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Es drohen 10.000 Euro Bußgeld!

Streusalz verboten – 5 umweltfreundliche Alternativen

Mann verteilt Streusalz auf der Straße
Streusalz darf in vielen Gemeinden nur vom professionellen Winterdienst eingesetzt werdenFoto: Getty Images

Bleibt der Schnee im Winter liegen, muss man zur Schneeschaufel greifen. Auch Streusalz wird gerne eingesetzt, um Schnee oder Eis zu beseitigen. Das ist jedoch nicht nur umweltschädlich, sondern auch für Privatpersonen verboten. Auf welche umweltfreundlichen Alternativen man zurückgreifen kann.

Mit etwas Glück schneit es bereits in der Vorweihnachtszeit. Und was gibt es schöneres als weiße Weihnachten? Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Mühseliges Schneeschaufeln zählt dann nämlich zu den täglichen To-dos. Wer auf das Schippen keine Lust hat, oder sich zumindest die Arbeit erleichtern möchte, nutzt Streusalz. Das ist jedoch in vielen Städten nicht erlaubt. myHOMEBOOK stellt umweltfreundliche Alternativen zu Streusalz vor.

Darf ich im Winter Streusalz verwenden?

Bei Schnee und Eis ist Streusalz die attraktivste Methode, den Niederschlag zu beseitigen oder gar zu verhindern. Allerdings verbieten die meisten Gemeinden und Städte den Gebrach für Privatpersonen. Ausnahmen sind hartnäckige Vereisungen, Blitzeis oder Eisregen. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro rechnen. Eine einheitliche Regelung der Länder oder des Bundes gibt es nicht. Wer nicht weiß, ob in seiner Stadt Streusalz für Privatpersonen verboten ist, kann bei der örtlichen Gemeindeverwaltung nachfragen.

Der Grund für das Verbot liegt vermutlich an einer falschen und übermäßigen Anwendung: Für einen wirkungsvollen Einsatz benötigt das Salz die richtige Konsistenz, Temperatur und auch Streutechnik. Zusätzlich greifen Privatpersonen zu schnell zum Streusalz und verwenden oft zu viel. Obwohl es zu einem großen Teil aus Natriumchlorid, also Kochsalz, besteht und damit weitestgehend ungiftig ist, schaden große Mengen der Umwelt.

Mit dem geschmolzenen Schnee gelangt das Salz in den Erdboden und so in das Grundwasser. Das kann verschiedene Folgen mit sich führen: Pflanzenwurzeln verkümmern durch das Salz. Dadurch wird die Nährstoff- und Wasseraufnahme beeinträchtigt. Bei Bäumen kann das ziemlich gefährlich werden. Durch das Absterben der Wurzel können Bäume sogar umstürzen. Zusätzlich gefährdet es das Öko-System von Flüssen und Seen. Auch für Tierpfoten ist das Salz schädlich.

Hinweis: Auch andere Auftaumittel und salzhaltige Lösungen, zum Beispiel Gurkenwasser, sind für Privatpersonen vielerorts untersagt.

Dazu passend: Wer ist für das Schneeräumen verantwortlich?

Umweltfreundliche Alternativen zum Streusalz

Als Alternativen stehen sogenannte abstumpfende Streumittel zur Verfügung. Das sind:

  • Sand
  • Granulat
  • Asche
  • Kalkstein
  • Ton

Während Streusalz die Aufgabe hat, den Schnee zu schmelzen, sorgen die abstumpfenden Mittel lediglich für mehr Halt auf den rutschigen Flächen. Sand, Asche und Co. lösen das Eis also nicht auf. Dafür sind sie umweltfreundlich. Der Beweis ist das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“, den man auf der Verpackung findet. Der Vorteil dieser Methoden ist es, dass die Mittel wieder zusammengefegt und erneut verwendet werden können.

Kiessplitt als Alternative

Auch Kiessplitt stellt eine geeignete Alternative zum Streusalz dar. Die Steinchen reduzieren die Rutschgefahr auf vereisten Flächen. Jedoch kann der Splitt bei häufigem Wetterwechsel seine Wirkung verlieren. Umweltfreundlich ist diese Methode leider auch nicht. Kiessplitt ist oft mit Schwermetall belastet. Zusätzlich verschmutzt der Gummiabrieb von Autoreifen die Bruchsteine. Damit wird Splitt als Sondermüll eingestuft, welcher in der Entsorgung sehr kostspielig ist.

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