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Baumaterial gegen Corona

Türgriffe, die Viren und Bakterien keine Chance lassen

Türgriff antimikrobiell: Eine Hand öffnet eine Glastür
An Türgriffen können viele Krankheitskeime und Viren haftenFoto: Getty Images

Fiese Falle Türklinke! Neuartige Tür- und Fenstergriffe besitzen eine Beschichtung, an denen Viren und Mikroben nicht anhaften. Eine gute Nachricht auch im Schutz gegen Corona.

Pro Stunde fassen wir uns laut einer Studie 3,6 Mal mit den Händen ins Gesicht, reiben uns die Augen, berühren Mund oder Nase. Das ganze geschieht meist unbewusst und lässt sich kaum abtrainieren. Krankheitserreger haben dann leichtes Spiel. Denn viele Viren und Bakterien haften über längere Zeit aktiv an Oberflächen. Coronaviren überleben ganze 28 Tage auf Oberflächen, wie FITBOOK schreibt. Vor allem in öffentlichen Räumen sind Türöffner schnell auch Einfallstor für Mikroben und Viren. Einmal eine viel benutzte Klinke angefasst, gelangen die Erreger über Hände und Schleimhäute schnell in den Körper.

Um die Sicherheit und Hygiene auch in den eigenen vier Wänden zu gewährleisten, gibt es unterschiedliche Lösungen. Ein bayerischer Hersteller bietet zum Beispiel antibakterielle Folien an, die man auf Lichtschalter und Türklingen klebt. Die Antikeimfolie von Grips soll auch Coronaviren beseitigen. Wem Kleben von Folien nicht liegt, kann auf verschiedene Tür- oder Fensteröffner zurückgreifen.

Nicht alle Türgriffe gegen Bakterien helfen auch gegen Viren

Viele Arztpraxen, Krankenhäuser und Altersheime richten sich immer mehr mit antibakteriellen Tür- und Fenstergriffen ein. Die speziellen Türklinken und Fensteröffner sind aber auch Haushalt nützlich. Denn auch im privaten Rahmen übertragen sich Krankheitserreger ziemlich schnell, zum Beispiel über eine Schmierinfektion.

Gegen Bakterien helfen spezielle Beschichtungen auf den Beschlägen und Oberflächen. Die gute Nachricht: Im Handel gibt es eine Vielzahl an antimikrobiellen Türöffnern, Knaufen, Ringen und allem, was schnell von Tür und Fenster in die Hände gelangt. Die schlechte Nachricht: Oftmals bieten diese Produkte zwar Schutz vor Bakterien, Hefepilzen, Schimmel oder Algen. Nicht immer jedoch vor Viren.

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Beschichtete Griffe wirken unterschiedlich auf Bakterien

Ganz neu ist die Entwicklung antibakteriell wirkender Türgriffe nicht. Seit der Coronapandemie hat die Nachfrage jedoch stark zugenommen. Spezielle Beschichtungen auf Tür- und Fenstergriffen können das Wachstum von Krankheitskeimen verringern. Die Beschichtung „Secusan“ des Herstellers „Hoppe“ enthält unter anderem winzige Silberpartikel. Diese sogenannte Silberionen blockieren Atmung und Nahrungsaufnahme der Zellen, die daraufhin absterben.

Andere antibakteriell wirkende Beschichtungen enthalten einen Pulverlack, wie von der Firma „Glutz“. Der darin eingebundene Wirkstoff kann laut Hersteller nicht aus der Oberfläche austreten und wirkt zu fast hundert Prozent gegen Bakterien.

Auch der Hersteller „Eco Schulte“ bietet Türgriffe an, die wirksam gegen Bakterien sind. Dazu zählen auch Griffe, die man „freihand“ bedient. Die Klinken sind so konstruiert, dass man eine Tür mit dem Unterarm öffnet.

Ein Türgriff, der sich selbst desinfiziert

Gegen Bakterien und Viren soll zudem ein Türgriff helfen, der sich selbst desinfiziert. Nachdem der Griff betätigt wird, fährt ein ringförmiger Schwamm automatisch über die Griffoberfläche. „Touch 1“ vernichtet Krankheitserreger laut Hersteller „Tweak“ innerhalb von drei Sekunden. Die Patrone mit dem Desinfektionsmittel soll für rund 1.000 Anwendungen reichen. Dann muss sie ausgetauscht werden.

Neue Schutzschicht für Fenster und – Türgriffe auch gegen Viren

Im Kampf gegen Coronaviren verspricht ein neu entwickelter Lack auf Pflanzenbasis zu wirken. Laut dem deutschen Unternehmen „Munditech“ kann man den Lack gegen Bakterien und Viren auf viele Oberflächen wirksam auftragen: Holz, Kunststoff, Metall, Papier, Textilien oder Vlies. Lässt die eigentlich lang anhaltende Wirkung dennoch nach, wird das unter UV-Licht angezeigt.

Antivirale und antibakterielle Eigenschaften soll auch die neuartige Griffbeschichtung „Abaco“ des Herstellers „Südmetall“ besitzen. Die Schutzwirkung beruht auf einer sogenannte PVD-Beschichtung. Technischer Hintergrund: Die Abkürzung „PVD“ steht für „Physical Vapour Deposition“ (zu Deutsch: Physikalische Gasphasenabscheidung). Das Beschichtungsverfahren wird vielseitig angewendet, zum Beispiel für Chipstüten, Mikrochips bis hin zu Brennstoffzellen. Zusammen mit Silberionen kann die Beschichtung bis zu 99,9 Prozent auch gegen Viren wirken.

Nicht nur Türklinken, auch spezielle Fenstergriffe bieten Schutz gegen Viren und Mikroben. „Roto AVT“ heißt die Beschichtung des Herstellers „Roto“. Die sehr dünne Schutzschicht besitzt eine Art Lotuseffekt gegenüber den Krankheitserregern.

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