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Die Wohnung desinfizieren

3 Reinigungsmittel, die Coronaviren abtöten können

Welche Reinigungsmittel helfen gegen Corona?
Nicht jedes Reinigungsmittel kann Coronaviren abtötenFoto: Getty Images

Bis zu neun Tagen kann das Coronavirus auf Oberflächen Menschen infizieren. In einer aktuellen Studie werden die Inhaltsstoffe genannt, die das Virus innerhalb einer Minute abtötet. myHOMEBOOK fasst zusammen, was die Experten herausgefunden haben.

Eine saubere Wohnung ist immer wichtig im Kampf gegen krankheitserregende Keime. Aber zu Zeiten des Coronavirus‘ fragen sich viele, ob die handelsüblichen Reinigungsmittel ausreichen, um die Wohnung zu desinfizieren.

Hilft jedes Reinigungsmittel gegen das Coronavirus?

Gängige Reinigungsmittel sind oft die erste Wahl. Aber um das Coronavirus schnellstmöglich abzutöten, müssen andere Geschütze her. Ein Forscherteam der Universität Greifswald und der Ruhr Universität Bochum veröffentlichte im Fachblatt „Journal of Hospital Infection“ kürzlich eine Studie, in der drei harte Waffen genannt werden, die das Virus effizient innerhalb einer Minute abtöten: Ethanol, Wasserstoffperoxid und Natriumhypochlorit.

Wichtiger Hinweis: Coronaviren können laut der Studie bis zu neun Tage auf Oberflächen wie Metall, Glas und Kunststoff überdauern und währenddessen infektiös sein können. In ihrer Metastudie haben die Wissenschaftler dazu 22 internationale Studien ausgewertet.

Drei Reinigungsmittel, die das Coronavirus abtöten können

1. Ethanol

Reinigungsmittel auf Alkoholbasis wie Ethanol dienen der Lösung von Verschmutzungen. Alkohol löst Fette und andere Partikel sehr effizient und desinfiziert. So haben die Wissenschaftler angezeigt, dass ein Reiniger mit Ethanol bei 62 bis 71 Prozent auch dem Coronavirus den Garaus macht.

Alkoholreiniger sind in der Regel rückstandsfrei. Durch die schnelle Verdunstung des Alkohols auf glatten Oberflächen bietet ein Alkoholreiniger zudem einen – zugegeben – in dieser Zeit nicht so wichtigen Nebeneffekt: die Oberflächen glänzen.

Achtung: Nicht jedes Material verträgt Alkohol. Deswegen sollte man vorab testen, wie die Oberfläche auf das Mittel reagiert.

2. Wasserstoffperoxid

Tragen Sie Kontaktlinsen? Dann ist Ihnen womöglich schon einmal dieser Stoff bei einer versehentlich falschen Reinigung der Linsen in die Augen geraten. Eine schmerzliche Erfahrung. Denn die flüssige Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff ist aggressiv. Schlecht für die Augen – gut jedoch gegen Viren und Keime! Das Forscherteam der Greifswalder und der Bochumer Universitäten empfehlen, eine stark verdünnte Lösung mit 0,5 Prozent Wasserstoffperoxid zu verwenden, um Oberflächen vom Coronavirus zu desinfizieren.

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Umsicht beim Einsatz von Wasserstoffperoxid: Wasserstoffperoxid tötet Bakterien, Viren und auch Salmonellen rigoros ab. Es bleicht außerdem Zähne und Haare, ist ein verlässlicher Reiniger bei Schneidebrettern aus der Küche oder in Toiletten und Bädern. Allerdings: Harte Geschütze können auch daneben gehen! Reinigungsmittel, die Wasserstoffperoxid enthalten, sollten mit Bedacht und Umsicht eingesetzt werden. Es drohen bei zu hoher Konzentration Verätzungen der Haut und der Atemwege! Wie auch alle anderen scharfen Reinigungsmittel sollten hier immer Handschuhe eingesetzt werden. Nach der Reinigung sollte die Lösung mit frischem Wasser von der Oberfläche abgewischt werden.

3. Natriumhypochlorit

Klingt fies – ist aber heilsam. Zum Beispiel als Lösung bei Zahnerkrankungen. Denn Natriumhypochlorit tötet Bakterien sehr effizient ab. Das Forscherteam rund um die besagte Studie empfiehlt eine Lösung mit 0,1 Prozent zur Desinfektion von Oberflächen gegen das Coronavirus.

Doch auch hier gilt: Chlor-Reiniger sollten nur sehr bedacht eingesetzt werden. Sie sollten keinesfalls mit sauren oder säurehaltigen Reinigern gemischt werden. Es könnte sich Chlorgas bilden, das unter Umständen schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen oder sogar zum Tod führen kann.

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Sicherheitshinweis zu Reinigungsmitteln gegen das Coronavirus

Diese Vorsichtsmaßnahme gilt übrigens auch für Haushalte mit Demenzerkrankten. Zur eigenen Sicherheit sollten solche Mittel gut und sicher aufbewahrt und auch in dieser schweren Zeit mit Bedacht und Sorgfalt benutzt werden.