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Handwerker-Basics

In 5 Schritten richtig bohren

Mit diesen Schritten wird Ihnen erklärt, wie Sie richtig bohren
Um beim Bohren Fehler zu vermeiden, sollte auf bestimmte Schritte geachtet werdenFoto: Getty Images

Eine der vielen Herausforderungen beim Heimwerken ist der Umgang mit der Bohrmaschine. Welche ist die richtige für meine Vorhaben? Welche Dübel brauche ich? Und wie verhindere ich, ein zu großes Loch zu bohren? myHOMEBOOK hat die ideale Anleitung, die genau diese Probleme löst.

Schritt 1: Das Bohrloch genau bestimmen

Zuerst müssen Sie bestimmen, wo Sie bohren möchten. Sobald Sie das wissen, muss die betroffene Wand auf Strom- und Wasserleitungen untersucht werden. Das tun Sie am besten mit einem Multidetektor, der auf Stromleitungen und Metalle reagiert. Diese gibt es im Baumarkt schon für ein paar Euro.

Auch ohne Gerät sollten Sie sich Folgendes merken: Stromleitungen verlaufen in der Regel in sogenannten Installationszonen vertikal und horizontal in der Wand. Besonders vorsichtig sollten Sie um Steckdosen (sowohl senkrecht als auch waagerecht) sein. Das Gleiche gilt etwa 15 bis 45 Zentimeter oberhalb des Fußbodens sowie unterhalb der Decke. Gefährlich kann es auch etwa zehn bis 30 Zentimeter neben Fenstern, Zimmerecken und Türrahmen werden.

Schlägt das Gerät bei einer Überprüfung der Wand nicht aus, können Sie die gewünschte Bohrstelle markieren.

Schritt 2: Den richtigen Bohrer auswählen

Welcher Bohrer für Sie der richtige ist, hängt davon ab, in welche Wand Sie bohren möchten. Dabei gilt:

Abhängig vom Material muss außerdem zwischen einem Steinbohrer, einem Holzbohrer und einem Metallbohrer unterschieden werden.

Schritt 3: Die richtigen Dübel auswählen

Für das Bohren wichtig ist natürlich auch der richtige Dübel. Hier eine Übersicht:

Wichtig ist, dass die Größe des Bohrers dem des Dübeldurchmessers entspricht.

Hinweis: Bei porösen Wänden sollte man einen kleineren Bohrerdurchmesser wählen, ansonsten drohen zu große Bohrlöcher.

Auch interessant: Darf ich als Mieter in eine Fliese bohren?

Schritt 4: Die Tiefe des Bohrlochs bestimmen

Um die Tiefe des Bohrlochs bestimmen zu können, gibt es eine einfache Rechnung:

Bohrlochtiefe = Länge des Dübels + Durchmesser des Dübels

Damit Sie im Endeffekt nicht versehentlich doch tiefer bohren, sollten Sie die Länge auf Ihrem Bohrer markieren, beispielsweise mit einem Gummi, einer farbigen Markierung oder einem Stück Klebeband.

Hinweis: Einige Maschinen haben einen verstellbaren Tiefenanschlag. In diesem Fall müssen Sie keine Markierung vornehmen.

Schritt 5: Endlich bohren!

Wenn Sie all diese Vorkehrungen getroffen haben, können Sie endlich mit dem Bohren beginnen. Auch hierbei gibt es einige Griffe, die Ihnen die Arbeit erleichtern und mehr noch für saubere und professionelle Ergebnisse sorgen:

  • Um herumfliegenden Baustaub zu vermeiden, befestigen Sie einen Briefumschlag oder eine kleine Pappkiste mit Malerkrepp unter der Bohrstelle.
  • Setzen Sie den Bohrer im rechten Winkel an die Wand.
  • Bohren Sie gleichmäßig und üben Sie keinen starken Druck auf die Maschine aus.
  • Bei Stein- und Betonwänden muss nach einer ersten Bohrung die Schlagbohrfunktion eingestellt werden, um die gewünschte Bohrlochtiefe erreichen zu können.

Hinweis: Maschinen überhitzen schnell, wenn zu viel Druck auf sie ausgeübt wird. Ziehen Sie den Bohrer deshalb immer mal wieder aus dem Bohrloch heraus, damit die Maschine abkühlen und außerdem der entstandene Staub austreten kann.

Haben Sie das Loch in der gewünschten Tiefe gebohrt, müssen Sie es mithilfe eines Staubsaugers reinigen, damit Dübel und Schraube genügend Halt finden. Überprüfen Sie anschließend mit dem Dübel, ob das Loch passt. Wenn es zu klein ist, wiederholen Sie den oben beschriebenen Bohrvorgang noch einmal mit einer größeren Bohrmaschine.

Es kann natürlich auch passieren, dass das Bohrloch zu groß ausfällt. Deswegen müssen Sie aber nicht gleich ein neues Loch bohren. Fügen Sie einfach Spachtelmasse in das zu große Loch hinzu und drücken Sie den Dübel rein. Das Ganze lassen Sie etwa zwei Stunden trocknen, bevor sie die Schraube dann in den Dübel drehen.

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