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Regelungen in der Übersicht

Corona-Regeln – darf man Familie oder Freunde zu Hause besuchen?

Darf man während der Corona-Pandemie noch Besuch zu Hause empfangen?
Viele sehnen sich in Zeiten der Coronapandemie nach einem Besuch von Freunden oder FamilieFoto: Getty Images

Aufgrund der dramatisch steigenden Infektionszahlen wurden die Corona-Maßnahmen in Deutschland mit Wirkung ab dem 2. November verschärft. myHOMEBOOK erklärt, was die Kontaktbeschränkungen für Zusammenkünfte im privaten Raum bedeuten.

In den vergangenen Monaten gab es je nach Bundesland unterschiedliche Corona-Maßnahmen. Nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluss fragen sich nun viele, ob und wie der Besuch zu Hause von Familie oder Freunden trotz Corona möglich ist und welche Kontaktbeschränkungen im Detail gelten. Die Regelungen im Überblick.

Neue Corona-Kontaktregelungen im November

Ab Montag, den 2. November, sollen sich im Freien nur noch höchstens zehn Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen. Die Bürger werden angehalten, die Kontakte zu Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Zudem wird die Bevölkerung aufgefordert, keine „unnötigen“ privaten Reisen zu unternehmen. Dazu zählen auch die Besuche von Freunden und Verwandten. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden von den entsprechenden Ordnungsbehörden sanktioniert. In welcher Höhe, ist bisher nicht bekannt.

Im Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder vom 28. Oktober geht es zunächst nur um eine Kontaktbeschränkung bei einem Treffen im Freien beziehungsweise in der Öffentlichkeit. Aber wie ist es mit Treffen in privaten Räumen geregelt, beispielsweise in der eigenen Wohnung?

Dazu steht im Beschluss geschrieben: „Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel.“ Aber was genau meint eigentlich „private Feiern“? myHOMEBOOK hat beim Deutschen Anwaltverein nachgefragt.

„Es kommt hier immer auf den Wortlaut der jeweiligen Verordnungen an, die die Länder in Umsetzung der Vereinbarung erlassen“, erklärt Rechtsanwalt Wilhelm Achelpöhler auf myHOMEBOOK-Anfrage. „Ich verstehe diese Vereinbarung nicht so, dass außer den Treffen in der Öffentlichkeit alle privaten Treffen verboten werden sollen.“

Der Anwalt führt weiter aus: „Es wäre ja auch nicht nachvollziehbar, dass ein Zusammenkommen mit anderen Menschen, das in der Öffentlichkeit zulässig ist, in der privaten Wohnung unzulässig ist. Weil Sie sich mit Ihrer Mutter ohne Weiteres in der Öffentlichkeit treffen können, dürfen Sie diese sicherlich auch in ihrer Wohnung besuchen.“

Dazu passend: Corona-Regeln – darf ich Freunde oder Verwandte im Garten empfangen?

Corona – welche Besuche zu Hause sind erlaubt?

Die Corona-Lage hat sich bisher teilweise erheblich zwischen den einzelnen Bundesländern unterschieden. Die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum sind über den Sommer in weiten Teilen des Landes zwar abgemildert worden, vor dem Hintergrund steigender Inzidenzen kommt es nun aber wieder zu stärkeren Einschränkungen.

Hinweis: Bei unseren Kollegen von TRAVELBOOK erfahren Sie mehr über aktuelle Risikogebiete in Deutschland und das aktuelle Beherbergungsverbot.

Auf Bundesebene gilt nun mit dem aktuellen Beschluss die Regel, dass sich nur maximal zehn Personen aus zwei Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Sofern die Länder keine eigenen Kontaktbeschränkungen einführen, gelten die bisherigen Regeln wie folgt:

In welchen Bundesländern sind Besuche zu Hause trotz Corona-Krise erlaubt?

Baden-Württemberg

Update vom 29. Oktober: In Baden-Württemberg sind die Bürger dazu aufgefordert, die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit dürfen sich zwei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen. Feiern im privaten oder öffentlichen Raum sind verboten.

Bayern

Update vom 29. Oktober: Bayern orientiert sich an den einheitlichen Kontaktbeschränkungen des Bundes. Demnach dürfen sich ab dem 2. November zu privaten Zusammenkünften nur noch Angehörige des eigenen und eines anderen Haushaltes mit maximal zehn Personen treffen.

Berlin

Update vom 22. Oktober: In Berlin dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch Personen aus dem eigenen Haushalt zusammen mit fünf anderen Personen oder Menschen aus bis zu zwei Haushalten treffen.

Brandenburg

Update vom 29. Oktober: In Brandenburg gibt es bisher keine Kontaktbeschränkung. Allerdings steht dies im Widerspruch zum aktuellen Beschluss der Bundesregierung. Die Regelungen für Brandenburg werden erst noch von der Landesregierung festgelegt.

Bremen

Update vom 22. Oktober: Aufgrund der aktuellen Situation dürfen sich in Bremen bis zu zehn Personen beziehungsweise zwei Haushalte zu privaten Feiern treffen.

Hamburg

Update vom 29. Oktober: In Hamburg dürfen sich ab dem 2. November maximal zehn Personen treffen, die aus höchstens zwei Haushalten stammen. Diese Kontaktbeschränkungen gelten überall, also im privaten und öffentlichen Raum.

Hessen

Bei privat organisierten Feiern in angemieteten Räumen sollen künftig strengere Regeln gelten, je nach regionaler Entwicklung der Pandemie wird eine maximale Teilnehmerzahl von 50 oder 25 vorgeschrieben. Im öffentlichen Raum dürfen sich bis zu zehn Personen zusammenfinden.

Mecklenburg-Vorpommern

Update vom 29. Oktober: Auch in Mecklenburg-Vorpommern sollen die Bürger ihre Kontakte deutlich einschränken. Ein Treffen von maximal zehn Personen in der Öffentlichkeit ist erlaubt, wenn sie aus einem weiteren Hausstand kommen.

Niedersachsen

Update vom 29. Oktober: Bisher durften in Niedersachsen an privaten Treffen – je nach Inzidenz – drinnen 25 Personen teilnehmen, draußen waren es 50. Allerdings wird sich die Situation wahrscheinlich aufgrund des neuen Beschlusses zum 2. November ändern. Wie genau, ist noch unklar.

Nordrhein-Westfalen

Im Freien dürfen sich bis zu zehn Personen treffen. In mehreren NRW-Städten gelten striktere Vorgaben, weil die Zahl der Neuansteckungen dort zuletzt sehr hoch war.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz dürfen sich bis zu zehn Menschen treffen, egal, aus wie vielen Haushalten.

Saarland

Update vom 18. Oktober: Im Saarland können sich in geschlossenen und privaten Räumen zehn Personen aus höchstens zwei Hausständen oder aus der gleichen Familie treffen und besuchen.

Sachsen

In Sachsen dürfen sich bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Hausständen privat treffen, die nicht zu einer Familie gehören. Außerdem dürfen sich sämtliche Mitglieder von zwei Haushalten treffen. Es ist also in Sachsen trotz Corona wieder möglich, Besuch zu Hause zu empfangen – egal ob drinnen oder draußen.

Sachsen-Anhalt

Update vom 29. Oktober: Das Kontaktverbot wurde vor einiger Zeit durch eine Kontaktempfehlung ersetzt. Dennoch sollte man sich weiterhin nur in Gruppen von bis zu zehn Personen treffen und dabei den Kreis der Personen möglichst gleich und gering halten. Ob die Kontaktempfehlung aufgrund des neuen Beschlusses so beibehalten wird, ist aktuell nicht klar.

Schleswig-Holstein

Update vom 29. Oktober: Ab Montag, 2. November dürfen sich in Schleswig-Holstein maximal zehn Personen aus zwei Haushalten treffen.

Thüringen

Es gibt es aktuell keine Kontaktbeschränkungen. Allerdings empfiehlt eine Grundverordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen.

Update vom 29. Oktober: Ab dem 1. November gibt es strengere Regeln für Familienfeiern. Dabei müssen private Feiern in geschlossenen Räumen mit mehr als 30 Teilnehmern vorab genehmigt werden. Im Freien liegt die Obergrenze bei 75. Dabei sollten die Bürger auch das Abstandsgebot von 1,50 Meter einhalten. Sonst können 100 Euro Bußgeld fällig werden.

Hinweis: Alle Bundesländer empfehlen außerdem ausdrücklich, die Kontakte zu anderen so weit wie möglich zu reduzieren und auf einen kleinen Kreis immer gleich bleibender Personen zu beschränken.