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Christrosen im Garten oder im Topf pflanzen und pflegen – die besten Tipps

Im Garten und im Topf

Christrosen pflanzen und pflegen – Tipps für eine üppige Blütenpracht

Christrosen
Mit der richtigen Pflege verschönern Christrosen (Helleborus niger) jeden Garten auch in der kalten JahreszeitFoto: Getty Images

Christrosen erfreuen uns im Winter mit ihren beeindruckenden Blüten – wenn man sie richtig pflegt. Wie man dabei richtig vorgeht, erfahren Sie hier.

Mit der richtigen Pflegen vermehren sich Christrosen von Jahr zu Jahr von selbst und sorgen für ein üppiges Blütenmeer. Die auch als Weihnachts- oder Schneerosen sowie Nieswurz bekannten winterharten Stauden mit dem lateinischen Namen Helleborus niger sind im Sommer grün und ein wenig unscheinbar. Wenn es im Winter aber frostig ist oder sogar schneit, schmückt die Pflanze den Garten spätestens ab Februar mit ihren weißen oder rosa Blüten.

Christrosen im Garten pflanzen

Auch wenn Frost und Schnee der Christrose nicht schaden, bevorzugt sie doch einen geschützten Platz. Im Sommer mag sie es gerne schattig. Daher ist ein Standort unter einem Baum oder Strauch ideal. Wenn Baum oder Strauch im Herbst das Laub abwerfen, bekommt die Pflanze ausreichend Licht, um sich prächtig zu entwickeln. Die pralle Sonne mögen Schneerosen auch im Winter nicht. Sie bevorzugen einen durchlässigen und kalkhaltigen Boden mit etwas Lehm und Humus.

Der Boden sollte für die Christrose den richtigen pH-Wert haben. Am besten gedeihen sie bei einem Wert zwischen 5,6 und 6,7. Mit einem Kalziumtest lässt sich die Bodenbeschaffenheit leicht selbst bestimmen. Bei Bedarf kann mit etwas kohlensaurem Kalk gedüngt werden.

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Erfüllt der Boden in Ihrem Garten diesen Anspruch nicht, kann man dem Pflanzloch etwas Kalk und lehmhaltige Erde sowie Kompost beimischen. Eine Mulchdecke aus Herbstlaub danken Ihnen die Pflanzen mit einer prächtigen Blüte. Das gilt auch, wenn Sie die Schneerosen in eine Schale oder einen Topf pflanzen.

Tipp: Grundsätzlich lassen sich Christrosen auch in der kalten Jahreszeit gut pflanzen. Allerdings sollte dafür der Boden nicht gefroren sein. Zudem sollte die Pflanze im Winter gut geschützt werden – zum Beispiel mit einem Vlies.

Christrosen optimal pflegen und düngen

Christrosen gehören zu den Staudenpflanzen und als solche benötigen sie keine umfangreiche Pflege. Daher kann man sie zum großen Teil sich selbst überlassen. Auch wenn die Pflanze nicht unbedingt als schnellwüchsig gilt, kann sie doch sehr alt werden und sich immer weiter vermehren. Dazu ist es wichtig, die Pflanze an dem einmal gewählten Standort zu lassen.

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Hinweis: Auch wenn es ihr Name nahelegt: Die Christrose mit ihren sternförmigen, leuchtend-weißen Blüten ist keine Rose. Sie gehört zu den Nieswurzgewächsen (Helleborus). Woher die Christrose ihren Namen hat, ist nicht überliefert. Dass sie um das Weihnachtsfest im Dezember ihre Blüten öffnet, war lange Zeit allerdings eher eine Ausnahme: Wie die mit ihr verwandte farbenfrohen Lenzrose zeigt auch die Christrose eigentlich erst vom Februar an ihre Pracht.

Bewässerung

Je dosierter Hobbygärtner die Christrosen pflegen, umso länger werden sie ihnen Freude bereiten. Dazu sollte man die Pflanzen auch im Winter gießen, wenn der Boden trocken ist. Mit dem Wasser sollte man aber ebenfalls sparsam umgehen, denn zu viel Nässe mögen die Pflanzen nicht.

Düngung

Eine Düngung ist nur zweimal im Jahr notwendig, und zwar mit Beginn der Blüte und noch einmal im Spätsommer. Ideal sind Hornspäne, Kompost und andere organische Dünger.

Schnitt

Christrosen muss man nicht beschneiden. Sie werden nur etwa 30 Zentimeter hoch. Lediglich verwelkte Blätter sollte man regelmäßig entfernen. Allerdings sollte man dabei darauf achten, dass man die grünen Teile der Pflanze nicht verletzt.

Vermehren

Bei der richtigen Pflege vermehren sich Christrosen an ihrem Standort von ganz alleine. Möchten Hobbygärtner trotzdem ein wenig nachhelfen und auch einige Pflanzen für den Blumentopf abzweigen, lassen diese sich aus Samen ziehen. Als Kaltkeimer benötigen Christrosen eine kühle Umgebung für die Keimung. Pflanzenfreunde haben aber auch die Möglichkeit, vorhandene Pflanzen zu teilen und einen Teil in einen Topf zu pflanzen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist nach der Blüte. Die Pflanzen benötigen an ihrem neuen Standort sehr viel Zeit, um sich zu erholen.

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Christrosen als weihnachtliche Deko

Sind die Christrosen gut vor der winterlichen Kälte geschützt, kann sie als weihnachtliche Dekoration den Hauseingang, den Balkon oder die Terrasse zieren. Allerdings sollte sie nicht zu lange in der Wohnung stehen, da es ihnen dort schnell zu warm und zu dunkel werden kann. Nach den Feiertagen sollte die Christrose deshalb wieder nach draußen gebracht werden, spätestens nach vier bis fünf Tagen.

Hinweis: Manche reagieren allergisch auf den Saft von Christrosen. Wenn man den Garten mit den schönen Winterblühern schmücken möchte, dann sollte man bei der Pflege unbedingt Handschuhe tragen, denn Christrosen sind giftig.

Krankheiten und Schädlinge

In manchen Fällen können Pilze die Christrose befallen. Das Resultat sind schwaches Wachstum und zurückgebildete Blätter. Ein kupferhaltiges Fungizid kann dann helfen. Zudem kann es passieren, dass Blattläuse die Pflanze nach der Blütezeit befallen. Hier erfahren Sie, wie man mit natürlichen Mitteln gegen Blattlausbefall vorgehen kann.

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