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Mitbringsel aus der Natur

Treibholz, Steine und Kastanien für DIY-Projekte richtig reinigen

Viele sammeln bei einem Strandausflug Steine, Muscheln oder Treibholz
Viele sammeln bei einem Strandausflug Steine, Muscheln oder TreibholzFoto: Getty Images

Viele sammeln gerne Kastanien oder interessant aussehendes Holz bei Waldspaziergängen auf. Um sicherzustellen, dass man sich keine ungewollten Mitbewohner in die Wohnung holt, sollte man diese richtig reinigen.

Ob Holz, Muscheln oder Kastanien – für viele DIY-Projekte benötigt man Materialien aus der Natur. Anstatt diese für viel Geld zu kaufen, kann man auch einfach bei dem nächsten Spaziergang im Wald, See oder Meer die benötigten Gegenstände sammeln. Um diese dann zum Basteln und Werkeln nutzen zu können, sollte man Kastanien, Muscheln und Treibholz reinigen.

Treibholz reinigen

Ob einen Türkranz zu basteln oder ihn als massives Dekostück an die Wand zu hängen: Treibholz kann man auf vielerlei Weise zum Basteln einsetzen. Das organische Material wird aber in der Regel von Kleinstlebewesen bewohnt. Und wer weiß, wie viele Hunde den Ast bei einem Stöckchenspiel schon mal im Maul hatte. Es schadet also nicht, das Treibholz zu reinigen. Nachdem man groben Schmutz wie Moos, Sand oder Erde mit einer Bürste entfernt hat und es getrocknet hat, kann man es wie folgt säubern. Wichtig: Wird Treibholz zu schnell getrocknet, können Risse entstehen.

1. Mit Hitze

Für diese Möglichkeit eignen sich nur kleinere Fundstücke – den großen Ast muss man anders reinigen. Um das Treibholz zu reinigen, erhitzt man es im Backofen bei Umluft und 60 bis 100 Grad Celsius für mindestens fünf bis sechs Stunden. Anschließend lässt man es langsam abkühlen, sonst entstehen Risse.

2. Mit Kälte

Für diese Methode kann man entweder die Gefriertruhe nutzen oder frostige Tage im Winter. Dafür das Holz eingepackt oder abgedeckt in die Truhe oder nach draußen für ein paar Tage legen. Anschließend langsam auftauen lassen.

3. Mit Alkohol

Für diese Methode benötigt man Alkoholreiniger oder reinen Alkohol. Einfach das Holz mit der Flüssigkeit ordentlich einreiben und luftdicht für circa eine Woche stehen lassen. Hierfür eignet sich besonders dünnes Holz. Vorsicht: In dieser Kombination ist es leicht brennbar und sollte daher fern von Feuer gehalten werden.

Muscheln reinigen

An Nord- und Ostseestränden sieht man viele Menschen Muscheln sammeln. Sie dienen nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Material für verschiedene sommerliche DIY-Projekte. Ob Muschelkranz, Mobile oder Muschelvorhang – um mit ihnen zu basteln und zu werkeln, sollte man sie gründlich reinigen. Immerhin waren die Kalkschalen Bestandteil eines Lebewesens und stinken oft alles andere als angenehm. Um sie zu säubern und auch von miefigen Gerüchen zu befreien, geht man wie folgt vor:

  1. In einem Eimer bedeckt man die Muscheln mit Wasser. Für mindestens eine Woche sollte man sie so stehen lassen. Allerdings muss das Wasser täglich gewechselt werden.
  2. Anschließend kocht man die Muscheln in einem Topf für fünf bis zehn Minuten.
  3. Hartnäckige Verschmutzungen wie Seepocken kann man mithilfe einer Zahnbürste entfernen.
  4. Zum Schluss gut trocknen lassen.

Übrigens: Mit etwas Babyöl und einem Tuch kann man die Muschelschalen polieren.

Kastanien reinigen

Mit den Nussfrüchten kann man nicht nur putzige Waldmännchen basteln. Aus ihnen kann man dekorative Girlanden knüpfen, herbstliche Kränze kleben und Waschmittel herstellen. Rosskastanien kann man mit in Wasser gelöstem Natron reinigen. Zum Trocknen legt man sie anschließend auf ein Blech – ohne Pappe. Diese würde das Trocknen verlangsamen. An einem warmen und trockenem Ort, zum Beispiel vor einer Heizung, wendet man sie hin und wieder.

Fundsteine reinigen

Wer einen Hühnergott (ein Stein mit Loch) am Strand findet, der hat großes Glück. Schaut man durch das Loch, kann man sich etwas Wünschen – so heißt es. Ebenfalls soll er dabei helfen, dass Hühner mehr Eier legen. Auf diese Weise erhielt er seinen Namen. So oder so soll der Stein Glück bringen. Aus diesem Grund sammeln ihn viele Strandgänger gerne ein und fädeln ihn zuhause auf einen Faden. In der Regel sind sie durch den Sand am Strand bereits frei von Algen oder anderen Ablagerungen. Den Sand kann man mit einer Bürste abschrubben.

Befindet sich auf Fundsteinen Moos oder andere hartnäckigere Verschmutzungen, kann man diese mit einer Lösung aus Schmierseife und Wasser abbürsten. Die Seife greift den Stein nicht an und ist zudem umweltfreundlich.

Tannenzapfen reinigen

Zu einer herbstlichen Dekoration gehören für viele neben Pilzen und Eicheln auch Tannenzapfen dazu. Egal ob als Girlande oder im Glas – sie holen den Herbst auch in die Wohnung. In den schuppenartigen Tragblättern verfängt sich jedoch leicht Schmutz. Grobe Verschmutzungen kann man vorsichtig mit einer Bürste entfernen. Dabei sollte man vorsichtig sein, um den Zapfen nicht zu beschädigen.

Um den Tannenzapfen weiter zu reinigen, kann man Wasser und Essig im Verhältnis 2 zu 1 miteinander mischen. In das Essigwasser legt man die Zapfen für etwa 20 Minuten ein. Anschließend trocknen lassen, entweder auf einem Backblech in der Nähe einer Heizung oder im Backofen bei 90 bis 100 Grad Celsius. Hierbei empfiehlt es sich, die Tannenzapfen gut im Auge zu behalten.

Quellen:
Treibholz und mehr
Focus
Gartenjournal