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Warum sich im Einspülfach der Waschmaschine ein Schleimfilm bildet

Der Schleim im Einspülfach der Waschmaschine lässt sich leicht mit Hausmitteln und Wasser entfernen
Der Schleim im Einspülfach der Waschmaschine lässt sich leicht mit Hausmitteln und Wasser entfernen Foto: Getty Images

12. Oktober 2026, 6:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer das Einspülfach seiner Waschmaschine herauszieht, entdeckt dort manchmal neben den Waschmittelresten auch eine glitschige, schmierige Schicht, die sich hartnäckig hält. Viele fragen sich dann, ob sie beim Waschen etwas falsch machen oder ob der Belag sogar gesundheitsschädlich ist. myHOMEBOOK hat bei Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) nachgefragt, was hinter dem Schleimfilm steckt und wie man ihn wieder loswird.

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Was ist das eigentlich für ein Belag?

Der Belag entsteht durch Reste von Waschmitteln und Weichspülern, die in der Einspülkammer zurückbleiben. „Die darin enthaltenen waschaktiven Substanzen (anionische oder nicht-ionische Tenside beziehungsweise kationische Tenside) und andere Inhaltsstoffe sind leicht biologisch durch Bakterien und Pilze abbaubar”, erklärt Glassl vom IKW. Werden diese Reste nicht regelmäßig entfernt, bieten sie Pilzen und Bakterien, die ohnehin in praktisch jeder Wohnung und jedem Keller vorkommen, reichlich Nahrung. Der Bioabbau der Waschmittel- und Weichspülerreste zeigt sich dann häufig als brauner oder schwarzer Belag. Möglicherweise trägt zusätzlich Hausstaub zu dessen Entstehung bei, so Glassl.

Warum entsteht der Schleim ausgerechnet im Einspülfach?

Kaum eine andere Stelle in der Waschmaschine bietet Mikroorganismen so gute Bedingungen wie das Einspülfach. Es bleibt nach dem Waschen oft feucht und bekommt bei jedem Waschgang neue Nährstoffe in Form von Waschmittel- und Weichspülerresten geliefert. Ohne Feuchtigkeit können sich Bakterien und Pilze dagegen kaum vermehren. Dieser Umstand spielt auch später beim Vorbeugen eine zentrale Rolle.

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Mache ich beim Waschen etwas falsch?

Wer jetzt an niedrige Waschtemperaturen oder das falsche Waschmittel denkt, liegt laut Glassl falsch: „Niedrige Waschtemperaturen haben keinen Einfluss auf die Entstehung des Belags, weil das Wasser üblicherweise kalt zuläuft und erst anschließend erhitzt wird. Auch Waschmittelformen (Pulver mit oder ohne Bleiche oder Flüssigwaschmittel) haben keinen Einfluss darauf.“ Der eigentliche Grund ist simpler. Der Belag entsteht schlicht dann, wenn die Einspülkammer nicht regelmäßig gereinigt wird. Ob man mit 30 oder 60 Grad wäscht oder welches Waschmittel man verwendet, spielt für seine Entstehung damit keine Rolle.

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Ist der Schleim gesundheitlich bedenklich?

Fließt Wasser über den Belag, können Bakterien oder Pilze auf die Wäsche gelangen und dort für unangenehme Gerüche sorgen, erklärt Glassl. Ob die Keime selbst gesundheitlich bedenklich sind, lässt sich laut dem IKW-Experten pauschal nicht sagen. Dazu lägen ihm keine belastbaren Informationen vor. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die Einspülkammer also unabhängig von einer möglichen Gesundheitsgefahr regelmäßig reinigen. Denn damit vermeidet man auch eine Geruchsübertragung auf die Wäsche.

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Belag loswerden und vorbeugen

Zeigen sich bereits braune oder schwarze Beläge, sollte man die Einspülkammer laut Glassl umgehend komplett aus der Waschmaschine herausnehmen und im Spülbecken reinigen. Um es so weit gar nicht erst kommen zu lassen, empfiehlt er, die Kammer regelmäßig, etwas alle acht Wochen, zu säubern. Nach jedem Waschgang sollte sie außerdem ganz oder zumindest ein Stück herausgezogen werden, damit sie trocknen kann, denn ohne Feuchtigkeit fehlt Bakterien und Pilzen die Lebensgrundlage, um sich zu vermehren.

Ein spezielles Waschmittel oder Programm, das die Bildung des Belags nachweislich verhindert, ist Glassl nach eigener Aussage nicht bekannt. Der einzige verlässliche Schutz bleibt damit die regelmäßige, manuelle Reinigung der Einspülkammer.

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