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Italienische Strohblume

Currykraut bringt Würze ins Gartenbeet

Currykraut im Garten anpflanzen, pflegen und ernten
Wird Currykraut als Tee aufgebrüht, wirkt es bei Husten entgiftend Foto: Getty Images

Nach einem lauen Sommerregen oder an heißen Tagen duftet der Garten plötzlich verführerisch nach Curry? Dann liegt es am hierzulande noch recht unbekannten Currykraut. Mit ihren kleinen gelben Korbblüten macht die mediterrane Pflanze auch optisch einiges her. In Topf oder Kübel angepflanzt, bereichert das anspruchslose Gewächs Kräuterbeet wie Gewürzregal gleichermaßen.

Mit dem indischen Currypulver hat das gleichnamige Kraut nichts zu tun. Und doch erinnern Duft und Geschmack des Currykrauts (Helichrysum italicum) sehr an das fremdländische Gewürz. Ursprünglich in mediterranen Gefilden heimisch, gilt das zu den Korbblütlern (Asteraceae) gehörende Gewächs in hiesigen Kräuterbeeten noch als Exot. Dabei ist die Immortelle, die auch als italienische Strohblume bekannt ist, ein sehr anspruchsloses und robustes Gewächs. So lässt sich das Currykraut mit den silbrig-grünen Blättern leicht kultivieren und äußerst vielfältig einsetzen.

Wofür kann man Currykraut verwenden?

Ob für die Hausapotheke oder das Gewürzregal: Currykraut findet auf vielerlei Art und Weise Verwendung. Seine ätherischen Öle, Bitterstoffe und Flavonoide wirken sich positiv auf das Immunsystem und die Verdauung aus. Aufgrund seiner krampflösenden und entzündungshemmenden Wirkung sind die Blüten des Krautes als Tee zubereitet auch ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungssymptomen wie Heiserkeit und Husten. Wird Currykraut zu Salbe verarbeitet, lindert es beispielsweise nach einem Sonnenbrand trockene, juckende und brennende Haut. Auch als Badezusatz wirkt Currykraut ausgesprochen wohltuend.

Ebenso lohnt sich der Griff zum Currykraut beim Würzen und Kochen. Ob frisch oder getrocknet, verleiht es vor allem mediterranen und asiatischen Speisen die passende Note. Dabei kann es nahezu universell für Fisch, Fleisch oder Salat verwendet werden. Auch in einer aromatischen Kräuterbutter macht sich die feine Currynote sehr gut.

Tipp: Für die Zubereitung des Currykrauts eignen sich nur die Blätter, die am besten vor der Blütezeit geerntet werden. Zu dieser Zeit ist das Aroma am gehaltvollsten. Die Blätter sollten für die Zubereitung nicht gehackt und nur kurz gegart werden. So vermeidet man einen bitteren Geschmack.

Wie man die italienische Strohblume richtig kultiviert – Tipps

Wer noch ein Plätzchen im Kräuterbeet erübrigen kann, kann ohne viel Aufwand den ganzjährig grünen, mehrjährigen Halbstrauch mit den nadelförmigen Laubblättern zu sich nach Hause holen: 

  • Pflanzzeitpunkt: Currykraut lässt sich von Frühjahr bis in den Herbst hinein pflanzen.
  • Vorzucht: Eine Aussaat und Vorkultur in Töpfen ist auf dem Fensterbrett im Frühjahr möglich. Nach den Eisheiligen können die Jungpflanzen nach draußen gestellt werden.
  • Pflanzabstand: 30 bis 40 Zentimeter
  • Standort: warmer, vollsonniger, geschützter Standort
  • Boden: Empfehlenswert ist spezielle Kräutererde. Ansonsten eignet sich kalkhaltige, durchlässige, sandige Pflanzerde.
  • Drainage: Currykraut verträgt keine Staunässe. Daher ist eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton im Topf empfehlenswert.
  • Kübel: In milden Gefilden ist es durchaus möglich, das mediterrane Gewächs ins Beet zu pflanzen. Ansonsten sollten Hobbygärtner es lieber im Topf oder Kübel kultivieren. Das Heil- und Küchenkraut ist trotz seiner mediterranen Herkunft erstaunlich robust. Jedoch ist es nicht winterhart.

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Currykraut optimal pflegen

Currykraut zählt zu den äußerst pflegeleichten Gesellen im Kräuterbeet. Der damit verbundene zeitliche Aufwand ist deshalb erfreulich gering:

  • Düngen: Currykraut verträgt in der Pflanzsaison alle vier Wochen flüssigen Kräuterdünger.
  • Bewässerung: regelmäßig, jedoch wohl dosiert, um Staunässe zu vermeiden
  • Schnitt: Ein leichter Rückschnitt ist empfehlenswert. Der Halbstrauch wird je nach Sorte bis zu 60 Zentimeter hoch.
  • Vermehrung: Stecklinge oder Aussaat
  • Krankheiten und Schädlinge: Currykraut gilt als erstaunlich robust sowohl gegenüber Schädlingen als auch Erkrankungen.
  • Frostschutz: Ein Frostschutz bestehend aus einer Weidenmatte und Laub ist ideal, um die nicht winterharte Pflanze für den Winter zu wappnen.

Wie erntet man Currykraut?

Kurz vor der Blüte (Juli bis September) ist Currykraut am aromatischsten. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich die Blätter am besten schneiden. Wer Currykraut nicht nur frisch verwenden möchte, kann es ebenso gut trocknen, einfrieren oder einlegen.

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