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Wie man Haken richtig in der Decke befestigt

Um Deko oder Möbel an der Decke anbringen zu können, brauchen Sie Haken in der Decke
Hängematten können auch ohne große Halterung in der Wohnung untergebracht werden. Dafür braucht man nur Deckenhaken.Foto: Getty Images

Warum Regale und Blumentöpfe nur schnöde auf den Boden stellen, wenn man sie auch an die Decke hängen kann? myHOMEBOOK erklärt, wie Sie das richtig machen und worauf Sie dabei unbedingt achten müssen.

Um sicherzugehen, dass die Haken auch in der Decke bleiben, kommt es auf die richtige Herangehensweise an.

Die richtige Methode herausfinden

Um herauszufinden, wie Sie die Haken richtig anbringen, müssen zuerst die Gegebenheiten Ihrer Decke geklärt werden. Es gibt welche mit Balken, andere aus Gipskarton mit integriertem Hohlraum oder solche aus Beton. Bei allen Varianten kommen unterschiedliche Methoden zur Befestigung von Deckenhaken zum Tragen.

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Methode 1: Deckenhaken in Balken montieren

Wenn Sie Holzbalken an oder in Ihrer Decke haben, ist diese Methode die richtige für Sie. Dafür brauchen Sie:

  • Leiter
  • Balkensucher bzw. Balkenfinder
  • Schraubhaken
  • Stift
  • Bohrmaschine
  • Schutzbrille
  • eine Plane unter Ihrer Arbeitsfläche

Falls die Balken unter ihrer Decke verborgen liegen, finden Sie sie mithilfe eines Gerätes – bekannt als Balkensucher oder Balkenfinder. Wenn Sie einen ausgemacht haben, gehen Sie am besten wie folgt vor:

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1. Die richtigen Haken auswählen

Welcher Haken für Sie in Frage kommt, hängt vom Gewicht des aufzuhängenden Gegenstandes ab. Wiegt er weniger als 2,5 Kilogramm, können Sie mitunter selbst klebende Haken verwenden und müssen gar nicht bohren. Hinweis: Diese Haken haften allerdings nur auf glatten Oberflächen. Zudem ist dies keine sonderlich sichere Methode, da sich die Haken irgendwann lösen können.

Bei Gegenständen mit einem Gewicht über 2,5 Kilogramm sollten Sie bohren. Je nach Größe kann auch bei der Art der Haken variiert werden: Ist der Gegenstand sehr klein, reichen Rundhaken oder Ösen. Bei größeren Gegenständen brauchen Sie große Haken oder Karabiner.

2. Das Bohren vorbereiten

Am sichersten ist es, die Haken im Balken zu positionieren. Wie schon angedeutet, hilft Ihnen bei der Suche unter dem Putz ein Balkensucher. Bei bereits sichtbaren Balken fällt dieser Schritt natürlich weg.

Wenn Sie einen passenden Balken gefunden haben, markieren Sie die Stellen, an denen die Haken angebracht werden sollen. Hinweis: Es empfiehlt sich, das Gewicht des Gegenstandes gleichmäßig auf zwei Haken zu verteilen. Suchen Sie unter diesen Voraussetzungen die passende Position für die Bohrungen aus.

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3. Die Haken in Decke oder Balken montieren

Wenn die Markierungen gemacht sind, können Sie mit dem Bohren beginnen. Auch bei sichtbaren Balken, die nicht unter Putz liegen, sollten Sie an den markierten Stellen zuerst Pilotlöcher bohren. Der Grund: Wenn Sie ohne Vorbohrlöcher an Holz arbeiten, kann es zu Spalten und Rissen kommen.

Der Bohrer sollte dabei einen etwas geringeren Durchmesser als die Schraube haben. Das Loch muss außerdem etwas tiefer sein, als der Gewindeschaft des Hakens lang ist. Diese Herangehensweise gilt sowohl für verborgene Holzbalken als auch für solche, die sichtbar unter der Decke liegen.

Wenn die Löcher gebohrt sind, drehen Sie die Haken im Uhrzeigersinn ein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht quer im Holz sitzen und klemmen. Wenn es am Ende händisch zu schwer wird, können Sie mit einer Zange nachhelfen. Die Haken sind fertig eingedreht, wenn der Schaft vollständig unter der Decke oder im Holz liegt und nur noch der Haken selbst hervorschaut.

Methode 2: Deckenhaken in Gipskarton montieren

An Kippdübeln in Rigipsdecken mit Hohlraum kann man Schaukel-Regale anbringen
Sitzen die Kippdübel fest in der Decke, kann man zum Beispiel ein hängendes Regal an ihnen anbringenFoto: myHOMEBOOK

Wenn Sie eine Gipskartondecke mit Hohlraum haben, ist diese Methode die richtige für Sie. Beim Schrauben über Kopf sollten Sie stets eine Schutzbrille tragen, da der Staub sonst in die Augen rieselt. Zudem ist es hilfreich, wenn Sie eine andere Person bitten, mit dem Saugstauber den Bohrstaub aufzufangen. Zum Bohren in die Gipskartondecke brauchen Sie:

  • Leiter
  • Hohlraum- oder Kippdübel
  • Stift
  • Bohrmaschine
  • Schutzbrille
  • Plane unter Ihrer Arbeitsfläche

1. Die richtigen Haken auswählen

Bei Gipskartondecken mit Hohlraum brauchen Sie zum Anbringen von Haken Hohlraum- oder Kippdübel. Die sind auch unter der Bezeichnung Anker mit Haken bekannt. Wichtig ist, dass Sie keine Plastikhaken verwenden – die eignen sich nur für vertikale Wände, an denen leichte Gegenstände angebracht werden sollen.

Bei Rigipsdecken mit Hohlraum braucht man Kippdübel, um Haken in der Decke zu befestigen
So sehen die Flügel eines Kippdübels aus, die später innerhalb der Decke aufliegenFoto: myHOMEBOOK

Die Größe der Hohlraumdübel ist abhängig von der Dicke der Wandplatte und dem Gewicht des Gegenstands, der angebracht werden soll. Lassen Sie sich hierzu im Baumarkt beraten.

2. Das Bohren vorbereiten

Markieren Sie die Stellen an Ihrer Decke, an denen die Haken später sitzen sollen. Auf der Verpackung Ihrer Hohlraumdübel ist die nötige Größe des Bohrlochs angegeben. Falls dies nicht der Fall ist, messen Sie einfach die Basis des geschlossenen Dübels und stellen den Bohrer dementsprechend ein.

3. Die Haken in der Decke montieren

Bohren Sie jetzt die Löcher in die markierten Stellen. Vorsicht: Sobald Sie den Hohlraum erreichen, rutscht der Bohrer leicht in die Decke hinein, weil es aufgrund des Hohlraums keinen Widerstand mehr gibt.

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Klappen Sie jetzt die Flügel der Dübel zusammen und schieben Sie sie in die Bohrlöcher. Sollte der Durchmesser noch nicht groß genug sein, bohren Sie einfach nach und machen dabei gegebenenfalls leichte Kreisbewegungen, um den Durchmesser zu erweitern – hierbei besonders vorsichtig sein, um die Löcher nicht zu groß zu bohren.

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Passen die Dübel durch das Loch, müssen Sie darauf warten, dass sich die Flügel im Hohlraum öffnen. Wenn dies passiert ist, kann die Schraube nicht mehr heruntergezogen werden und liegt auf der Decke auf.

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Jetzt müssen Sie die Schraube anziehen, damit die Flügel nach unten geschraubt werden und wirklich sicher anliegen.

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Methode 3: Deckenhaken in einer Betondecke montieren

Wenn Sie eine Betondecke haben, ist die Anbringung von Deckenhaken einfacher, denn diese Decken können in der Regel an jeder Stelle ausreichend Gewicht tragen. Allerdings reicht dafür üblicherweise keine übliche Bohrmaschine, sondern man benötigt für Beton eine Schlagbohrmaschine oder sogar einen Bohrhammer. Diese schweren Bohrmaschinen kann man in jedem Baumarkt ausleihen. Für die Haken in der Betondecke brauchen Sie:

  • Leiter
  • Ringschrauben und passende Dübel
  • Stift
  • Schlagbohrmaschine oder einen Bohrhammer
  • Schutzbrille
  • Plane unter Ihrer Arbeitsfläche

1. Die richtigen Haken auswählen

Die einfachste Möglichkeit, bei einer Betondecke Haken in der Decke zu befestigen, ist die Kombination aus einem hochwertigen Dübel und einer dazu passenden Ringschraube. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich im Baumarkt beraten.

2. Das Bohren vorbereiten

Wie auch bei den anderen Methoden müssen Sie die Stellen an der Decke markieren, an denen die Haken später sitzen sollen. Achten Sie zudem auf einen sicheren Stand auf der Leiter. Beim Arbeiten mit der Schlagbohrmaschine muss man oft einiges an Druck gegen die Decke aufbringen, mit dem Bohrhammer geht es leichter.

3. Die Haken in der Decke montieren

Beim Bohrvorgang selbst verhält es sich genauso wie bei einer vertikalen Wand. Sie setzen die Bohrmaschine im richtigen Winkel an und Bohren an den vorgezeichneten Stellen in die Decke. Mit dem Unterschied, dass man hier über Kopf bohrt. Deshalb Schutzbrille nicht vergessen!

Anschließend prüfen Sie mit den Dübeln, ob die Löcher groß genug sind. Sollte dies der Fall sein, setzen Sie die Dübel ein und drehen die Ringschrauben rein.