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Die Knolle wächst auch bei uns

So pflanzen Sie Süßkartoffeln im eigenen Beet

Frisch geerntete Süßkartoffel
So legen Sie ihr eigenes Gemüsebeet richtig an: frisch geerntete Süßkartoffel.Foto: Getty Images

Süßkartoffeln sind lecker, gesund – und nicht nur etwas, das man im Supermarkt kaufen kann. Wer einen Garten besitzt kann die Knolle auch im eigenen Beet pflanzen. myHOMEBOOK erklärt, wie der Anbau funktioniert und was Sie beachten müssen.

Die Süßkartoffel gehört eigentlich zu den Windengewächsen und damit botanisch zu einer anderen Familie als unsere herkömmlichen Kartoffeln, die zu den Nachtschattengewächsen zählen. Das Wurzelgemüse, das in seiner Heimat Südamerika auch Batate heißt, findet sich weltweit beinahe so häufig in Äckern und Gärten wie unsere Kartoffel. Ihre Beliebtheit hat Gründe: Sie ist prall gefüllt mit Nähr- und Vitalstoffen, Mineralien und Vitaminen.

Die Knolle enthält vor allem in ihrer Schale einen Stoff namens Caiapo, der bei Diabetes helfen und den Blutzuckerspiegel senken soll. Obendrein ist die Süßkartoffel kalorienarm, ballaststoffreich, mit hochwirksamen Antioxidantien angereichert und gilt laut Center for Science in the Public Interest (CSPI) als nährstoffreichstes Gemüse der Welt. Was die gesunden Inhaltsstoffe betrifft, hat die Süßkartoffel der herkömmlichen Kartoffel einiges voraus. Obwohl sie aus den Tropen kommt, fühlt sie sich auch bei uns im Garten wohl. Mit ein wenig Geduld und Zuwendung ist sie ein Highlight im Gemüsebeet und in Ihrer Küche.

Süßkartoffeln pflanzen? So geht's!

Im nährstoffreichen, feuchten und tiefgründig aufgelockerten Boden ohne Staunässe reifen die Knollen langsam, aber stetig, bis sie im Herbst kurz vor einsetzenden Frösten erntereif sind. Im Frühjahr sichert schwarze Mulchfolie, Laub, oder Kompost die optimale Bodenwärme. So fördern Sie die Wurzelbildung und schützen die empfindliche Knolle. Saatknollen bringen Sie am besten 5 cm tief in die Erde ein und lassen 30 bis 40 cm Pflanzabstand. Wenn Sie ein ganzes Beet mit Süßkartoffeln anlegen, beträgt der Reihenabstand idealerweise 1 bis 1,2 Meter.

Bei der Ernte im September bis Oktober ist ein wenig Vorsicht geboten. Um die dicht unter der Erde wachsenden Knollen nicht zu verletzen, am besten kein scharfes Gerät, sondern die Hände verwenden.

Wie Sie das Saatgut für die Süßkartoffeln gewinnen

Zur Gewinnung von Saatknollen bieten sich zwei Varianten an:

Variante 1

  • Saatknollen aus dem Handel ab Mitte April in einer Kiste mit Kompost oder Blumenerde bedecken und an einem warmen Ort (ideal sind 24°C) die Triebe bilden lassen
  • Vorgezogene Knollen Mitte Mai herausnehmen und mit scharfem Messer schneiden, sodass jedes zu pflanzende Stück einen langen, kräftigen Trieb bildet
  • Nach den Eisheiligen mit oben beschriebenem Abstand ins Freiland pflanzen

Variante 2

  • Vorhandene Süßkartoffeln gut waschen und in Hälften schneiden
  • Gläser mit Süßkartoffelhälften auf ein Fensterbrett stellen
  • Nach 2 bis 4 Wochen sind blattartige Sprossen ausgetrieben, die Sie vorsichtig abdrehen
  • Gewonnene Sprossen erneut bis zu den Stängeln ins Wasser stellen und regelmäßig frisches Wasser nachgießen
  • Etwa 3 Tage später die jetzt bewurzelten Sprossen ins Freiland pflanzen

Tipp: Es gibt zartgelbe, rosafarbene, tieforange bis hin zu rötlichen Sorten an Süßkartoffeln. Die rotfleischigen gelten als besonders aromatisch.

Verschiedene Sorten an Süßkartoffeln
Süßkartoffeln gibt es verschiedenen SortenFoto: Getty Images

Was mache ich mit Süßkartoffeln?

Süßkartoffeln sind eine echte Bereicherung für Ihre Küche. Es gibt vielfältige Rezepte. Sie schmeckt gebacken, gekocht, frittiert, püriert oder auch roh. Süßkartoffeln bereichern den Speiseplan als Beilage, Hauptgericht oder auch als Dessert. Typische Gerichte:

  • Süßkartoffelauflauf
  • Süßkartoffe-Pommes
  • Rohkost (sie schmeckt roh süß, saftig & knackig)
  • Suppen
  • Aufläufe
  • Tortillas, Chips und vieles mehr

Tipp: Sogar die Blätter der Süßkartoffel sind schmackhaft. Sie kochen und servieren diese wie Spinat oder Mangold.

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