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Baumleichen verhindern

Weihnachtsbaum ausleihen – die nachhaltigere Alternative?

Weihnachtsbaum ausleihen
Eine echte Alternative zu abgesägten Christbäumen ist das Weihnachtsbaum ausleihen. Foto: iStock_Nadtochiy

Ein echter Weihnachtsbaum gehört für die meisten zum Fest einfach dazu. Allerdings entstehen so nach den Festtagen große Mengen an entsorgten Bäumen, die traurig am Straßenrand liegen. Die Miete von lebenden Weihnachtsbäumen ist hier eine echte Alternative.

Nur echte Nadelbäume verströmen den Duft, den wir schon von klein auf mit Weihnachten verbinden. Künstliche Christbäume werden ihren natürlichen Vorbildern zwar immer ähnlicher, dennoch möchte kaum jemand auf eine echte Nordmanntanne oder zumindest eine Kiefer zu Hause verzichten. Neben dem klassischen Weihnachtsbaum, der abgesägt in Gärtnereien oder auf Tannenmärkten angeboten wird, etabliert sich zunehmend eine andere Lösung. Einige Online-Händler bieten die Lieferung von Bäumen im Topf an, die für einen gewissen Zeitraum ausgeliehen werden können. Nach den Festtagen wird das ausgediente, aber noch lebende Bäumchen wieder an den Händler übergeben und kann zum nächsten Weihnachtsfest erneut als Christbaum erstrahlen.

Der richtige Anbieter zum Weihnachtsbaum ausleihen

Um lange Transportwege und damit auch Stress für das Bäumchen zu vermeiden, empfehlen sich lokale Anbieter. Mitunter können kleinere Bäume im Topf auch beim Gartencenter um die Ecke ausgeliehen und gleich mitgenommen werden. Für größere Exemplare wird gegen einen Aufpreis auch oft eine Lieferung angeboten. In ländlicheren Gebieten lohnt sich auch ein Besuch beim Förster. Auch diese bieten immer öfter einen Leihservice für kleinere Weihnachtsbäume im Topf an. In Städten ist die Auswahl an Anbietern zum Ausleihen eines Weihnachtsbaums etwas größer. Hier ein paar Beispiele für deutsche Großstädte:

  • BerlinWeihnachtsbaum Mitte: Hier gibt es die ganz kleinen Weihnachtsbäume im Topf schon ab 15 Euro. Grund für den niedrigen Preis: Die Weihnachtsbäume entsprechen nicht der Idealform, die Konsumenten von Christbäumen erwarten. Bevor man sie entsorgt, bekommen Sie hier als Leihbaum noch eine Chance.
  • HamburgRent a plant: Hier gibt es Blaufichten und Nordmanntannen im Topf zur Auswahl. Kunden können die Bäume entweder selbst abholen oder sie sich auch liefern und nach der maximalen Mietdauer von 30 Tagen auch wieder abholen lassen.
  • Raum KölnPaderbäumchen: Neben der Vermietung von Weihnachtsbäumen im Topf wird hier auch der Kauf der Bäumchen angeboten. Das Liefergebiet ist sehr großzügig für ganz NRW angegeben.
  • MünchenWeihnachtsbaumverkauf Thalkirchen: Das Besondere bei diesem Anbieter ist, dass die lebenden Bäume nach Rückgabe in ein kleines Waldstück am Tegernsee gepflanzt werden. Hier können sie ungehindert wachsen.

Weihnachtsbaum überregional ausleihen

Im Online-Shop Weihnachtsbaumfreunde werden Weihnachtsbäume deutschlandweit zum Versand angeboten. Die Christbäume werden in großen Kartons verpackt. Achtung: Die Baumspitze wird hier umgebogen, da sonst die Versandkosten zu hoch ausfallen würden. Nach dem Auspacken entfaltet sich der Baum aber wieder vollständig.

So bleibt der Weihnachtsbaum im Topf gesund

Ein lebender Weihnachtsbaum stellt andere Ansprüche an die Pflege als ein abgesägtes Exemplar ohne Wurzelballen. Direkt nach der Lieferung sollte sich die Tanne oder Kiefer erst einmal ohne Umverpackung auf dem Balkon oder der Terrasse erholen und entfalten dürfen. Die angebotenen Weihnachtsbäume wachsen im Freiland auf und ein direkter Umzug ins Wohnzimmer wäre ein Schock. Nach ein paar Tagen kann der lebende Weihnachtsbaum dann in den kühlen Keller, den Hausflur oder die Garage umziehen und sich auch hier ein paar Tage akklimatisieren. Schließlich wird der Baum an seinem finalen Platz im Wohnzimmer platziert. Außerdem wichtig:

  • Den Weihnachtbaum am besten nicht direkt neben der Heizung abstellen. Die trockene Heizungsluft verträgt die Outdoor-Pflanze besonders schlecht.
  • Hell sollte der Standort idealerweise dennoch sein. Ideal ist also ein Platz in der Nähe eines Fenster, aber ein Stück von Heizkörpern entfernt.
  • Im Wohnzimmer braucht der gemietete Christbaum ähnlich viel Wasser wie im Sommer. Die klimatischen Bedingungen sind durchaus vergleichbar. Deshalb das Bäumchen am besten täglich mit ausreichend Wasser gießen. Der Übertopf oder Untersetzer sollte immer leicht mit Wasser gefüllt sein.
  • Weihnachtsschmuck aller Art sind auch für die lebenden Vertreter kein Problem. Bei echten Kerzen aber darauf achten, dass diese nicht direkt unter einem Ast angebracht sind.
  • Länger als eine Woche sollte der gemietete Baum nicht im Wohnzimmer stehen. Andernfalls verkraftet der Weihnachtsbaum den erneuten Wechsel an einen kühleren Standort nur schlecht.
  • Genau wie beim Einzug sollte sich die Tanne oder Fichte langsam wieder an niedrigere Temperaturen gewöhnen. Also gilt: Abschmücken und erst einmal in den kühlen Hausflur, Keller oder die Garage stellen. Nach ein paar Tagen kann das Bäumchen dann auch an die frische Luft und vom Anbieter wieder abgeholt oder eigenhändig zurückgebracht werden.

Rechtzeitige Planung lohnt sich

Bei vielen Anbietern sind schon ab Ende November lebende Weihnachtsbäume zur Leihe bereit. Generell sollte mit der Bestellung nicht zu lang gewartet werden, da besonders schöne Exemplare schnell weg sind. Weiterhin benötigt die Lieferung auch einige Tage Zeit und ein Express-Versand ist deutlich teurer.

Auch interessant: Ab wann ist eine Plastik-Tanne nachhaltiger als eine echte?

Last Minute Alternativen

Auch bei bester Planung geht manchmal etwas schief oder der Dezember ist statt besonders besinnlich eher besonders stressig. Wer sich zu spät um einen Weihnachtsbaum zum Ausleihen gekümmert hat und dennoch nachhaltiger feiern möchte, kann auf einen künstlichen Baum zurückgreifen. Diese sind durch die einmalige Herstellung und Lieferung trotz des Materials nach einer Nutzung von rund zehn Jahren besonders nachhaltig.

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