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Gefräßiger Schädling

Früchte von Larven befallen – was hilft gegen den Himbeerkäfer?

Himbeerkäfer bekämpfen und loswerden
Während die Larven des Himbeerkäfers die Früchte befallen, bevorzugen die ausgewachsenen Käfer die Knospen des HimbeerstrauchsFoto: Getty Images

Bei braunen Stellen und Fraßschäden an Himbeeren im Garten könnten die Pflanzen von einem gefräßigen Schädling befallen sein – dem Himbeerkäfer. Wie Hobbygärtner den Käfer und seine Larven effektiv, aber mit natürlichen Mitteln bekämpfen können.

Himbeerkäfer (Byturus tomentosus) sind zwar klein, aber sie können großen Schaden an Himbeersträuchern anrichten. Und zwar gleich auf doppelte Art und Weise: Während die ausgewachsenen Käfer die Blüten bevorzugen, fallen die Larven über die Früchte her. Dabei können neben den bevorzugten Himbeeren auch Brombeeren, Äpfel, Kirschen oder Pflaumen auf dem Speiseplan stehen. Wie Hobbygärtner bei einem Befall richtig reagieren und welche natürlichen Methoden sich zur Bekämpfung eignen.

Wie erkennt man den Himbeerkäfer?

Der braune oder graue Himbeerkäfer ist relativ klein, er wird nur bis zu fünf Millimeter lang. Sein behaarter Körper ist oval geformt, zudem befinden sich kleine Punkte auf seinem Rücken. Die Larve wird auch Himbeermade genannt und ist ebenso unauffällig, wird allerdings bis zu acht Millimeter lang. Sie ist hellbraun gefärbt und hat auf dem Rücken dunklere Stellen. Zudem besitzt sie drei Beinpaare.

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Warum ist der Himbeerkäfer so schädlich?

Im Frühjahr kriecht der Himbeerkäfer aus der Erde, wo er den Winter verbracht hat, und fliegt Himbeeren in der Nähe an. Nachdem er die Knospen abgefressen hat, legt er in den Blüten seine Eier ab. In Summe sind das rund 100 Eier, aus denen kurze Zeit später die Larven schlüpfen.

Die gefräßigen Himbeermaden befallen anschließend die Früchte, die dabei braune Stellen bekommen und ungenießbar werden. Ist die Larve ausgewachsen, lässt sie sich vom Himbeerstrauch zu Boden fallen, gräbt sich ein und verpuppt sich anschließend. Nach dem Sommer schlüpft eine neue Generation an Himbeerkäfern und der Kreislauf beginnt von vorne. Im Laufe seines Lebens schadet der Käfer den Himbeerpflanzen demnach auf zwei Arten:

  • Ausgewachsene Himbeerkäfer fressen die Knospen und Blüten. Dadurch können sich diese nicht entwickeln, nur die leeren Kelchblätter bleiben übrig.
  • Die Larven des Himbeerkäfers befallen die Früchte, die dabei braun werden und sich verformen. Beim Pflücken kann es zudem passieren, dass in den Himbeeren noch Larven stecken.

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Wie kann man einem Befall vorbeugen?

Damit es erst gar nicht zu einem Befall mit Himbeerkäfern im Garten kommt, können Hobbygärtner auch vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören:

  • Spättragende Sorten und Herbst-Himbeeren bleiben von dem Schädling in der Regel verschont, da sie die Eier bereits viel früher ablegen.
  • Boden unter den Himbeersträuchern mit Folie abdecken, um das Eingraben und Verpuppen der herabfallenden Larven zu verhindern.
  • Standort im Schatten für Himbeeren vermeiden.
  • Duftpflanzen wie Vergissmeinnicht unter die Sträucher pflanzen, um den Geruch der Himbeeren zu überdecken.
  • Himbeerpflanzen mit Brennnesseljauche stärken. Hier erfahren Sie, wie man den natürlichen Pflanzenschutz und Dünger selbst herstellt.
  • Im naturnahen Garten Fressfeinde wie Vögel oder Igel fördern.

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Himbeerkäfer im Garten bekämpfen – natürliche Methoden

Wie bei allen Schädlingen im Garten gilt auch hier: Chemische Bekämpfungsmittel sollten stets die letzte Option sein. Denn damit schadet man nicht nur den Käfern, sondern auch Nützlingen wie beispielsweise Bienen. Außerdem gibt es schonende Methoden:

  • Mit Weißtafeln aus dem Gartencenter lässt sich das Ausmaß des Befalls feststellen. Darauf bleiben die Schädlinge kleben, sodass man sie zählen kann. Auf der Verpackung sind auch Richtwerte angegeben, ob eine Bekämpfung möglich ist.
  • Befallene Triebe nach der Ernte entfernen und entsorgen. Nicht auf den Kompost geben, sonst breitet sich der Himbeerkäfer erneut aus.
  • Da die Käfer bei Erschütterungen vom Himbeerstrauch fallen, kann man sie „abschütteln“. Dazu ein Vlies, eine Folie oder Tuch auslegen und an den Sträuchern rütteln. Das Absammeln ist in den Morgen- und Abendstunden am ertragreichsten.

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