Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Wunderblume

Ringelblume – das Heilkraut ganz leicht im Garten pflanzen

Ringelblume: Gold-gelbe Blüten der Ringelblume
Die Ringelblume wird in der Heilkunde verwendetFoto: Getty Images

Die Heilkraft der Ringelblume ist seit dem Altertum bekannt. Sie kann zudem etwas, was kaum jemand weiß. Nicht nur deshalb lohnt es sich, das Kraut im eigenen Garten oder auf dem Balkon anzupflanzen.

Gold-gelb oder knalliges Orange – die leuchtenden Blüten dieser Pflanze sind ein echter Hingucker in jedem Gartenbeet. Die schöne Ringelblume (Calendula officinalis) strahlt einfach gute Laune aus. Ringelblumen eignen sich nicht nur für Gartenbeete oder Kübel auf dem Balkon, sondern auch hervorragend als reizvolle Schnittblumen.

Es gibt viele Sorten der Ringelblume

Es gibt eine Vielzahl an Calendula-Sorten. Beliebte Züchtungen sind „Yellow Gitana“ mit ihren strahlend gelben Blüten. Zitronengelb bis Rosa sind Sorten unter dem Namen „Daisy“. „Orange Gitana“ zeigt sich mit einer orange leuchtenden Blütenpracht. Die „Bonbon-Mischung“ zeigt dicht gefüllte Blumen in einer Höhe von rund 30 Zentimetern.

Ringelblume im Garten anpflanzen

So sonnenhungrig sie ist, grundsätzlich ist eine Ringelblume auch gegen Kälte unempfindlich. Dennoch sollten sich Hobbygärtner beim Pflanzen im zeitigen Frühjahr in Geduld üben. Klar: Schnee im April ist nichts Ungewöhnliches. Aber Anfang bis Mitte Mai folgen dann noch die Eisheiligen.

Ist der kalte Spuk vorüber, kann man Calendula aber ohne Sorge pflanzen oder aussäen. Ringelblumen besitzen große, robuste Samen. Und die keimen recht rasch. Gesät wird im Frühjahr zwischen April und Mai. Am besten setzt man einzelne Pflanzen in einem Abstand von rund 30 Zentimeter ins Beet. Die Ringelblume erreicht eine stattliche Höhe von einem halben Meter. Wo sich die Pflanze wohlfühlt, kommt sie dann in der folgenden Saison von selbst wieder.

Der richtige Standort

Das schöne Gewächs mag es gerne etwas sonniger. Aber auch ein halbschattiger Standort ist im Garten durchaus in Ordnung. Regen und Wind sind in Maßen zudem kaum ein Problem. Was die Qualität der Gartenerde angeht, zeigt sich die Pflanze jedoch mitunter etwas kritisch. Der Boden sollte daher lieber locker und mager sein, denn bei zu stickstoffreichen Böden droht eine blassere Blüte.

Wichtig für Mischkultur im Gartenbeet

Ringelblumen sind in jedem naturnahen Nutz- oder Ziergarten gern gesehene Pflanzen. Wer als Hobbygärtner auf eine ausgewogene Mischkultur im Gartenbeet achtet, kommt um Calendula nicht herum. Die Pflanze lockt mit ihren unwiderstehlichen Blüten nicht nur viele bestäubende Insekten an, sie hält über die Ausscheidungen ihrer Wurzeln (ja, die gibt es) außerdem Schädlinge fern.

Ringelblume optimal pflegen

Ob Prachtzüchtung oder Bauernblume – Ringelblumen sind anspruchslos in der Pflege. Hier die besten Tipps, wie man die Pflanze den ganzen Gartensommer über leuchten und blühen lässt.

Bewässerung

Ringelblumen brauchen nicht viel: Sonne und etwas Wasser. That’s it! Man gießt Calendula jedoch stets und regelmäßig. Vor allem in den trockenen und heißen Sommermonaten sollte man mit dem Wasser nicht sparen. Aber wie bei vielen anderen Pflanzen gilt auch: Obacht! Staunässe ist zu vermeiden. Es drohen ansonsten Schimmel und Pflanzenkrankheiten.

Düngung

Zur Vorbereitung gibt man rund zwei Liter gereiften Kompost ins Beet. Damit ist im Grunde die Versorgung an Nährstoffen für das ganze Jahr gesichert.

Schnitt

Calendula machen nicht nur im Garten eine wunderbare Figur. Sie sind zudem tolle Schnittblumen für farbintensive Blumensträuße. Warum? Die robusten Gewächse halten in der Blumenvase am längsten durch. Dafür schneidet man die Stiele, an denen sich die Blüten gerade öffnen.

Vermehrung

Calendula vermehrt sich über die Samen. Heruntergefallenes Saatgut sammelt man einfach auf. Die Samen bewahrt man an einem kühlen Ort luftdicht auf, zum Beispiel in einer Papiertüte. Im nächsten Frühjahr sät man die dann Samen erneut aus. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann auch schon im Herbst mit der Aussaat beginnen. Das Beet muss dann aber vor Frost geschützt werden.

Ringelblume im Garten verwenden

Im Gartenbeet eignet sich Calendula hervorragend zur Gründüngung. Was man darunter versteht, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel. Mit ihren Wurzeln lockert die Ringelblume außerdem die Gartenerde auf und vertreibt Schädlinge wie fiese Fadenwürmer.

Krankheiten und Schädlinge

So robust und pflegeleicht Calendula ist, es gibt einige Pflanzenkrankheiten, die dem Gewächs zu schaffen machen. Vor allem der Echte sowie der Falsche Mehltau können zum Problem werden. Auch Schnecken, Blattläuse oder Wanzen stressen Ringelblumen mitunter. Wer Platz hat, hält Laufenten im Garten. Die drolligen Vögel sind wahre Schneckenkiller. Blattläuse und Wanzen hält man mit Jauche aus Brennnesseln in Schach. Die kann man leicht und kostengünstig selbst herstellen. Wie es geht, verrät myHOMEBOOK hier.

Auch interessant: Mehltau erkennen und mit Hausmitteln bekämpfen

Die heilsame Wirkung der Ringelblume

Ringelblume fördert die Wundheilung der Haut und wirkt bei Wunden antibakteriell. Vor allem in vielen Salben finden sich die heilsamen Inhaltsstoffe der Pflanze. Calendula hilft auch bei Schlafproblemen, Menstruationsbeschwerden und Problemen in den Wechseljahren. Das wusste auch schon Hildegard von Bingen. Sie beschrieb vor rund 900 Jahren die Pflanze ausführlich. Die große Mystikerin vom Rhein schwört aber auch auf viele andere Heilkräuter.