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Standort, richtiges Gießen, Substrat, Düngen

Die richtige Pflege von Orchideen

Orchideen (Phalaenopsis)
Orchideen sind gar nicht so empfindlich, wie viele denkenFoto: Getty Images

Wer bei der Pflege auf die Ansprüche einer Orchidee achtet, kann sie auch ganz leicht wieder zum Blühen bringen. Der Trick ist: Weniger ist mehr. myHOMEBOOK erklärt, was Orchideen-Besitzer beachten sollten.

Die wohl bekannteste Orchidee in Deutschland ist die Nachtfalterorchidee (Phalaenopsis), auch Schmetterlingsorchidee genannt. Kaum eine andere Zimmerpflanze steht so häufig auf Fensterbänken oder anderen hellen Plätzchen in Haus und Wohnung. Und auch wenn diese Orchideenart zu den beliebtesten Zimmerpflanzen gehört, tun sich viele immer noch schwer mit der Pflege. Dabei ist die Phalaenopsis relativ pflegeleicht, solang man sie nicht zu stark gießt. Befolgt man ein paar Pflegehinweise, blüht sie sogar monatelang.

Der richtige Standort für Ihre Orchidee

Am wohlsten fühlen sich Orchideen bei Zimmertemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit, immerhin findet man sie ursprünglich in südamerikanischen und südostasiatischen Tropenwäldern. Dort kommen sie als sogenannte Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) auf Bäumen vor. In Ihrem Zuhause herrschen zwar keine tropischen Bedingungen, doch normale Zimmertemperatur reicht der exotischen Pflanze voll und ganz aus. An Südfenstern fühlt sie sich generell auch wohl, nur leider verträgt sie gerade im Frühling und Sommer keine Mittagssonne, die kann nämlich für Sonnenbrand auf den Blättern sorgen. Auf einen Platz am Nordfenster sollten Sie vor allem im Winter verzichten. Dort bekommt die Orchidee nicht genug Licht.

Richtig gießen! So viel Wasser braucht die Orchidee

Besonders beim Gießen einer Orchidee sollte man vorsichtig sein. Sie mag es zwar feucht, aber bloß nicht nass, denn ihre Wurzeln sind sehr staunässeempfindlich. In der Natur krallt sie sich mit ihren Wurzeln an einen Baum und sammelt bei Regenschauer so viel Wasser ein, wie sie braucht und lässt das überflüssige Wasser einfach ablaufen.

Wichtig: Danach sollte man sie gründlich abtropfen. Auch das Tauchbad ist eine beliebte Methode. Hierbei tauchen Sie die Orchidee im Pflanztopf in ein mit Wasser gefülltes Becken und lassen es dort für ungefähr zehn Minuten. Sollten Sie Ihre Orchidee gießen, achten Sie darauf, dass kein Wasser im Übertopf zurückbleibt und ihre Wurzeln für längere Zeit im Wasser stehen. Das Wasser sollte möglichst kalkarm, abgestanden und zimmerwarm sein.

Orchideen regelmäßig umtopfen

Die Phalaenopsis freut sich über frische Erde, am liebsten alle zwei Jahre. Nehmen Sie aber keine normale Blumenerde, sondern spezielles Orchideen-Substrat, das wasserdurchlässig und luftig ist. So entsteht keine Staunässe. Kümmern Sie sich am besten im Frühjahr nach der Blüte um das Umtopfen. Dabei kann man auch vertrocknete oder alte Wurzeln und Blätter entfernen.

Der neue Topf sollte nicht größer sein als der vorige, es sei denn, die Wurzeln passen nicht mehr in den alten. Hier gilt aber: lieber zu klein als zu groß! Während Sie den Topf befüllen, rütteln Sie immer wieder leicht an ihm, damit das neue Substrat sich ordentlich verteilt und zwischen den Wurzeln absetzt. Sie erkennen, ob die Wurzeln der Blume ordentlich verankert sind, indem Sie die Pflanze inklusive Topf am Wurzelhals hochheben können. Vorsicht: Nach dem Umtopfen nicht gießen! Befeuchten Sie das Substrat indem Sie es täglich mit Wasser besprühen. Erst nach zwei bis drei Wochen können Sie Ihre Orchidee wieder tauchen oder gießen.

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Orchideen sparsam düngen

Mit Dünger sollte man sparsam umgehen. Besonders bei normalen Dünger wird empfohlen, ihn sehr gering zu dosieren, da die Wurzeln einer Orchidee salzempfindlich sind. Orchideen-Dünger ist bereits gering dosiert. Auch hier gilt: lieber zu wenig als zu viel. Vor allem, wenn man es mit hartem Wasser mischt. Es empfiehlt sich von Zeit zu Zeit, komplett auf Dünger zu verzichten, damit man das Substrat beim Bewässern gut durchspült von alten Düngerresten befreit.

Faule Blüher