Gerade in der dunklen Jahreszeit zünden wir oft Kerzen an. Wenn sie abgebrannt sind, bleibt meist Wachs übrig, das häufig einfach entsorgt wird. Dabei lässt es sich auch sinnvoll weiterverwenden. Der Kerzenfresser bietet dafür eine unkomplizierte Lösung: Statt das Restwachs wegzuwerfen oder mühsam neue Kerzen herzustellen, kann man es auf einfache Weise weiter nutzen und so etwas Gutes daraus machen. myHOMEBOOK erklärt, was ein Kerzenfresser ist und wie genau er funktioniert.
Dafür nutzt man einen Kerzenfresser
Ein Kerzenfresser, manchmal auch Kerzenrestefresser oder Wachsfresser genannt, macht seinem Namen alle Ehre, denn er „frisst“, im wahrsten Sinne des Wortes, Kerzenreste. Es handelt sich dabei nämlich um eine Dauerkerze, die immer wieder aufgefüllt wird.
Ein Kerzenfresser ist ein hitzebeständiges Gefäß, meist aus Stein oder Keramik, in welchem ein Spezialdocht sitzt. Wenn die Kerze brennt, kann restliches Wachs hinzugegeben werden. Man sollte allerdings stets darauf achten, dass der Docht nicht im Wachs untergeht. Auch sollte das Wachs nie vollständig verbrennen, ein Rest sollte immer im Gefäß bleiben. Zumeist findet man Kerzenfresser auf Nostalgie-, Weihnachts- oder Mittelaltermärkten oder in Deko-Shops.
Vor- und Nachteile eines Kerzenfressers
Auf den ersten Blick wirkt der Wachsfresser durchaus positiv, allerdings sollte man vor einer Anschaffung die Vor- und Nachteile gründlich abwägen.
Vorteile des Wachsfressers
Ein Kerzenfresser ist nachhaltig, da Wachsreste verwertet und nicht entsorgt werden müssen.
Man kann Geld sparen, da man seine Kerze mit Resten am Leben hält. Der Neukauf von Kerzen wird reduziert.
Kann zum Highlight in der Wohnung oder im Garten werden, da Kerzenfresser zumeist dekorativ hochwertig gestaltet sind.
Ein Kerzenfresser ist ein Gegenstand, den man sich nicht regelmäßig neu anschafft, die Kosten können daher etwas hochpreisig sein.
Das Behältnis kann sehr warm werden, ein Umplatzieren nach dem Entzünden ist also nur bedingt möglich.
Je nach Modell kann der Docht nicht ausgetauscht werden, da er fest im Kerzenfresser platziert ist.
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Kerzenfresser selbst herstellen
Einen Wachsfresser muss man nicht unbedingt kaufen, man kann ihn auch selbst herstellen.
Die gesammelten Wachsreste gibt man in ein feuerfestes Gefäß. Idealerweise handelt es sich um eine Schale, die auch in Zukunft als Kerze verwendet werden soll, schreibt der Naturschutzbund Deutschland (NABU):
Die Schale wird im nächsten Schritt in einem Wasserbad so lange erhitzt, bis das Wachs vollständig geschmolzen ist. Die Dochtreste können mit einem Schaschlikspieß oder einem Löffelrücken entnommen werden.
Zum Schluss lässt man das Wachs in der Schale etwas erkalten und sticht mithilfe eines Zahnstochers Löcher in das Wachs. In diese werden die zuvor gekauften Dochte eingeführt.
Alternativ kann man auch Vorrichtungen kaufen, um einen Docht aus anderen Materialien wie Stoff einzusetzen.
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