16. August 2025, 6:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Elektrowerkzeuge sind aus Werkstatt, Garten und Heimwerken nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern viele Arbeiten, bergen aber auch erhebliche Risiken. Wie sich solche Unfälle vermeiden lassen und worauf es bei der sicheren Nutzung von Elektrowerkzeugen ankommt, erfahren Sie hier.
Werkzeuge wie Winkelschleifer, Kreissäge oder elektrische Heckenschere sind äußerst praktisch für Arbeiten rund ums Haus oder im Garten. Problematisch wird es allerdings, wenn die Finger mit rotierenden Sägeblättern oder Schleifscheiben in Kontakt kommen. Mit der nötigen Vorsicht lässt sich der Heimwerker-Nachmittag jedoch unfallfrei gestalten – ganz ohne Besuch in der Notaufnahme.
3 Fehler, die zu Unfällen bei Elektrowerkzeugen führen können
- Geräte nicht zweckentfremden: Jedes Werkzeug ist für bestimmte Aufgaben konzipiert. Es kann gefährlich werden, die Geräte für andere Bereiche einzusetzen. So ist eine Kreissäge etwa primär zum Sägen von Holzbrettern gedacht – und nicht zum Fällen eines Baumes, warnt die Prüforganisation Dekra.
- Werkzeuge nicht manipulieren: Die Zwei-Punkt-Sicherung der Heckenschere lässt sich mit Kabelbindern überlisten? Oder die Schutzhaube abnehmen, die beim Arbeiten im Weg ist? Bloß nicht! Viele Unfälle entstehen der Dekra zufolge nämlich durch die Manipulation von Geräten, die dadurch weniger sicher werden.
- Nicht im Regen arbeiten: Viele Elektrowerkzeuge sind nur für Arbeiten bei trockenen Bedingungen freigegeben. Kommt Wasser ins Spiel, drohen Stromschläge. Auskunft über den Wasserschutz eines Gerätes gibt die zweite Ziffer des sogenannten IP-Codes. Er ist oft auf dem Gerät selbst, aber auch in der Bedienungsanleitung zu finden. Steht dort eine „0“, besteht keinerlei Wasserschutz – zieht ein Regenschauer heran, ist also Pause angesagt.
Sicherheitstipps zum Arbeiten mit Elektrowerkzeugen
- Blick in die Bedienungsanleitung: Wie eine sichere Handhabung des Gerätes genau aussieht, kann man dort auf den ersten Seiten lesen. Gerade wenn man ein neues Werkzeug anschafft oder es aus dem Baumarkt ausleiht, ist der Blick in diese Sicherheitshinweise ratsam, so die Dekra.
- Schutzausrüstung tragen: Handschuhe, Schutzbrille und Gehörschutz können Verletzungen verhindern. Je nach Gerät kann es Besonderheiten geben – etwa bei der Kreissäge. Beim Arbeiten damit sollte man nämlich keine Handschuhe tragen. Der Grund: Die Sägeblätter können die Handschuhe erfassen, wie die Aktion „Das Sichere Haus“ warnt. Passiert das, landet im schlechtesten Fall die ganze Hand im Sägeblatt.
- Reparaturen Fachleuten überlassen: Sobald der Schalter umgelegt ist, riecht es verschmort? Dann sollte man das Werkzeug nicht mehr benutzen. Haben Isolierungen und Kabel Schaden genommen, kann es nämlich leicht zu Stromschlägen kommen. Aus diesem Grund sollte man auch nicht selbst versuchen, defekte Geräte zu reparieren, sondern diese Aufgabe Profis überlassen.
Mit Material der dpa