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Wie oft man im Winter lüften sollte, um Schimmel zu vermeiden

Frische Luft

Wie oft sollte man bei Kälte lüften, um Schimmel zu vermeiden?

Auch im Winter sollte man das Lüften nicht vernachlässigen
Auch im Winter sollte man das Lüften nicht vernachlässigenFoto: iStock/ Marina Gordejeva

Die eisige Luft von draußen möchte man im Winter eigentlich nicht in die geheizte Wohnung lassen. Auf regelmäßiges Lüften sollte man dennoch nicht verzichten, sonst findet man schnell Schimmelflecken an den Wänden. Damit der Raum beim Lüften im Winter nicht auskühlt, verrät myHOMEBOOK, worauf es ankommt.

Sinken die Temperaturen unter null Grad Celsius und schneit es vielleicht sogar, beobachtet man das Herumwirbeln der Schneeflocken lieber von drinnen und bei geschlossenem Fenster. Damit sich kein Schimmel bildet, muss man jedoch auch im Winter lüften. Wie man dabei richtig vorgeht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie lange muss ich im Winter lüften?

Egal zu welcher Jahreszeit, man sollte die Fenster zum Lüften mehrfach am Tag kurz aufreißen. Ist es draußen frostig-kalt, kann das Stoßlüften aber kürzer ausfallen. Der Verband Fenster + Fassade rät bei Minustemperaturen konkret zu einer Lüftungsdauer von fünf Minuten je Einheit. Bei null bis plus zehn Grad sollten es zehn Minuten je Lüftungsvorgang sein, bei über zehn Grad 15 Minuten.

Gilt das für alle Zimmer?

Wie oft man letztlich im Winter in den einzelnen Wohnräumen lüften sollte, ist abhängig von vielen individuellen Faktoren. Etwa, ob man sich in einem Zimmer auch aufhält und atmet. Oder nachts im Bett schwitzt. Vor allem für Feuchtigkeit sorgen das Kochen, Duschen und Baden. Danach sollte immer direkt gelüftet werden. Als Faustregel gibt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern auch aus: Je mehr Personen im Haushalt leben, umso häufiger sollte gelüftet werden.

Auch interessant: 9 Pflanzen, die die Luftfeuchtigkeit senken können

Warum ist der Austausch der warmen gegen kalte Luft wichtig?

Es geht hier an sich nicht um die Temperatur, sondern um das Absenken der Luftfeuchtigkeit. Grob erklärt: Warme, aufgeheizte Raumluft ist in der Lage, relativ viel Wasser zu speichern. Trifft sie auf die kühleren Wände im Raum, insbesondere die äußeren Hauswände, dann kondensiert die feuchte Luft daran. Der Wasserfilm ist ein optimaler Nährboden für Schimmel. Vor allem in Ecken des Raumes, in Nischen und rund um das Fenster, aber auch hinter Möbelstücken direkt an der Außenwand passiert das am ehesten.

Wie merke ich, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist?

Einen Hinweis, wann das Lüften im Winter mal wieder fällig ist, gibt das Hygrometer, ein Messgeräte für Luftfeuchtigkeit. Zeigt es einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchte an, sollte man die Fenster öffnen, lautet der generelle Rat.

Wobei Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz betont, dass der Wert von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses abhänge. An kalten Tagen kann die Obergrenze in schlecht gedämmten Altbauten schon bei 40 Prozent relativer Luftfeuchte liegen, während gut gedämmte Neubauten locker mit 55 Prozent klarkommen.

Passend dazu: Die ideale Luftfeuchtigkeit und Temperatur für jeden Raum

Bildet sich am Fenster oder an der Wand Kondenswasser, beträgt die Luftfeuchtigkeit in dem Mikroklima direkt dort schon 100 Prozent. Aber Schimmelpilze wachsen bereits bei einer relativen Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent, erklärt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Bei diesem Wert fühle sich die Oberfläche weder feucht an, noch könne man Kondenswasser sehen.

mit Material der dpa

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