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Gardening

Braucht man wirklich Anzuchterde, damit die Samen besser keimen? 

Wofür braucht man Anzuchterde?
Statt herkömmlicher Blumenerde sollte es manchmal Anzuchterde seinFoto: Getty Images

Nicht jede Pflanze wächst auf jedem Boden gleich gut. Die einen mögen es zum Bespiel lieber sauer, andere bevorzugen eine kalkhaltige Erde. Doch als Samen gedeihen sie alle am besten in Anzuchterde. myHOMEBOOK verrät, ob Hobbygärtner die Erde wirklich für eine erfolgreiche Aussaat benötigen.

Damit Stecklinge und Samen optimal wachsen und gedeihen, empfiehlt es sich für Hobbygärtner, Anzuchterde zu verwenden. Diese bietet den jungen Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen. Warum das so ist und wie man Aussaaterde auch ganz leicht selber machen kann im Überblick.

Was macht Anzuchterde aus?

Anzuchterde enthält viel Humus und Sand, was sie lockerer und durchlässiger als herkömmliche Erde macht. Sie kann dadurch gut Wasser sowie Sauerstoff speichern und später an die Pflanzen abgeben. In der Erde befinden sich kaum Nährstoffe, was wichtig für Jungpflanzen ist. Dadurch müssen sie sich selbst auf die Suche nach Nährstoffen begeben, wobei sie ihre Wurzeln ausbilden.

Außerdem ist diese Spezialerde weitestgehend frei von Keimen, Schädlingen, Samen und anderen Pflanzenteilen, was wichtig ist, da die Keim- oder Stecklinge noch sehr schwach und dadurch anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.

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Die Unterschiede zu herkömmlicher Blumenerde im Überblick

  • Anzuchterde enthält nur wenig Nährstoffe.
  • Sie ist frei von Mineralsalzen.
  • Sie ist nahezu frei von Keimen und anderen Pflanzenteilen.
  • Die Erde hat eine sehr lockere Konsistenz.
  • Sie kann Wasser und Sauerstoff besser speichern.

Ist Anzuchterde wirklich notwendig?

Es kann Hobbygärtnern auch gelingen, ihre jungen Pflanzen und Samen in herkömmlicher Blumenerde großzuziehen. Allerdings besteht hier eine größere Gefahr, dass die Samen entweder nicht keimen oder sogar verschimmeln. Junge Pflanzen bilden durch den hohen Nährstoffgehalt regulärer Erde zudem nur ein schlechtes Wurzelsystem aus. So können Hobbygärtner zwar erfolgreich Setzlinge ansiedeln, jedoch ist es wahrscheinlich, dass sich diese nicht gut entwickeln.

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Anzuchterde selbst herstellen

Aus Gartenerde, Sand und gut gereiftem Kompost kann jeder schnell und einfach selbst Anzuchterde herstellen. Jeweils ein Drittel aller Komponenten zuerst einzeln sieben, dann miteinander vermengen und anschließend bei 120 Grad für 45 Minuten in den Backofen geben. Dadurch wird die Erde sterilisiert. In diesem Artikel erfahren Sie mehr dazu.

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