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Herbstzeit

Sollte man Laub im Garten kompostieren, entsorgen oder liegen lassen?

Herbstlaub im Garten
Laub im Garten ist ein schöner Anblick, aber oft auch viel ArbeitFoto: Getty Images

Wenn im Herbst die Natur die Bäume mit bunten Farben verzaubert, sammelt sich auch das Laub im Garten. Oft wandert es einfach in die Tonne, dabei ist es als Kompost nützlich für den Garten und auch die Tierwelt profitiert von den Blättern. myHOMEBOOK erklärt, wie Sie Ihr Laub am sinnvollsten nutzen können.

Wer sich die Arbeit lieber sparen möchte und das Laub im Garten weder entsorgt noch kompostiert, sondern einfach liegen lässt, wird sich im kommenden Frühjahr über braune oder gelbe Stellen im Rasen ärgern. Die Blätterschicht verhindert nämlich die Luftzufuhr und das darunter liegende Gras verfault. Wer dies vermeiden möchte, sollte das Laub also zumindest zu Haufen zusammenrechen. Tiere, wie beispielsweise Igel, finden in den Haufen Unterschlupf über den Winter. Aus diesem Grund sollten Sie auch Vorsicht walten lassen, wenn Sie Laubhaufen entsorgen. Vielleicht hat sich darin bereits eine Igelfamilie eingenistet!

Laub kompostieren: Das sollten Sie dabei beachten

Laub im Garten stellt als organisches Material einen praktischen und kostengünstigen Düngerlieferanten dar und eignet sich in der Regel gut zum Kompostieren. Wenn Sie das Laub zuvor mit einem Häcksler zerkleinert haben, können Sie es einfach in den Komposter kippen. Je feiner das Material, desto schneller zersetzen es die Mikroorganismen.

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Wechseln Sie das Laub im Komposthaufen immer mit Zwischenschichten aus Rasenschnitt oder Küchenabfällen, um die Rotte zu beschleunigen. Auch Lagen aus Steinmehl, Algenkalk oder Hornspänen helfen dabei. Als oberste Schicht decken Sie den Kompost grob mit Zweigen ab, keinesfalls mit Plastikfolie, da der Kompost Sauerstoff zum Verrotten benötigt. Im nächsten Jahr sollte das Material vollständig zersetzt sein – perfekt als Dünger fürs Pflanz- oder Blumenbeet.

Laub mit dem Rasenmäher häckseln?

Manche verwenden auch schweres Gerät wie Laubbläser, Laubsauger oder Rasenmäher, um das Laub zu beseitigen. Die Messer häckseln und vermischen dabei die Blätter mit dem Rasenschnitt, die wiederum als Dünger auf Pflanzbeete ausgebracht werden können. Doch Vorsicht: Für Igel, Frösche, Mäuse, Eidechsen, Spinnen oder Insekten, die sich im Laub verstecken, ist diese brachiale Methode oftmals das unausweichliche Ende. Einige dieser Tiere sind wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel. Greifen Sie deshalb lieber zum guten, alten Rechen! Körperliche Arbeit an der frischen Herbstluft wird Ihnen gut tun.

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Wichtig: Da das Häckseln von Laub (genauso wie beim Laubbläser oder -sauger) feinste Partikel und Mikroorganismen aufwirbelt, sollten Sie dabei unbedingt einen Atemschutz tragen. Beim Laubbläser ist der Gehörschutz Pflicht.

Wer muss das Laub entsorgen?

Auf öffentlichen Gehwegen muss das Laub regelmäßig entfernt werden, da sich ansonsten die Fläche bei Regen in eine glitschige Rutschbahn verwandelt. Ähnlich wie beim Schneeschippen ist dafür der Eigentümer des angrenzenden Hauses oder Grundstücks zuständig. Das gilt übrigens auch dann, wenn die Blätter nicht vom eigenen Baum, sondern von dem des Nachbarn stammen. Meistens überträgt der Vermieter diese Pflicht auf den Mieter.

Tipp: Wenn sich Laub im Garten sammelt, landet es oft auch in der Regenrinne. Hausbesitzer sollten diese regelmäßig reinigen, da sie sonst schnell verstopft.