corona-Lockdown besuchen dürfen. Steigt der Wert allerdings über 100, greift wieder die alte Regel: Ein Hausstand darf sich mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit dazu.

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Berlin

Der Berliner Senat berät am Dienstag, 23. März, wie die aktuellen Corona-Maßnahmen umgesetzt werden. Seit dem 7. März sind Besuche mit insgesamt fünf Personen aus zwei Haushalten trotz Corona-Lockdown erlaubt, inklusive Kinder unter 14 Jahren. Die Kontaktbeschränkungen könnten nun wieder verschärft werden. Dann wären Treffen nur noch mit einer haushaltsfremden Person möglich, plus Kinder.

Brandenburg

Auch in Brandenburg wurde der Corona-Lockdown grundsätzlich bis zum 18. April verlängert. Demnach gilt in Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 100 ab dem 22. März: Ein Haushalt darf sich mit einer weiteren Person treffen. Für alle anderen Regionen gilt auch weiterhin die Regel, dass sich im privaten und öffentlichen Raum nicht mehr als fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren zählen jeweils nicht mit dazu.

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Bremen

Auch in Bremen gilt die Notbremse, sie soll konsequent umgesetzt werden. Konkret würde das aufgrund der hohen Inzidenz-Werte bedeuten, dass die Kontakte wieder auf einen Haushalt plus eine weitere Person begrenzt werden. Aktuell gilt noch die Regelung, dass sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, aber das könnte sich bald ändern.

Hamburg

In Hamburg gibt es seit dem 20. März neue Kontaktbeschränkungen. Demnach gilt: Ein Haushalt darf sich mit maximal einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt treffen. Das gilt für Besuche zu Hause trotz Corona, aber auch in der Öffentlichkeit. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu. Zudem gelten Paare als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammen wohnen.

Hessen

In Hessen wird empfohlen, dass Besuche im privaten Rahmen auf zwei Haushalte und insgesamt fünf Personen beschränkt werden. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.

Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde der Lockdown bis zum 18. April verlängert. Bereits seit dem 8. März dürfen sich zwei Haushalte mit insgesamt höchstens fünf Personen treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu. Fällt die Inzidenz unter 35, sind sogar Besuche und Treffen von Menschen aus drei Haushalten möglich. Paare gelten auch als ein Haushalt, wenn sie nicht zusammen wohnen.

Niedersachsen

In Niedersachsen wird am Dienstag, 23. März entschieden, wie die Bund-Länder-Beschlüsse umgesetzt werden. Bis dahin bleiben die aktuell geltenden Regeln bestehen.

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Nordrhein-Westfalen

Auch in NRW sollen die aktuellen Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie umgesetzt werden. Damit gilt die Notbremse in allen Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100. Laut der aktuell gültigen Corona-Landesverordnung vom 8. März sind Treffen und Besuche des eigenen Haushaltes mit einem weiteren Haushalt möglich, wenn dabei nicht mehr als fünf Personen zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz kommt die Notbremse. Demnach dürfen sich in allen Regionen mit einer Inzidenz über 100 nur einzelne Haushalte mit einer weiteren Person treffen. Von Gründonnerstag bis Ostermontag, also über die Ostertage, gilt die Regel, dass sich im privaten Rahmen zwei Haushalte treffen dürfen, wenn dabei die Obergrenze von fünf Personen nicht überschritten wird.

Saarland

Nach der aktuellen Rechtsverordnung gelten im Saarland folgende Kontaktbeschränkungen: Private Treffen und Besuche sind möglich, wenn dabei nicht mehr als zwei Haushalte zusammenkommen und dabei die Obergrenze von maximal fünf Personen nicht überschritten wird. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.

Sachsen

Gemäß der aktuellen Landesverordnung in Sachsen bleiben die bestehenden Regeln gültig. Die Notbremse greift bei einer Inzidenz von über 100. Private Besuche sind trotz Corona-Lockdown möglich, wenn sich nicht mehr als zwei Haushalte mit insgesamt fünf Personen treffen.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt laut den Bestimmungen vom 8. März weiterhin, dass private Treffen mit höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten möglich sind. Paare gelten als ein Haushalt, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Sinkt die 7-Tages-Inzidenz auf unter 35, gilt eine Erweiterung auf maximal zehn Personen aus drei Haushalten.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind die Landesverordnungen noch nicht endgültig beschlossen. Die Notbremse soll bei einer Sieben-Tages-Inzidzenz von über 100 gelten.

Thüringen

Aktuell gilt in Thüringen, dass Treffen und Besuche im Rahmen der Corona-Pandemie mit einem Haushalt sowie einer weiteren haushaltsfremden Person möglich sind. Damit unterscheidet sich Thüringen von anderen Bundesländern. Kinder unter 13 Jahren zählen nicht dazu.

Hinweis: Alle Bundesländer empfehlen außerdem ausdrücklich, die Kontakte zu anderen so weit wie möglich zu reduzieren und auf einen kleinen Kreis immer gleich bleibender Personen zu beschränken.