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6 Dinge, die man nicht in der Waschmaschine reinigen sollte

Nicht in Waschmaschine reinigen
Ob man Schuhe in der Waschmaschine reinigen sollte, hängt ganz vom Material ab Foto: Getty Images / fcafotodigital
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© Wolf Lux
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Redakteurin

19. Januar 2026, 6:34 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Die Waschmaschine ist aus dem Haushalt nicht wegzudenken. Sie spart Zeit, Arbeit und sorgt zuverlässig für saubere Wäsche. Doch so praktisch sie auch ist, nicht alles, was schmutzig ist, gehört auch wirklich in die Trommel. Manche Gegenstände können durch den Waschgang beschädigt werden, ihre Funktion verlieren oder sogar die Waschmaschine selbst in Mitleidenschaft ziehen. Diese sechs Dinge sollte man besser nicht in der Waschmaschine reinigen.

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1. Kissen mit Schaumstofffüllung

Schaumstoff- oder Memory-Foam-Kissen saugen sich in der Waschmaschine stark mit Wasser voll, werden dadurch schwer und verlieren schnell ihre Form. Beim Schleudern kann das Material reißen oder sich dauerhaft verformen, sodass das Kissen anschließend nicht mehr richtig stützt.

Ein weiteres Problem ist das Trocknen: Schaumstoff gibt Feuchtigkeit nur sehr langsam ab. Auch wenn das Kissen äußerlich trocken erscheint, kann sich im Inneren noch Restfeuchtigkeit befinden, was einen idealen Nährboden für Schimmel und unangenehme Gerüche darstellt.

Daher sollte man diese Art von Kissen nicht in der Waschmaschine reinigen, sondern lieber regelmäßig lüften und sanft ausklopfen. Auch eine punktuelle Reinigung mit einem feuchten Tuch kann sinnvoll sein. Bei Bedarf kann auch der abnehmbare Bezug gewaschen werden. So bleibt das Kissen hygienisch, ohne seine Form und Funktion zu verlieren.

2. Schuhe

Kaum ein Thema beim Waschen wird so leidenschaftlich diskutiert wie Schuhe in der Waschmaschine. Für die einen ist es eine schnelle und bequeme Lösung, für die anderen ein absolutes Tabu. Tatsächlich scheiden sich hier die Geister und wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Denn ob ein Schuh für die Waschmaschine geeignet ist, hängt stark von seinem Material und seiner Verarbeitung ab.

Während einfache Turnschuhe aus Toff oder Mesh einen schonenden Waschgang im Wäschenetz meist unbeschadet überstehen, reagieren Lederschuhe äußerst empfindlich auf Wasser, Hitze und mechanische Belastung. Das Leder kann aufquellen, verhärten oder rissig werden, die Passform leidet und Klebestellen lösen sich. Besonders kritisch wird es aber auch bei Sportschuhen mit Stollen oder Spikes, etwa Fußball-, Golf- oder Leichtathletikschuhen. Die harten Elemente schlagen während des Waschgangs unkontrolliert gegen die Trommel, was nicht nur den Schuh selbst beschädigt, sondern auch der Waschmaschine schaden kann. Abgebrochene Spikes, verbogene Stollen oder verkratzte Trommeloberflächen sind keine Seltenheit. Zudem können sich Metallteile lösen und weitere Wäschestücke beschädigen.

Hinzu kommt, dass Sportschuhe oft aus Materialkombinationen bestehen: Kunststoffe, Schaumstoffe, Verklebungen und textile Elemente treffen aufeinander. Diese Mischung ist denkbar ungünstig für die Waschmaschine. Auch wenn der Schuh von außen sauber wirkt, leidet seine Dämpfung, Stabilität und Lebensdauer erheblich.

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Wer seine Schuhe lange tragen möchte, greift besser zu sanfteren Alternativen: ausklopfen, ausbürsten, mit einem feuchten Tuch reinigen oder bei Bedarf spezielle Schuhreiniger verwenden. Denn auch wenn der schnelle Waschgang verlockend ist, kann er bei Schuhen schnell dazu führen, dass man sich früher als gedacht von ihnen verabschieden muss. Daher sollte man seine Schuhe lieber nicht in der Waschmaschine reinigen.

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3. Textilien mit Tierhaaren

Textilien, die stark mit Tierhaaren bedeckt sind, stellen für die Waschmaschine eine oft unterschätzte Herausforderung dar. Decken, Kissen oder auch Hundebetten sehen zwar nach dem Waschgang sauber aus – die Haare selbst haben jedoch häufig nur den Platz gewechselt. Statt ausgespült zu werden, sammeln sie sich im Flusensieb in den Schläuchen oder setzen sich an der Trommel fest. Verstopfte Filter in der Waschmaschine beeinträchtigen die Wasserabfuhr und können zu Fehlermeldungen oder Schäden an der Maschine führen. Hinzu kommt, dass feuchte Tierhaare sich leicht mit Waschmittelresten verbinden und unangenehme Gerüche entwickeln können. Gerade bei Hundedecken oder Katzenkörbchen empfiehlt es sich daher, die Haare vorab gründlich zu entfernen, etwa mit einer Fusselrolle, einer speziellen Bürste oder dem Staubsauger.

Alternativ kann es sinnvoll sein, stark behaarte Textilien getrennt zu reinigen oder ganz auf die Waschmaschine zu verzichten und sie im Freien auszuklopfen oder auszubürsten. So bleibt nicht nur die Wäsche haarfrei, sondern auch die Waschmaschine länger funktionsfähig.

4. Kleidung aus Leder oder empfindlichen Naturfasern

Kleidung aus Leder, Wildleder oder Velours wirkt robust, ist in Wahrheit jedoch äußerst sensibel. Ein Waschgang in der Maschine setzt dem Material stark zu: Leder verliert durch Wasser und Waschmittel seine natürlichen Fette, wird hart, brüchig und kann nach dem Trocknen ungleichmäßig schrumpfen. Was zuvor noch geschmeidig saß, erinnert danach eher an eine steife Rüstung als an ein bequemes Kleidungsstück.

Auch empfindliche Naturfasern wie Wolle, Seide, Leinen oder Kaschmir reagieren auf die Bedingungen in der Waschmaschine oft unberechenbar. Hitze, Reibung und Schleudern lassen Wollpullover einlaufen, verfilzen oder ihre Form verlieren. Seide wiederum büßt schnell ihren Glanz ein, wird stumpf oder bekommt Wasserflecken, die sich kaum noch entfernen lassen. Hinzu kommt, dass viele Naturfasern zwar natürlich, aber nicht automatisch pflegeleicht sind. Sie reagieren empfindlich auf falsche Temperaturen und aggressive Waschmittel. Selbst ein vermeintlich schonender Waschgang kann ausreichen, um das Material dauerhaft zu schädigen.

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Stattdessen empfiehlt sich hier ein besonders achtsamer Umgang: Auslüften, vorsichtiges Ausbürsten oder eine schonende Handwäsche mit speziellen Reinigungsprodukten. Bei hochwertigen oder stark verschmutzten Stücken ist die professionelle Reinigung meist die sicherste Wahl. Denn gerade bei Leder und feinen Naturfasern zeigt sich: Weniger Wasser ist oft mehr.

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5. Gegenstände aus Gummi oder Latex

Anti-Rutschmatten aus Gummi, Badewannenspielzeug oder Latexartikel vertragen Hitze und Schleudern nur sehr schlecht. Sie können sich verziehen, porös werden oder sogar schmelzen. Daher sollte man solche Gegenstände nicht in der Waschmaschine reinigen. Deutlich schonender ist eine Reinigung mit warmem Wasser und mildem Reinigungsmittel.

6. Kleidung mit stark entzündlichen Rückständen

Mancher Heimwerker hat vielleicht schon nach einem langen Tag in der Garage den ölverschmierten Overall noch schnell mit zur Wäsche gesteckt. Das Ergebnis war dann nicht selten ein stechender Geruch, der sich hartnäckig in der Trommel festsetzt und noch mehrere Waschgänge später wahrnehmbar ist. In besonders schweren Fällen kann die Waschmaschine sogar Schaden nehmen oder unbrauchbar werden.

Arbeitskleidung, Putzlappen oder alte Kleidung, die mit Öl, Benzin, Verdünnern, Lacken oder anderen Lösungsmitteln getränkt ist, sollte man nicht in der Waschmaschine reinigen. Was auf den ersten Blick nur wie ein hartnäckiger Fleck aussieht, kann sich im Inneren der Maschine schnell zu einem echten Sicherheitsrisiko entwickeln. Durch die Kombination aus warmem Wasser, Bewegung und Hitze beim Schleudern können sich leicht entzündliche Dämpfe bilden, die im schlimmsten Fall zu einem Brand führen können.

Solche Textilien sollten daher entweder gründlich ausgelüftet, per Hand mit geeigneten Spezialreinigern behandelt oder – wenn sie stark durchtränkt sind – fachgerecht entsorgt werden. Die Waschmaschine ist schließlich für Schmutz und Alltagsflecken gemacht, nicht für hochentzündliche Chemiereste. Hier gilt daher: Sicherheit geht vor Sauberkeit.

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