Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Würzig, knackig, grün

Queller – wie man den salzigen „Seespargel“ auch selbst anpflanzen kann

Der Queller ist bisher noch recht unbekannt, zu unrecht. Er ist knackig und salzig und eignet sich hervorragend für Salate
Noch ist der Queller eher bei Gourmetköchen bekannt, aber das könnte sich bald ändern. Er ist eine wunderbare Ergänzung in Salaten und anderen Speisen – und man kann ihn selbst anbauen Foto: iStock/Animaflora

Der Queller ist bei Gourmets sehr geschätzt, in privaten Küchen findet er noch nicht so oft Verwendung. Zu Unrecht, denn er ist vielseitig einsetzbar. Er hat unterschiedlichste Namen. Neben Queller nennt man ihn auch Seespargel, Meeresspargel, Salzpflanze, Salzkraut, Glasschmelz oder Salicornia.

Manchmal nennt man ihn auch Küstenkraut – das kommt daher, dass der Queller auf Salzwiesen und im Watt an der Nordsee wächst. Er hält im Watt den Sand zusammen und darf daher nicht wild geerntet werden. In gut sortierten Supermärkten kann man ihn finden, wenn man Glück hat. Einfacher kommt man an ihn heran, wenn man ihn selbst anbaut.

Queller pflanzen

Wer sich entschieden hat, Seespargel zu Hause anzubauen, hat sich einiges vorgenommen. Es ist nicht leicht, aber machbar, wenn ein paar Punkte eingehalten werden. Zuerst muss man sich entscheiden, welche Art man anbauen möchte.

Man unterscheidet zwischen dem „Europäischen Queller“ und dem „Ausdauernden Queller“. Der Europäische ist einjährig und stirbt im Herbst ab und der Ausdauernde kann einige Jahre überleben. Der Boden sollte reich an Sand sein und der Standort schön sonnig. Es empfiehlt sich, den Seespargel in einen Topf oder Kübel zu pflanzen.

Auch interessant: Warum Möbel in Zukunft aus Algen bestehen könnten

Queller pflegen

Der Seespargel braucht etwas mehr Zuwendung als so manch andere Pflanze, aber es lohnt sich.

Bewässerung

Die Salzpflanze mag es gern schön feucht. Zu beachten ist dabei, dass man abwechselnd mit Süß- und Salzwasser gießen muss. Die Pflanze hat ihren salzigen Geschmack nämlich aus dem Wasser. Das ist auch der Grund, warum man den Seespargel in einen Topf pflanzen sollte. Wächst er im Beet, würde das Salzwasser allmählich den Boden verunreinigen und andere Pflanzen könnten absterben.

Düngung

Man kann dem Queller etwas Gutes tun, wenn man ihm hin und wieder etwas organischen Dünger gibt.

Schnitt

Damit der Seespargel immer wieder neu Austreiben kann, ist es wichtig, ihn in regelmäßigen Abständen bis auf fünf Zentimeter runterzuschneiden.

Queller vermehren

Über die Vermehrung des Seespargels ist bisher noch nicht viel bekannt. Er wirft nach der Blüte Samen ab, die man wieder einpflanzen kann. Zur Keimung benötigt er Süßwasser.

Auch interessant: Mangostan – kann man die exotische Frucht auch hierzulande kultivieren?

Ist der Meeresspargel winterhart?

Nein. Die Pflanze übersteht die kalte Jahreszeit nicht. Die Samen halten aber niedrige Temperaturen durchaus aus.

Schädlinge und Krankheiten

Zu etwaigen Krankheiten oder Schädlingen ist noch nichts bekannt.

Queller verwenden

In der Küche ist er vielseitig einsetzbar. Gourmetköche haben ihn schon für sich als Wildgemüse entdeckt, in privaten Haushalten konnte er seinen Einzug noch nicht feiern. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er noch recht unbekannt ist. Man kann ihn garen oder roh in einen Salat geben. Auch zu Pesto lässt er sich sehr gut verarbeiten.

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für