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Pflanz- und Pflegetipps

Feuerdorn – prachtvolles Rosengewächs mit orangeroten Beeren

Feuerdorn: Viele Beeren an einem Feuerdorn-Strauch
Im Herbst zeigt ein Feuerdorn einen orange leuchtenden BeerenbehangFoto: Getty Images

Feuerdorn – dieses Gehölz hat es in sich: Im Frühling bildet er ein weißes Blütenmeer auf stacheligen Zweigen, im Herbst feuerrote Beeren. Ob solitär oder als Hecke, der Strauch gehört in jeden Garten!

Im Frühjahr ist ein Feuerdorn über und über mit creme-weißen Blüten bedeckt. Im Herbst trägt das dornige Rosengewächs unzählige orange und rot leuchtende Beeren. Pyracantha, wie der Strauch botanisch heißt, wird trotz der spektakulären Farbenpracht etwas unterschätzt. Dabei bietet ein Feuerdorn sowohl in Einzelstellung, als auch an einem Spalier an einer Hauswand einen dekorativen Anblick. Der Strauch eignet sich zudem hervorragend für eine freistehende Hecke.

Feuerdorn im Garten anpflanzen

Feuerdorn mag es gerne warm und sonnig. An einem zu schattigen Standort im Garten blüht der Strauch nicht so prachtvoll und bildet weniger Früchte. Ob Sonne oder Schatten – wichtig ist eine humusreiche und durchlässige Erde. Stimmen die Bedingungen, wächst Feuerdorn je nach Sorte zwischen eineinhalb und vier Meter hoch.

Die Krone formt sich dicht und sparrig, einzelne Zweige wachsen seitwärts. Deshalb sollte beim Einpflanzen ausreichend Abstand zu Nachbargewächsen eingehalten werden. Am besten pflanzt man Feuerdorn im Frühjahr ins Beet. Der robuste Strauch kann jedoch auch über den Gartensommer in die Erde gesetzt werden. Für eine Heckenbepflanzung sollte man zwei bis drei Feuerdorn-Gewächse pro Meter berechnen.

Feuerdorn
Der Feuerdorn ist eine Zierde in jedem GartenFoto: Getty Images

Weltweit gibt es zehn Feuerdorn-Arten und zahlreiche Züchtungen. Für eine undurchdringliche Hecke bietet sich die kompakt wachsende Sorte „Teton“ an. Mit den kräftig rot leuchtenden Beeren setzt „Red Column“ schöne Akzente im Herbstgarten. „Orange Charmer“ zeigt bis in den Winter orangefarbene bis rote Beeren.

Auch lesenswert: Felsenbirne – prächtige Blüten, saftige Früchte und farbenfrohes Herbstlaub

Feuerdorn optimal pflegen

Feuerdorn ist robust und pflegeleicht. Die weiße Blütenpracht und die leuchtenden Herbstfrüchte zeigen sich allerdings noch üppiger, wenn Hobbygärtner einige Dinge beachten:

Bewässern

Ein älterer Feuerdorn mit weit verzweigten Wurzeln kommt gut mit einem trockenen Gartenboden zurecht und muss kaum gegossen werden. Jungpflanzen im Beet und Kübelpflanzen sollten jedoch regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

Düngung

Im Frühjahr hilft man dem Strauch mit etwas organischem und stickstoffhaltigem Dünger oder Kompost auf die Sprünge. Kübelpflanzen verwöhnt man monatlich mit etwas Flüssigdünger, den man dem Gießwasser beimengt.

Schnitt

Am besten lässt man dem Strauch freien Lauf. Wer mag, kann einen Formschnitt jedoch nach der Blüte behutsam durchgeführen. Neue Blüten und Beeren bilden sich dann zwar mitunter geringer aus. Der Strauch verzweigt sich jedoch üppiger, kürzt man die Spitzen der Haupttriebe etwas ein. Für einen radikalen Rückschnitt sollte man im Februar die Heckenschere anlegen. Unbedingt muss man darauf achten, brütende Vögel nicht zu gefährden.

Vermehren

Nachkommen eines Feuerdorns, die über Aussaat verehrt wurden, sind meist etwas blühfaul und nicht sortenecht. Feuerdorn vermehrt man besser mithilfe von Stecklingen.

Frostschutz

Das Gehölz ist winterhart. Drohen arge Frostnächte, hilft eine Schicht Herbstlaub oder Mulch um den Stamm herum verteilt.

Krankheiten und Schädlinge

Prinzipiell ist die Pflanze robust und widerstandsfähig. Mitunter bereitet jedoch der Dickmaulrüssler Probleme. Die Käferlarven des Schädlings befallen Wurzeln und Blätter und können dem Strauch schwer zu schaffen machen. Wie man das Schadbild erkennt und was man gegen den Schädling machen kann, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel.

Feuerbrand ist zudem eine Pflanzenkrankheit, unter denen viele Rosengewächse leiden. Auch Feuerdorne sind vor einem Befall nicht geschützt. Erkrankte Gewächse sind nicht zu retten. Die durch Bakterien verursachte Krankheit ist zudem meldepflichtig.

An einem zu nassen Standort und bei anhaltender Staunässe kommt es zudem schnell zu Pflanzenfäulnis und Schorfbefall. Neuere Sorten sind gegen Schorfbefall jedoch resistent. Staunässe vermeidet man, indem man mit Bedacht gießt.

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