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Vorsicht!

Warum selbst gezüchtete Zucchini giftig sein können

Was Sie auf keinen Fall neben Zucchini anpflanzen sollten
Beim Anpflanzen von Zucchini kann man einen mitunter gefährlichen Fehler machenFoto: Getty Images

Zucchini zählt zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im Garten. Doch Hobby-Gärtner sollten dabei vorsichtig sein – vor allem, wenn sie Zucchini selbst züchten. Das Gemüse könnte nämlich giftig sein.

Selbst gezüchtete Zucchini können den Giftstoff Cucurbitacin enthalten. Das ist ein Bitterstoff, der vor allem in der Familie der Kürbisgewächse – zu der die Zucchini gehört – und der Braunwurzgewächse vorkommt. Alle Cucurbitacine sind toxisch. So kann man sie auch als Insektizide und Fungizide verwenden. Bei Zucchini, die man im Supermarkt kauft, wurde der Giftstoff herausgezüchtet. Bei der Selbstaufzucht mit eigenen Samen kann sich das Gift allerdings wieder bilden, wie auch die Verbraucherzentrale warnt. Dasselbe gilt übrigens auch für Zierkürbisse.

Wie werden selbst gezüchtete Zucchini giftig?

Züchtet man Zucchini (oder Zierkürbisse) selbst, kann die Bildung des Giftstoffs auf zwei Arten begünstigt werden.

  1. Hohe Temperaturen! Das Gemüse gerät bei Hitze unter Stress, was die Bildung des Giftstoffes anregt.
  2. Aufzucht neben Zierkürbissen! Durch die Nähe der beiden Pflanzen kann es zu Rückkreuzungen kommen, wodurch wiederum Cucurbitacin entstehen kann.

Generell gilt: Nur bei Samen aus dem Handel können Sie sicher sein, dass die Pflanze und später das Gemüse nicht den Giftstoff in sich trägt.

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Wie erkenne ich, ob meine Zucchini giftig sind?

Diesen können Sie auch nach dem Kochen noch feststellen, denn selbst bei diesen hohen Wassertemperaturen kann der giftige Stoff nicht zerstört werden. Sobald Sie einen unüblichen Geschmack oder Geruch feststellen, sollten Sie den Verzehr des Gemüses sofort einstellen und zubereitete Gerichte entsorgen.

Wie gefährlich ist der Zucchini-Giftstoff?

Der Verzehr von kleinen Mengen ist nicht lebensgefährlich. Es kann es aber zu Symptomen wie Unwohlsein, Übelkeit oder Durchfall kommen. Wenn man große Mengen zu sich nimmt, kann es allerdings gefährlich werden. Es kann beispielsweise zu blutigem Durchfall kommen.

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Was man bei einer Vergiftung auf keinen Fall machen sollte

  • Stecken Sie dem Vergifteten nie den Finger in den Hals. Es besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Lunge gelangt.
  • Verabreichen Sie keine Milch, da diese die Giftaufnahme im Darm beschleunigt.
  • Kein Salzwasser verabreichen, um Erbrechen auszulösen. Das kann fatale Folgen haben!
  • Medizinische Kohle sollte nur von ärztlichem Personal verabreicht werden.

Achtung: Kommt es zu einem Vergiftungsfall, suchen Sie schnellstmöglich ärztlichen Rat! Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie zum Beispiel Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen rufen Sie den Notarzt unter 112. Ansonsten ist die Notrufnummer der Giftzentrale 24 Stunde besetzt: 0228 19240. Die Broschüre der Giftzentrale informiert, was im Notfall zu tun ist.