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Gehölze im Garten

Sträucher, Bäume, Hecken – was man im Herbst beschneiden sollte

Bäume, Sträucher, Hecken – Gehölze, die man im Herbst beschneiden darf und sollte
Im Herbst steht bei vielen Gehölzen im Garten ein Rückschnitt an, damit sie im kommenden Frühjahr wieder gut austreibenFoto: Getty Images

Wenn der Herbst Einzug im Garten hält, gibt es für Hobbygärtner noch einiges zu tun. Denn jetzt ist es an der Zeit, bestimmte Sträucher, Bäume und Hecken zu beschneiden. Neben dem richtigen Zeitpunkt kommt es dabei auch auf die Herangehensweise an.

Wenn der Spätsommer vorbei ist und die nass-kalte Jahreszeit anbricht, ist der Zeitpunkt gekommen, einigen Gehölzen im Garten einen Pflegeschnitt zu verpassen. Mit dem Kürzen und Entfernen von alten und abgestorbenen Ästen kann man dafür sorgen, dass Bäume, Sträucher und Hecken im kommenden Frühjahr wieder üppig wachsen. Mit dem Beschneiden von Gehölzen sollte man jedoch den Stichtag am 30. September abwarten, da davor kein großer Rückschnitt erlaubt ist.

Welche Gehölze kann man im Herbst beschneiden?

Wichtig vorab: Nicht alle Gehölze sollte man im Herbst beschneiden – diejenigen, die im Frühjahr blühen, nicht. Die Frühblüher bekommen erst nach dem Frühling und damit nach der Blütephase einen Schnitt. Allerdings kann man bei recht verwilderten Frühblühern im Herbst eine Ausnahme machen, damit sie im kommenden Gartenjahr wieder ansehnlich sind. Alle anderen Gehölze wie Sträucher, Bäume und Hecken kann man im Herbst beschneiden. Wie man dabei vorgeht, lesen Sie in der Übersicht.

Sträucher im Herbst beschneiden

Bei einem radikalen Schnitt im Herbst stutzt man die Sträucher auf Kniehöhe herunter. Diese Maßnahme ist vor allem dann sinnvoll, wenn man dem Gehölz eine neue Form verpassen möchte. Allerdings sollte man es dabei nicht übertreiben – im Zweifel lieber etwas weniger kürzen als zu viel.

Auch interessant: Immergrüne Sträucher – das sollten Sie vor dem Pflanzen wissen

Bei allen Sträuchern, die sich von der Basis aus verjüngen wie Haselnuss oder Holunder, sollte man ein Drittel der alten Triebe an der Basis kürzen. In der Regel reicht dies alle zwei bis drei Jahre. Das hat den Vorteil, dass die übrig gebliebenen Zweige bessere Licht- und damit Wachstumsbedingungen haben.

Bei Sträuchern wie Wildrose oder Forsythie ist es etwas anders. Denn diese Gehölze verjüngen sich von der Mitte aus. Hier schneidet man im Herbst zuerst die abgestorbenen und verkümmerten Zweige ab. Die übrig gebliebenen und älteren Triebe kürzt man dann bis zu einem Drittel. Damit haben die jüngeren Triebe bessere Bedingungen. Das Gleiche gilt auch für Beerensträucher, die dann im kommenden Frühjahr austreiben und neue Früchte ausbilden.

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Bäume im Herbst beschneiden

Auch Bäume zählen im Garten zu den Gehölzen, die man im Herbst beschneiden sollte. Dazu gehören Obstbäume wie Apfel-, Birnen- oder Kirschbäume. Allerdings sollte man darauf achten, nicht zu radikal zu schneiden. Sonst kann es passieren, dass der Baum im kommenden Jahr keine Früchte trägt. Bei Obstbäumen kann man sich mit dem Schnitt auch noch etwas Zeit lassen, denn sie vertragen auch im Winter einen Schnitt. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über den Baumschnitt:

Hecken im Herbst beschneiden

Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten, Gehölze wie Hecken radikal zu beschneiden. Danach und vor dem Winter ist es allerdings an der Zeit, der Hecke einen Schnitt zu verpassen. Von Mitte Oktober bis Anfang November befinden sich die Gehölze in der Regel in der Ruhephase und treiben nicht mehr aus. In diesem Zeitfenster kann ihnen auch ein stärkerer Schnitt nicht mehr viel anhaben. Zu kalt darf es aber nicht sein, da der Frost die Gehölze sonst schädigen kann. In diesem Artikel erfahren Sie, wie man beim Heckenschnitt richtig vorgeht.