12. März 2026, 13:45 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die Temperaturen sind noch kühl, nachts kann es deutlich unter sieben Grad Celsius gehen – trotzdem muss der Balkon nicht länger kahl bleiben. Es gibt robuste, pflegeleichte Pflanzen, die diese Bedingungen problemlos mitmachen und schon jetzt Farbe ins Freie bringen. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering nennt drei geeignete Arten für einen unkomplizierten Start in die Balkonsaison.
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1. Hornveilchen
Hornveilchen gelten als besonders pflegeleicht und blühen ausdauernd bis in den Frühsommer. Sie kommen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt gut zurecht und vertragen sogar leichten Frost. Am wohlsten fühlen sie sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Wichtig ist eine gleichmäßig feuchte, aber nicht nasse Erde – Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Verblühte Blüten sollte man regelmäßig auszupfen, das regt die Nachblüte an.
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2. Primeln
Primeln bringen kräftige Farben in Balkonkästen und Töpfe und sind ebenfalls kälteresistent. Sie bevorzugen einen hellen, aber nicht vollsonnigen Platz, ideal ist Halbschatten. Die Erde sollte humusreich und leicht feucht sein, darf jedoch nicht vernässen. Während der Blütezeit schadet eine gelegentliche, schwache Düngergabe nicht. Wichtig: Primeln mögen keine Trockenheit. Der Wurzelballen sollte also nie komplett austrocknen.
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3. Bellis
Bellis (Gänseblümchen) sind robust, wetterfest und besonders pflegeleicht. Sie kommen mit niedrigen Temperaturen gut zurecht und eignen sich hervorragend als Lückenfüller im Balkonkasten. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal. Gegossen wird maßvoll, denn auch hier gilt: lieber gleichmäßig feucht als zu nass. Verblühte Köpfchen zu entfernen, verlängert die Blütezeit deutlich.
Warum Geranien und Co. noch Pause haben
Nicht alle Balkonpflanzen eignen sich für den Frühlingsbeginn. Viele klassische Sommerblumen wie Geranien, Petunien oder Begonien reagieren empfindlich auf Temperaturen unter zehn Grad und können bereits durch leichten Nachtfrost geschädigt werden. Problematisch ist dabei weniger die kühle Luft als vielmehr kalte, dauerhaft nasse Erde, die die Wurzeln belastet. Wer zu früh auf wärmeliebende Arten setzt, riskiert Wachstumsstörungen oder Totalausfälle. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst auf ausdrücklich kälteresistente Pflanzen zu setzen und empfindlichere Sorten erst nach den letzten Spätfrösten zu pflanzen.
Handel bietet Orientierung
„Ein einfacher Orientierungspunkt ist das aktuelle Angebot im Handel. Was jetzt in großer Stückzahl in Gärtnereien und Gartencentern steht, hat in der Regel auch Saison und ist an die derzeitigen Temperaturen angepasst. Gerade im zeitigen Frühjahr sind das vor allem kälteresistente Arten wie Hornveilchen, Primeln oder Bellis. Empfindliche Sommerblumen werden meist erst später ins Sortiment aufgenommen. Ein guter Hinweis darauf, womit man draußen schon sicher pflanzen kann und womit man besser noch wartet.“