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Nicht gleich wegschütten

Wofür man Nudelwasser noch verwenden kann

Nudeln sind ein Dauerbrenner in der Küche. Sie sind schnell gemacht – nach dem Kochen wird das Nudelwasser aber einfach weggeschüttet. Doch dafür ist es eigentlich viel zu schade! Denn Nudelwasser ist ein echter Alleskönner im Haushalt.

Die Deutschen lieben Nudeln! In den 90ern wurden pro Kopf und Jahr noch 4,6 Kilogramm Nudeln gegessen – 2020 sind es schon 9,5 Kilogramm gewesen, berichtet der Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller. Sobald die Nudeln „al dente“ sind, wird das Nudelwasser weggeschüttet – dabei kann man es noch weiterverwenden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um das Nudelwasser noch mal zu benutzen, denn es ist ein vielfältiges Hausmittel. Welche das sind, sehen Sie oben im Video.

1. Moos und Unkraut entfernen

Heißes Nudelwasser ist ein guter Helfer im Garten – denn Moos und Unkraut können damit bekämpft werden. Einfach das heiße Wasser direkt auf die betroffene Stelle gießen. Die Stärke im Nudelwasser verstopft die Pflanzenporen und die oberirdischen Pflanzenteile werden verbrüht. Am Ende muss dann nur noch die Wurzel aus dem Boden gezogen werden – so treiben Moos und Unkraut nicht wieder aus.

2. Blumen gießen

Nudelwasser ist reich an Mineralien – und die brauchen Pflanzen, um zu wachsen. Man kann es für das Gemüsebeet oder den Blumentopf zum Gießen weiterverwenden – das Wasser sollte aber vorher abkühlen und maximal noch lauwarm sein. Erst danach sollten die Pflanzen damit gegossen werden, weil heißes Wasser ihnen schaden könnte. Außerdem sollte man auf den Salzgehalt achten – denn auch zu viel Salz ist nicht gut für die Pflanzen.

3. Abwasch erledigen

Nudelwasser kann man auch für den Abwasch weiterverwenden – es hilft bei verkrusteten Pfannen und angebrannten Töpfen. Die darin enthaltene Stärke löst selbst hartnäckige Verschmutzungen. Das Geschirr am besten direkt nach der Benutzung mit dem heißen Nudelwasser einweichen – danach kann alles mit klarem Wasser abgespült werden.

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4. Abfluss reinigen

Auch ein verstopfter Abfluss wird mit Nudelwasser wieder frei. Das heiße Wasser in den Abfluss gießen und dann die Verstopfung mit einem Pümpel bearbeiten. Das Nudelwasser löst fetthaltige Ablagerungen allein durch die Hitze. Gießt man das Topfwasser regelmäßig in den Abfluss, beugt das auch künftige Verstopfungen vor.

5. Brot backen oder Soßen binden

Für einen guten Brot- oder Pizzateig braucht es unter anderem Wasser und Salz. Beides ist im Nudelwasser enthalten – statt Leitungswasser kann deshalb auch das abgekühlte Nudelwasser verwendet werden. Das stärkehaltige Nudelwasser eignet sich außerdem hervorragend für das Binden von Soßen und Suppen, aber auch für Pestos und Dips. Diese werden besonders cremig und sämig, wenn etwas Nudelwasser während des Kochens untergerührt wird.

6. Hülsenfrüchte einweichen

Linsen, Bohnen, Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte werden vor dem Kochen für ein paar Stunden eingeweicht. Das verkürzt nicht nur die Garzeit, sondern macht sie auch verträglicher, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung. Denn das für Blähungen verantwortliche, unverdauliche Kohlenhydrat Stachyose geht dabei ins Einweichwasser über. Verwendet man dafür das Nudelwasser, schmecken Hülsenfrüchte auch noch aromatischer.

7. Kleber ohne Chemie

Nudelwasser kann man auch zum Basteln weiterverwenden. Denn daraus kann Klebstoff hergestellt werden. 60 Gramm Mehl in 200 Milliliter kochendes Nudelwasser geben. Dann muss das Gemisch nur noch abkühlen. Anschließend die zähflüssige Masse in Schraubgläser füllen und als Bastelkleber verwenden.

8. Wellness für Haare und Füße

Ein Fußbad mit frischem Nudelwasser soll gegen geschwollene Füße helfen und Schmerzen lindern. Und dank der darin enthaltenen Mineralien wird die Haut auch noch geschmeidiger. Nudelwasser ist aber auch ideal für den Kopf. Dort kann es als Kur verwendet werden. Einfach in die Haare einmassieren, 10 Minuten einwirken lassen und danach wie gewohnt mit dem Shampoo die Haare waschen. Das sorgt für Glanz und Struktur.

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