1. Oktober 2025, 11:57 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die kalte Jahreszeit rückt näher – und viele beginnen ihren Tag mit einer heißen Dusche. Allerdings kann dies künftig teuer werden, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. Wo leben in Deutschland die meisten Warmduscher?
Hier leben die meisten Warmduscher
Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Energiedienstleisters ista geben 74 Prozent der Deutschen an, sehr warm oder warm zu duschen. Besonders hoch ist der Anteil sogenannter „Warmduscher“ in Bremen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Doch es gibt auch Bundesländer mit einem deutlich kühleren Duschverhalten: Saarland, Hessen und Baden-Württemberg führen das Feld der „Kaltduscher“ an.
Gleichzeitig versuchen viele Deutsche, beim Duschen Kosten zu sparen. 46 Prozent verkürzen ihre Duschzeit, und 34 Prozent nutzen einen Sparduschkopf, um den Energieverbrauch zu senken.
Ein Sparduschkopf kann sich lohnen
„Seit Jahren benutze ich einen Sparduschkopf, der in der Mitte ein Loch hat. Beim Duschen merke ich keinen Unterschied, verbrauche aber wesentlich weniger Wasser. Für alle, die gerne ohne schlechtes Gewissen heiß duschen möchte, kann ich dieses günstige Gadget wärmstens empfehlen.“
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Heizkosten steigen – vor allem bei Fernwärme
Auch beim Heizen zeigt sich ein klares Bild: Die Kosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung sind 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Grundlage für diese Analyse von ista sind zwei Millionen Heizkostenabrechnungen.
- Fernwärme: durchschnittlich 1140 Euro (Anstieg von 25 Prozent)
- Heizöl: 913 Euro (Rückgang von 12 Prozent)
- Gas: 909 Euro (moderater Anstieg von 5 Prozent)
Als Ursache für den Anstieg nennt der Energiedienstleister insbesondere das Auslaufen der Energiepreisbremsen und die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz bei Gas und Fernwärme. „Nach dem Preissprung 2024 gilt: Das Verhalten entscheidet jetzt die Rechnung“, sagt Hagen Lessing, CEO von ista in der Pressemitteilung. „Nur wer sein Heizverhalten jetzt bereits im Spätsommer ganzheitlich anpasst, kann den Kostensteigerungen insgesamt entgegenwirken.“
Viele wollen ihr Verhalten nicht anpassen
Trotz der Preisentwicklung möchten viele allerdings ihr Verhalten anpassen – was womöglich zur Kostenfalle werden könnte. 51 Prozent der Befragten erwarten steigende Heizkosten für 2025, aber die Hälfte gibt an, ihr Verhalten nicht ändern zu wollen. „Die Nebenkostenabrechnung erreicht viele Mieterinnen und Mieter erst mit einem Jahr Verzug. Da ist es in der Regel bereits zu spät, das Verhalten noch anzupassen“, sagt Lessing.