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Zeitpunkt, Werkzeug, Schnittarten

Wie und wann Sie Bäume richtig beschneiden

Mann beim Beschneiden eines Baums
Der regelmäßige Schnitt bei Bäumen ist gut für das Wachstum – bei Obstbäumen erhöhen sich auch die ErträgeFoto: Getty Images

In freier Wildbahn wachsen Bäume ohne regelmäßigen Schnitt. Im Garten ist ein das Beschneiden aber sinnvoll. Ein Ertragsschnitt bei Obstbäumen etwa fördert die Fruchtbildung. myHOMEBOOK erklärt, wie und wann Sie den Schnitt vornehmen sollten.

Bäume beschneiden – wann und wie? Diese Frage wird unter Gärtnern oft zur Fachsimpelei genutzt. Und jeder Gartenliebhaber hat da so seine eigene Philosophie. Es gibt verschiedene Gründe für einen Baumschnitt. Häufig werden Bäume wegen der Optik zurecht gestutzt, etwa um überstehende Äste zu entfernen oder den Durchmesser der Krone zu verkleinern. Es gibt aber auch weitere gute Gründe und Dinge, die Sie beachten sollten.

Wann Sie keinen radikalen Baumschnitt vornehmen dürfen

Wie beim Heckenschneiden gibt es gesetzliche Vorschriften für den Baumschnitt: vom 1. März bis zum 30. September ist ein Radikalschnitt nicht erlaubt. In der Zeit gilt laut Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ein Bestandsschutz, um Brutstätten von Tieren nicht zu gefährden. Bei Zuwiderhandlungen drohen empfindliche Geldbußen. Maßnahmen, die der Pflege dienen, etwa Form- und Pflegeschnitte sind hingegen gestattet. Dabei müssen Sie aber auf brütende Tierarten achten.

Auch interessant: Wie Sie Hecken richtig schneiden und in Form bringen

Der richtige Zeitpunkt, um Bäume zu beschneiden

Wenn es kälter als minus fünf Grad Celsius wird, sollten Sie die Astschere aber besser im Geräteschuppen lassen. Die Äste werden dann nicht sauber abgeschnitten, sondern gequetscht oder brechen ab. Diese Stellen verheilen nicht so gut wie glatte Schnittstellen.

Das richtige Werkzeug für den Baumschnitt

Damit der Baumschnitt locker von der Gärtnerhand geht, brauchen Sie richtiges Werkzeug. Dazu gehören:

  • eine Gartenschere
  • eine Astschere
  • Sägen (Klapp- und Bügelsäge)
  • Okuliermesser

Bei höher gelegenen Ästen darf natürlich eine Leiter nicht fehlen.

Die verschiedenen Schnittarten

Der Pflanzschnitt: Der Pflanzschnitt fördert in erster Linie das Anwachsen und die Kronenbildung von Bäumen. Dabei wird der Baum auf den Haupttrieb und drei bis vier Nebentriebe zurückgeschnitten.

Der Ertragsschnitt: Beim Ertragsschnitt, etwa bei Obstbäumen, wird unter anderem die Baumkrone ausgelichtet. Das fördert die Fruchtbildung, denn so kann sich der Baum auf seine Früchte konzentrieren und nicht auf überflüssige Äste und Blätter. Außerdem beschatten überflüssige Grüntriebe die Blätter der fruchttragenden Äste.

Der Formschnitt: Hierbei wird der Baum sozusagen in Form gebracht, etwa durch Rückschnitt der Kronendurchmesser verkleinert. Außerdem werden überflüssige Äste entfernt.

Der Entlastungsschnitt: Er dient der Gesundhaltung von Bäumen und wird zum Beispiel bei stark einseitigen Kronen oder sehr ausladenden Ästen empfohlen. Sonst besteht die Gefahr, dass starker Wind oder eine hohe Schneelast die Äste herunterbrechen. Außerdem werden beim Entlastungsschnitt durch Schädlinge oder Sturm geschädigte Äste entfernt.

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