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Vor dem Verbrennen

Darum sollte man gelagertes Brennholz gründlich prüfen

Fledermäuse suchen für ihren Winterschlaf nach Verstecken
Fledermäuse suchen für ihren Winterschlaf nach Verstecken Foto: picture alliance / blickwinkel/AGAMI/T. Douma | AGAMI/T. Douma
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myHOMEBOOK Redaktion

7. Januar 2026, 16:24 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein prasselndes Kaminfeuer bringt in der kalten Jahreszeit wohlige Wärme. Doch wer Brennholz aus dem Garten holt, sollte vorsichtig sein, denn in den ruhigen Stapeln könnte sich eine Fledermaus zum Winterschlaf eingenistet haben. Oft wirkt das Holz völlig leblos, obwohl darin ein geschützter Überwinterungsplatz steckt – und genau deshalb droht den Tieren beim Transport oder Verbrennen große Gefahr.

Winterschlaf im Brennholzstapel

Hausbesitzer, die Kaminholz im Garten lagern, sollten aktuell besonders wachsam sein. Wie der Nabu Hamburg mitteilt, suchen sich Fledermäuse zum Überwintern gerne geschützte Spalten und Hohlräume – und finden diese nicht selten im Inneren eines Holzstapels.

Vor allem kleine Arten wie die Rauhautfledermaus werden dabei leicht übersehen. Ihr braunes Fell und ihre geringe Größe machen sie nahezu unsichtbar zwischen den Scheiten. Hinzukommt, dass sie aufgrund ihrer Winterstarre nicht auf sich aufmerksam machen oder schnell entkommen können.

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Gefahr durch Kaminfeuer

Das unscheinbare Versteck birgt große Risiken für die Tiere. Wird ein Holzscheit samt Winterschläfer ins Feuer gelegt, endet das mitunter tödlich. Auch wenn die Fledermäuse beim Herausziehen des Holzes zu Boden fallen, wirken sie auf den ersten Blick oft leblos – doch in den meisten Fällen sind sie lediglich in Winterstarre und keineswegs tot.

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So können Tierfreunde helfen

Um solche Tragödien zu vermeiden, raten Experten zu besonderer Achtsamkeit. Vor allem genau und von allen Seiten hinschauen, wenn sie Holz vom Stapel holen, damit gar nicht erst ein Unglück passiert. Wer eine überwinternde Fledermaus entdeckt, sollte diese keinesfalls stören.

Auch ein Blick in den Kamin selbst kann sinnvoll sein: Manche Tiere verirren sich auf der Suche nach einem warmen Unterschlupf bis ins Ofenrohr. Das BUND-Fledermauszentrum Hannover empfiehlt daher, nicht nur das Feuerholz, sondern auch regelmäßig den leeren Kamin zu kontrollieren.

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Im Notfall richtig handeln

Kommt es doch zu einer Störung oder gar Verletzung, sollte schnell fachkundige Hilfe geholt werden. Unterstützung bieten regionale Fledermausstationen oder -zentren. Auch das Nabu-Fledermaustelefon unter 030 284984 5000 kann weiterhelfen, die Situation einschätzen oder an eine passende Stelle vermitteln.

Bis zum Eintreffen der Hilfe lässt sich ein Tier in einer Notfallkiste unterbringen – ein leerer, verschlossener Karton mit Luftlöchern. Dabei gilt laut Nabu Hamburg: „Ziehen Sie immer Handschuhe an, um eine Fledermaus aufzuheben“, erklärt Ilka Bodmann. „Den Karton mit dem Tier können Sie in eine dunkle Ecke stellen, wo es ruhig und ungestört ist.“

Mit Material der dpa

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