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Stiftung Warentest

Mähroboter weisen große Sicherheitsmängel auf

Mähroboter im Garten mit Hund
Nicht nur für Hunde können Mähroboter im Garten ein Sicherheitsrisiko darstellenFoto: Getty Images

Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Zeit des Rasenmähens. Die Stiftung Warentest hat sich acht Mähroboter genauer angesehen. So richtig überzeugen konnte keines der Geräte – das größte Problem war die Sicherheit.

Mähroboter sollen weniger Arbeit machen, aber ein mindestens genauso gutes, wenn nicht sogar besseres Ergebnis erzielen. So erhoffen es sich zumindest viele Verbraucher. Im Test zeigt sich aber, dass Mähroboter doch nicht ganz so selbstständig und teilweise sogar gefährlich sind. Die Stiftung Warentest hat acht Mähroboter genauer unter die Lupe genommen. Das günstigste Gerät stammt vom Hersteller Greenworks und kostet 570 Euro (Stand Januar 2022). Der teuerste Mähroboter ist von Husqvarna und kostet 1750 Euro.

Was wurde untersucht?

Die Tester haben zunächst natürlich das Mähen und auch die Mähdauer auf 200 Quadratmetern sowie auf der laut Hersteller maximalen Fläche geprüft. Getestet wurde die Steuerung sowohl mit als auch ohne App. Die Rasenflächen wurden dabei mit Hindernissen bestückt – etwa mit Beeten und Bäumen. Es gab enge Passagen sowie einen Hang mit einer Steigung von maximal 35 Prozent. Der Test dauerte mehrere Tage, sodass auch verschiedene Wetterverhältnisse vorherrschten.

Neben dem Mähen wurde auch die Haltbarkeit der Gerätebestandteile getestet, sowie die Handhabung, die Möglichkeiten der Reinigung des Mähers und die Geräusche, die er bei der Nutzung verursacht. Ein weiterer Punkt war die Sicherheit. Dabei wurden ein Erwachsenen- sowie ein Kinder-Prüffuß eingesetzt, um zu schauen, ob die Sensoren reagieren. Auch ein Kinder-Prüfarm kam zum Einsatz.

Für Kinder sind Mähroboter eine Gefahr

Die Experten haben mögliche Unfallsituationen mit Attrappen simuliert – und erzielten zunächst gute Ergebnisse. Denn keiner der Mähroboter verletzte den Kinder-Prüffuß. Beim Test mit einem Kinder-Prüfarm sah es dagegen anders aus: Fast alle Mähroboter haben die Attrappe angeschnitten. Allein der Mähroboter von Einhell (Freelexo) kann in diesem Bereich überzeugen. Es ist das einzige Gerät, bei dem der Arm nicht an die Messer gelangte.

Allerdings hat auch der Einhell-Mäher Sicherheitsmängel. Alle Geräte verfügen über eine Stopptaste für den Notfall. Wird diese betätigt, bleibt die Maschine stehen und legt erst wieder los, wenn sie per Hand gestartet wird. Das Einhell-Gerät wartet allerdings nicht auf den Neustart, wenn der nicht seinem programmierten Stundenplan entspricht. Der Mähroboter fährt trotzdem los. Das gleiche Problem existiert auch bei dem Mäher von Worx (Landroid).

Auch der Mähroboter von Robomow zeigte gravierende Sicherheitsmängel. Wird der Mäher länger als zehn Sekunden angehoben, wird vom Hebesensor ein Stopp verordnet. Dann darf er auch nicht wieder selbstständig starten – das Robomow-Gerät tut dies aber.

Einige Geräte scheitern in großen Gärten

Wer sich einen Mähroboter anschafft, der macht das höchstwahrscheinlich, um Zeit zu sparen und sich die Arbeit zu erleichtern. Denn besonders bei größeren Gärten kann es schon mal dauern, bis der gesamte Rasen gemäht ist. Die getesteten Mähroboter sind dabei aber auch nicht immer eine große Unterstützung – auch sie haben ihre Probleme mit größeren Flächen.

Bis auf das Modell von Bosch schafft jeder Mähroboter im Test 200 Quadratmeter ebene Rasenfläche sauber zu mähen. Allerdings brauchen manche bis zu 40 Wochenstunden dafür. Sollen die Mähroboter aber ihre angegebene Maximalfläche mit Böschung, Bäumen und Engstellen mähen, brauchen manche eine Ewigkeit, urteilen die Experten. Außerdem finden die Geräte bestimmte Ecken zu selten oder hängen aufgrund einer Störung fest. Nur die Geräte von Husqvarna und Worx können diese Aufgabe gut meistern.

Regen und Hänge sind ein Problem

Hat es geregnet, soll der Mähroboter natürlich nicht seiner Arbeit nachgehen. Die meisten Geräte folgen auch ihrem Regensensor und bleiben in der Ladestation. Allerdings bleibt Gras lange nass, sodass der Mäher trotzdem verklebt. Besonders anfällig waren die Modelle von Bosch und Greenworks.

Auch Steigungen können ein Problem werden. Laut Stiftung Warentest sind die Herstellerangaben, wie viel Steigung die Modelle meistern, mit Vorsicht zu genießen. Starke Neigungen schaffen die Roboter demnach nur, wenn sie den Hang im Zickzack hochfahren. Der direkte Weg ist zu steil und sie bleiben stehen. Störungsfrei am Hang war lediglich das Gerät von Husqvarna.

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So haben die Mähroboter insgesamt abgeschnitten

So richtig überzeugen konnte keiner der Mähroboter im Test. Größte Mängel gibt es bei der Sicherheit. Testsieger ist das teuerste Gerät des Herstellers Husqvarna für 1750 Euro. Mit der Note 2,6 kommt es aber nicht über ein befriedigend hinaus. Das günstigste Gerät im Test, das Modell von Greenworks für 570 Euro, ist ebenfalls nur befriedigend mit der Note 3,5.

Das Modell von Bosch erreicht nur ausreichend mit der Note 3,9. Dort blieben häufig Rasenbereich ungemäht. Mangelhaft ist der Mähroboter von Robomow – das Gerät bekommt nur eine 5,0. Grund ist vor allem der nicht sichere Hebesensor.

Der ausführliche, kostenpflichtige Bericht über Mähroboter im Test ist auf dem Onlineportal „test.de“ (Ausgabe 4/2022) der Stiftung Warentest erschienen.

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