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Verblüffend einfach

Das ist die umweltfreundliche Alternative zu Holzkohle

Maiskolben sind eine biologische Alternative zu Holzkohle
Tolle Ökobilanz und super nachhaltig: Einfach auf Maiskolben setzen, statt teure HolzkohleFoto: Unsplash.com / Siddharth Narsimhan

Grillkohle hat nicht den besten Ruf: dreckig und voller CO2. Aber es gibt eine umweltfreundliche Alternative – und die findet sich sogar in unseren Abfalleimern. Maiskolben sind nämlich ein super Kohle-Ersatz!

Wer Grillen will, braucht ein Feuer. Die meisten nutzen dafür klassische Holzkohle. Alleine in Deutschland verfeuern wir fürs Grillen insgesamt rund 25.000 Tonnen. Nach WWF-Angaben stammen etwa 70 Prozent davon aus Polen, Uruguay und Paraguay. Klingt nicht gerade nachhaltig. Zum Glück gibt es eine biologische Alternative zu Holzkohle: Maiskolben.

Die wachsen sogar auf deutschen Feldern. Der abgeerntete Strunk, auch Spindel genannt, landet eigentlich im Müll. Der junge Maisbauer Dominik Seywald aus Bad Krozingen bei Freiburg hatte aber eine pfiffige Idee, was man damit noch machen kann: nämlich eine alternative Grillkohle anbieten.

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Die Inspiration kam ihm, als er mit Freunden auf einer Reise im Balkan unterwegs war: „Dort haben wir beobachtet, wie Bauern mit den Kolben Schnaps brennen und was die Kolben für eine enorme Glut entwickeln." Und zwar schneller als normale Holzkohle, wie Urs Beckmann, einer der Mitgründer von „Kolbenglut", myHOMEBOOK verrät.

Zusammen gründeten sie dann vor gut einem Jahr das Start-up „Kolbenglut“. Ihre Vision ist es, eine umweltschonende Alternative zur Kohle anzubieten, die Ressourcen und den Planeten schont. Das ist dem Gründer Seywald besonders wichtig:

„Jeder, der von der Natur und dem Wetter in seiner täglichen Arbeit abhängig ist, weiß, wie stark der Klimawandel schon jetzt zu spüren ist. Langanhaltende Hitze und extreme Dürre sind in unseren Sommern keine Besonderheit mehr.“

Dominik Seywald, Maisbauer und Gründer von Kolbengut

Viele Vor- und wenig Nachteile

In Drei-Kilo-Säcken werden die Kolben verkauft, was ungefähr der Menge eines normalen Sacks Holzkohle aus dem Baumarkt entspricht.

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Und das Beste: Man bleibt von Rußhänden verschont. Beim Anfeuern muss man vielleicht ein klein wenig mehr nehmen, als man es von der normalen Kohle gewohnt ist. Der Rest läuft aber nicht anders ab. Bisher kann man die umweltschonende Kohlealternative nur über den Onlineshop des Start-ups kaufen oder in dem Bauernladen von Seywalds Hof in Bad Krozingen. Dort kommt das Produkt bereits super an, wie Beckmann bestätigt: „Viele freuen sich über eine nachhaltige Alternative zur Holzkohle."

Natürlich können Sie auch ihre übrig gebliebenen Maiskolben sammeln. Bis da aber drei Kilo zusammenkommen, dauert es wohl etwas. Vielleicht einfach mal nett beim Maisbauern des Vertrauens nachfragen, was mit den übrig gebliebenen Spindeln passiert. Mit etwas Glück, gibt es die vollkommen umsonst.