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Lichterketten und Figuren

Weihnachtsdeko an Haus und Balkon – was ist erlaubt?

Wie viel Weihnachtsdeko ist an Haus und Balkon erlaubt?
Leuchtende Weihnachtsdekoration ist im eigenen Garten kein Problem – solange die Nachbarn noch Schlaf findenFoto: dpa picture alliance

Ein schön geschmückter Tannenbaum, ein Adventskranz oder Weihnachtsschmuck gehören für viele einfach zu Weihnachten dazu. Und wenn die Deko auch noch blinkt und leuchtet, erwärmt das viele Herzen in der dunklen Jahreszeit umso mehr. Wann die Dekoration aber zu viel des Guten wird, erklärt myHOMEBOOK.

Die eigenen vier Wände können Mieter mit Weihnachtsdeko verschönern, wie sie es möchten. Und selbstverständlich darf man auch einen Weihnachtsbaum aufstellen, solange der Brandschutz stimmt. Generell dürfen Mieter auch Gemeinschaftsflächen im Treppenhaus oder Hausflur nutzen. So entschied der Bundesgerichtshof (BGH, Az.: V ZR 46/06). Welche Weihnachtsdeko ist aber an Haus und Balkon erlaubt?

Weihnachtsdeko darf Nachbarn nicht stören

Die Richter am BGH betonten im Urteil, dass die Dekoration niemanden belästigen darf. Außerdem sollte es durch die Nutzung der Gemeinschaftsfläche weder zur Gefährdung noch Vermüllung kommen. Wer also auf die Idee kommt, ungefragt das gesamte Treppenhaus mit Weihnachtsartikeln zu „verschönern“, muss mit Ärger rechnen. Mitmieter können sich gestört fühlen, der Vermieter kann verlangen, die Dekoration zu entfernen.

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Ist leuchtende Weihnachtsdeko auf dem Balkon erlaubt?

Lichterketten und andere leuchtende Artikel, darf der Vermieter erst mal nicht verbieten. Die Weihnachtsdeko an Haus und Balkon muss aber sturm- und absturzsicher montiert sein. Ausnahme: Die Dekoration beeinträchtigt das Erscheinungsbild des Gebäudes zu stark. Ohne Erlaubnis des Vermieters darf auch nicht in die Außenfassade gebohrt werden, beispielsweise um die Dekoration zu befestigen.

Das Leuchten und Blinken der Adventsdeko darf die Geduld der Nachbarn zudem nicht überstrapazieren. Ab 22 Uhr gilt in der Regel in vielen Kommunen Nachtruhe. Dann sollte auch die leuchtende Weihnachtsdeko abgeschaltet werden, wenn der Nachbar das verlangt.

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Darf ich einen kletternden Weihnachtsmann außen anbringen?

Eigentümer können natürlich auch einen kletternden Santa als Weihnachtsdeko an der an Haus oder Balkon montieren – solange alles sicher befestigt ist. Achtung jedoch bei Eigentümergemeinschaften: Jeder Wohnungsbesitzer kann ein Lied von nicht enden wollenden Eigentümerversammlungen singen. Spätestens ab da an dürfte es mit kletternden Weihnachtsmännern und anderer Weihnachtsdeko zu Streit kommen. Am besten holt man zuerst das Okay der Miteigentümer ein, bevor man die Fassade dekoriert.

Für Mieter gilt das selbstverständlich erst recht. Ohne Einverständnis des Vermieters sollten Mieter keinen kletternden Weihnachtsmann oder ähnliche Artikel an der Außenwand montieren. Wie auch bei der Leuchtdekoration kann das Erscheinungsbild des Hauses beeinträchtigt werden. Was Hausbesitzer in der Regel gar nicht mögen, schließlich lässt das den Wert der Immobilie sinken. Und dazu kann die Fassade in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf den Kosten der Instandsetzung bleibt dann der Mieter sitzen.

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Ist Weihnachtsduft im Treppenhaus okay?

Wer sich in den eigenen vier Wänden mit Raumspray, Duftkerzen oder Räucherstäbchen so richtig in weihnachtliche Stimmung bringen will, kann das problemlos tun. Im Treppenhaus gilt jedoch: lieber Finger von der Sprühdose! Schließlich mag nicht jeder das weihnachtliche Raumparfüm. Nachbarn könnten sich schnell belästigt fühlen – Zoff im Treppenhaus ist dann vorprogrammiert. Das sahen auch die Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf so. Sie ordneten bei Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von 500 Euro an. (Az.: 3 Wx 98/03)