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Vorher prüfen

Aus welchem Material besteht meine Wand?

Mit Bohrstaub lässt sich der Wandtyp erkennen und bestimmen
Bevor man die Bohrmaschine ansetzt, sollte man den Wandtyp bestimmenFoto: Getty Images

Wer ein Bild oder Regal an der Wand befestigen möchte, sollte die Beschaffenheit der Wand kennen. Denn danach richtet sich die Auswahl der entsprechenden Bohrmaschine, des Bohrers und auch des geeigneten Dübels. Wie man den Wandtyp feststellt.

Einfach mal schnell ein Loch in die Wand bohren? Keine gute Idee. Zum einen sollte man vorab prüfen, ob sich an der Stelle Leitungen in der Wand befinden. Zum anderen sollte man wissen, um welchen Wandtyp es sich handelt. Denn mit einem Akkubohrer hat man bei einer massiven Betonwand kaum Aussicht auf Bohr-Erfolg. Und für eine Gipskartonwand sind spezielle Dübel nötig. Mit einer kleinen Probebohrung und der Analyse des Bohrstaubs lässt sich jedoch ganz leicht der Wandtyp erkennen.

Wandtyp erkennen – mit einer Probebohrung

Durch ein kleines Loch an einer unauffälligen Stelle kann man anhand des Bohrstaubs feststellen, um welchen Wandtyp es sich handelt. Das Loch muss dazu nicht besonders tief sein. Bevor man die Bohrmaschine ansetzt, sollte man jedoch sicherstellen, dass sich an der Stelle keine Wasser- oder Stromleitungen in der Wand befinden. Wenn man sich unsicher ist, hilft ein digitales Leitungssuchgerät, das man für wenig Geld im Baumarkt ausleihen kann.

Was man für die Probebohrung benötigt:

  • Bleistift
  • Schlagbohrmaschine
  • Steinbohrer
  • Kaffeefilter oder Post-It zum Auffangen des Bohrstaubs

Eine Schlagbohrmaschine kann man in jedem Baumarkt ausleihen. Damit sollte man in die meisten Wände bohren können. Falls nicht, hilft nur noch der Bohrhammer. Ein Akkubohrer eignet sich maximal bei Mauerwerk, nicht jedoch bei Beton.

Tipp: Ein unter dem Bohrloch befestigter Kaffeefilter, ein umgeknicktes Post-It oder auch ein Briefumschlag eignen sich auch bei normalen Bohrungen als Auffanghilfe, damit der Staub nicht auf den Boden rieselt. Eine andere Möglichkeit: Eine zweite Person hält den Staubsauger.

Die Probebohrung in 4 Schritten erklärt:

  1. Zuerst die Position mit dem Bleistift markieren.
  2. Dann die Bohrmaschine gerade ansetzen.
  3. Jetzt ein Loch bohren (ein Zentimeter reicht).
  4. Dabei den Bohrstaub auffangen.

Das Bohrloch anschließend mit Spachtelmasse verschließen. Dazu sollte das Loch frei von Staub sein – am besten noch einmal mit dem Staubsauger reinigen. Anschließend kann man den anfallenden Bohrstaub untersuchen, um den Wandtyp zu erkennen.

Auch interessant: Mit diesen zwei Tricks bohrt man Löcher immer gerade

Bohrstaub analysieren

Der Bohrstaub liefert Erkenntnisse über das Material der Wand. Es kommt vor allem auf die Farbe, aber auch die Konsistenz an.

  • Grau-weißer, fein-krümeliger Staub: Die Wand ist aus Beton. Diese Beschaffenheit hat man möglicherweise bereits beim Bohren festgestellt, da Beton üblicherweise das härteste Wandmaterial ist.
  • Weißer, schmieriger Staub: Ist der Bohrstaub nicht so rieselfein und schmiert leicht zwischen den Fingern, handelt es sich in der Regel um Porenbeton, auch Kalksandstein oder Lochstein genannt.
  • Roter Bohrstaub: Leicht zu erkennen ist der rötlich gefärbte Staub, der von einem Mauerwerk aus Ziegeln herrührt.
  • Feines, weißes und klebriges Mehl: Die mehlige Konsistenz und die Tatsache, dass das Material am Bohrer kleben bleibt, lässt auf eine Wand aus Gipskarton schließen. Hier ist beim Bohren auch nur ein geringer Widerstand spürbar.
Roter Bohrstaub bedeutet, dass die Wand aus Mauerwerk aus Ziegelsteinen besteht
Roter Bohrstaub bedeutet, dass die Wand aus Mauerwerk, also Ziegelsteinen bestehtFoto: Getty Images

Kann man den Wandtyp auch durch Klopfen erkennen?

. Zudem kann es sein, dass die Wand leicht mitschwingt. Bei allen anderen Materialien hört man maximal ein dumpfes Geräusch, das deutlich leiser ist.

Welcher Dübel für welche Wand?

Wenn man weiß, um welchen Wandtyp es sich handelt, wählt man den entsprechenden Dübel. Eine Übersicht über die Dübelarten und wofür man sie verwendet: