23. September 2025, 13:01 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
„Bei Hornbach steht immer das mittel- und langfristige Denken im Vordergrund und nie das kurzfristige. Das ist eine Haltungsfrage. Es geht dem Unternehmen stets um die längerfristige Entwicklung und daraus entsteht viel Positives. Genau das ist Nachhaltigkeit: das langfristig Werthaltige.“ So wird der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Baumarkt AG Erich Harsch in dem Dokument „Das Unternehmen Hornbach“ zitiert. Genau diesen Punkt scheint das Unternehmen für unter anderem Bau- und Gartenmärkte in diesem Sommer aus den Augen verloren zu haben. Die Verbraucherzentrale Sachsen verklagt Hornbach wegen Greenwashing.
Warum genau klagt die Verbraucherzentrale gegen Hornbach?
„Die Baumarktkette hat potenziell invasive Pflanzen wie Apfelrose (Rosa rugosa) und Forsythia als Naturschutzhecke verkauft – und damit nach Ansicht der Verbraucherschützer ihre Kunden getäuscht“, heißt es in einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen.
Auch Gemeiner Bocksdorn und Schmetterlingsflieder habe Hornbach online unter den Begriffen Naturschutz- und Vogelhecken verkauft. „[…] angeblich heimisch und ideal für Insekten und Vögel. Tatsächlich sind drei dieser Pflanzen sogar potenziell invasiv und können die Biodiversität bedrohen,“ erläutert die Verbraucherzentrale. Sie klagt gegen den Baumarktriesen wegen irreführender Werbung.
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Nach Auffassung der Verbraucherzentrale Sachsen hat Hornbach die Kunden „in die Irre geführt“. Kunden, die diese Pflanzen kaufen, gehen laut Beate Saupe, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale, davon aus, „dass es sich um heimische, insektenfreundliche Arten handelt.“ Aus Sicht der Verbraucherzentrale handelt es sich um „Greenwashing“.
Da sich die Baumarktkette laut Verbraucherzentrale weigere, eine Unterlassungserklärung abzugeben, wird nun ein Klageverfahren eingereicht.
Im Rahmen der Berichterstattung hat myHOMEBOOk dem Baumarktriesen Hornbach die Chance zur Äußerung gegeben, allerdings lehnte die Presseabteilung ein Statement ab: „Aufgrund des angekündigten Klageverfahrens möchten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben zu den Vorwürfen der Verbraucherzentrale Sachsen machen.“