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myHOMEBOOK-Gläser-Guide

Ballonglas, Römer, Nosingglas – welches Trinkglas für welches Getränk?

Welches Trinkglas für welches Getränk?
Beim Anstoßen weiß man oftmals nicht, was für ein Glas man eigentlich in der Hand hat. Ist es überhaupt das richtige Glas für meinen Drink? Foto: Getty Images

Was ist eigentlich ein Nosingglas? Und für welchen Drink ist ein Ballonglas geeignet? Ob im Küchenschrank oder in der Minibar, hier befinden sich oftmals allerlei Gläser. Doch für welchen Drink ist welches Glas gedacht? myHOMEBOOK erklärt die verschiedenen Trinkgläser.

Die meisten Menschen haben allerlei Gläser in ihren Küchenschränken und servieren sich und ihren Gästen die Getränke dann am Ende doch nach Gutdünken in einem beliebigen Glas. Doch das richtige Glas kann oftmals über das entsprechende Trinkgefühl entscheiden. myHOMEBOOK hat eine Übersicht zusammengestellt, welches Trinkglas sich für welches Getränk eignet, wie es gebaut ist und warum es so heißt wie es eben heißt.

Weingläser

Römer

Das Römerglas ist ein besonders beliebtes Glas, nicht zuletzt auch aufgrund seines außergewöhnlichen Designs. Bedeutsam ist die ausgeprägt bauchige Form des Kelchs, der sich auf einem nach obenhin verjüngenden und mit Ringen versehenen Stiel auf breitem Fuß befindet. Die untere Hälfte des Glases ist dabei außerdem komplett grün gefärbt. Der Römer ist inspiriert vom Waldglas, welches typisch für das 16. Jahrhundert war.

Weißweinglas

Egal ob Chardonnay, Riesling oder Sauvignon Blanc, Weißweingläser haben stets eine deutlich schlankere, länglichere und weniger voluminöse Form als das Pendant für den Rotwein. So brauchen Weißweine weniger Raum zum Atmen, vielmehr ist es wichtig, diese kühl zu servieren. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch das Trinkglas beim Trinken stets am Stiel anzufassen, damit sich die Handwärme nicht zu schnell auf das Getränk überträgt.

Roséweinglas

Roséweinglas
Genau wie der Wein ist auch das Glas eine Mischung aus Rotwein(glas) und Weißwein(glas)Foto: Getty Images

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Auch bei einem Roséweinglas sollte ein längerer Stiel gegeben sein, damit die Handwärme nicht zu sehr Einfluss auf die Temperatur des Weins nehmen kann. Und genau wie auch der Wein eine Mischform aus Weiß- und Rotwein ist, verhält es sich auch mit dem Glas. Es sollte schlank sein wie ein Weißweinglas und doch auch etwas Bauchiges von einem Rotweinglas haben. Als besondere Raffinesse sollte sich der Rand bei einem Roséweinglas etwas nach außen wölben. So können sich die Aromen besser bündeln und die Zunge die verschiedenen Geschmacksnuancen differenzieren.

Bourdeauxglas

Bei einem Bourdeauxglas handelt es sich um ein bauchiges Rotweinglas, das entsprechend auch ein großes Fassungsvermögen hat. Nach obenhin verjüngt sich der Kelch nur leicht, aber gerade soviel, dass sich die Aromen im Glas gut entfalten können und der Wein die Möglichkeit hat zu atmen. Auch der breite Oberflächenspiegel des Bourdeauxglasses trägt hierzu wesentlich bei. Aus diesem Grund eignet sich das Glas am besten für sehr kräftige Rotweine.

Burgunderglas

Burgunderglas
Das Burgunderglas ist als typisches Rotweinglas schon sehr bauchig und voluminös geformt, doch längst nicht so ausgeprägt wie ein Bordeauxglas

Auch das Burgunderglas ist auffallend dickbauchig und voluminös und damit ideal für sehr fruchtige Weine, die viel Raum zum Atmen benötigen. So können sich deren Aromastoffe im Burgunderglas bestens entfalten und die verschiedenen Geschmacksnuancen kommen noch besser zur Geltung.

Biergläser

Bierkugel

Der Name verrät es schon: dieses Bierglas definiert sich über seine kugelige Form. Nach obenhin verjüngt sich das Glas dann tulpenförmig. Meist fasst die Bierkugel ein Volumen von 0,33 Liter. Zwischen Stiel und der unteren Kugelhälfte liegt das Bierglas gut in der Hand und lässt sich entsprechend auch gut schwenken.

Bierkelch

So wie es einst schon die Ritter der Tafelrunde gern taten, nimmt man heutzutage hochwertige oder kräftige Biere wie ein Schwarz- oder Craftbier in einem Kelch zu sich. Die moderne Glasform ist nach obenhin weit geöffnet, wodurch das Bier besser atmen und sein Aroma entfalten kann. Außerdem verfügt der Kelch über einen langen Stiel. Mit diesem lässt sich das Trinkglas besser anpacken und das Getränk erwärmt sich weniger schnell. Die leicht bauchige Form des Kelchs lässt beim Zapfen eine schöne Schaumkrone entstehen.

Weißbierglas

Im Weißbierglas – auch Weizenglas genannt – können die Kohlensäureblasen aufgrund der hohen und charakteristischen Glasform langsam nach oben steigen. Dadurch behält das Bier über einen längeren Zeitraum seine perlige Frische. Der Boden des Weißbierglases ist dicker und ermöglicht einen soliden Stand. Beim Anstoßen berühren sich auch die unteren Teile der Gläser, damit sie nicht zerbrechen.

Bierpokal

Dieses Bierglas hat fast schon eine Art ellipsen-ähnliche Form, so ist der Kelch meist lang und konisch geformt. Der Stiel ist dabei eher kurz gehalten. Nach obenhin verjüngt sich das Glas nur geringfügig, wodurch sich der Bierpokal besonders gut für Pilsner eignet.

Humpen

Humpen
Der Humpen ist ein äußerst traditionsreiches Bierglas. Manche Modelle verfügen über einen Scharnierdeckel mit Daumenruhe. Foto: Getty Images

Der Humpen ist auch bekannt unter den Bezeichnungen (Maß-)Krug, Krügel oder Bierseidel. Signifikant für ihn ist die zylindrische Form sowie ein Henkel. Häufig gibt es den Humpen zusätzlich noch mit einem Scharnierdeckel sowie einer Daumenruhe. Er besteht entweder aus Glas, Keramik oder Steingut, manchmal auch aus Zinn oder sogar Silber. Nicht selten ist der Humpen dabei bunt verziert und beschriftet.

Cocktailgläser

Cocktailschale

Die Cocktailschale ähnelt der Sektschale, bietet aber mit 10-15 cl ein kleineres Fassungsvermögen. Es eignet sich dennoch gut für Schaumweine wie auch Cocktails. Die ausgeprägt gewölbte Form ermöglicht es, dass die Cocktailschale häufig bis kurz unter den Rand gefüllt wird. Der Stil des Glases ist meist dünn und filigran.

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Ballonglas

Das Ballonglas hat seinem Namen gemäß die wohl bauchigste Form aller Cocktailgläser. Es verjüngt sich nach obenhin nur allmählich und bietet dadurch sehr viel Volumen. Es eignet sich entsprechend besonders gut für tropische Drinks. Im Vergleich zum Hurricaneglas verfügt es über einen deutlich längeren Stiel.

Martiniglas

Seinen großen Auftritt erhält das Martiniglas regelmäßig in den Bond-Filmen mit den legendären Worten: „Geschüttelt, nicht gerührt!“ Dieses Glas gilt mit seiner nach untenhin spitz zulaufenden, konischen Kontur als Sonderform der Cocktailschale. Außerdem verjüngt sich das Martiniglas nach obenhin nicht. Der lange Glasstiel sorgt dafür, dass sich der Drink durch Handwärme nicht zu schnell erwärmt.

Margaritaglas

Auch in diesem Fall hat ein Getränk aufgrund seiner ausgeprägten Beliebtheit ein eigenes Trinkglas erhalten. Das Margaritaglas ist ähnlich dem Martiniglas, verfügt aber zum Kelchboden hin über eine besondere Ausprägung. Diese zwei besonderen Wölbungen verleihen dem Trinkglas etwas Ikonisches, sollen aber vor allem auch für einen verbesserten Geschmacks des Getränks sorgen.

Hurricaneglas

Hurricane-Glas
Im ungewöhnlich geformten Kelch eines Hurricaneglases befindet sich häufig Batida oder Colada Foto: Getty Images

Das Hurricaneglas verbindet man häufig mit tropischen Drinks wie Batida oder Colada, die oftmals in eben diesem Glas serviert werden. Sein Kelch ist auffallend groß, bauchig und doch geschwungen, sodass sich das Glas noch obenhin tulpenförmig großzügig öffnet. Der Stiel des Glases ist entsprechend eher kurz und kräftig ausgeprägt.

Spirituosengläser

Aperitifglas

Das Aperitifglas fällt unter die sogenannten Bechergläser, die über eine geradlinig verlaufende Glaswand verfügen, wodurch sie viele Eiswürfel aufnehmen können. Vor allem italienische Aperitifs werden über dieses Glas gern angereicht. Oftmals werden auch Digestifs in einem Aperitifglas serviert.

Tumbler

Das wohl bekannteste Whiskyglas ist der Tumbler. Sein massiver Boden und die dicken Glaswände sorgen dafür, dass das Eis nur langsam schmilzt und der Drink so lange kühl bleibt. Dank seiner vertikal nach oben verlaufenden Form verfügt das Tumblerglas über eine große Öffnung, wodurch sich die Eiswürfel optimal ins Glas geben lassen.

Nosingglas

Nosingglas
Das Nosingglas hat seinen Namen nicht ohne Grund erhaltenFoto: Getty Images

Auch das Nosingglas ist ein beliebtes Whiskyglas. Durch seine sich nach obenhin verjüngende Tulpenform eignet sich das Glas besonders gut für Tastings. So bleiben die Aromen länger im Glas, können sich besser entfalten und bei einem Tasting auch über die Nase aufgenommen werden – so kam dieses Glas auch zu seinem Namen (engl. Nose). Bei diesem Trinkglas ist entweder der Boden oder der Stiel etwas dicker geformt, was verhindern soll, dass das Getränk zu viel Wärme über die Hand aufnimmt.

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Grappaglas

Prägnant für das Grappaglas ist sein schmaler Stil und die darauf folgende sehr bauchige Glasform, die dann nach obenhin zylinderartig verläuft. In dieser speziellen Silhouette des Grappaglases liegt auch die deutlichste optische Abgrenzung zum Obstlerglas, das über eine sehr ähnliche Form verfügt. Beiden Formen ist allerdings gemeinsam, dass die Spirituose gut atmen kann und es so auch kaum zu Verdunstungen kommt.

Cognacschwenker

Cognac-Schwenker
In einem bauchigen Cognacschwenker kann der Alkohol gut atmen, weil seine Aromen sich optimal entfalten könnenFoto: Getty Images

Markant für den Cognacschwenker ist seine äußerst bauchige Form, die sich nach obenhin stark verjüngt. Entsprechend können sich in dem Trinkglas die Aromen des Cognacs hier optimal entfalten und das Getränk bedenkenlos geschwenkt werden. Der Stile des Glases ist eher kurz gehalten, dafür ist der Boden wieder kräftiger und für einen stabilen Stand gebaut. Dank ausgeprägter Form liegt der Cognacschwenker außerdem gut in der Hand.

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