8. August 2025, 11:18 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der 10. August, der Laurentiustag, zählt vielleicht nicht zu den bekanntesten Lostagen im Bauernjahr, doch er birgt eine ebenso poetische wie praktische Bauernregel: „Wie’s Wetter am Sankt Laurenz war, so wird’s im Herbst wohl offenbar.“ Für Gärtner und Landwirte kann der Blick auf den Laurentiustag demnach wertvolle Hinweise liefern. Doch was steckt tatsächlich hinter dieser Regel? myHOMEBOOK hat bei Diplom-Meteorologen Jörg Riemann nachgefragt.
Das steckt hinter der Bauernregel
Die Bauernregel bezieht sich auf den Tag des heiligen Laurentius am 10. August. So wie sich das Wetter an diesem Tag verhält, soll es laut Bauernregel auch im Herbst sein. Jörg Riemann von der Wettermanufaktur erklärt aber, wenn in einer Bauernregel ein bestimmter Tag genannt wird, ist eher ein gewisser Zeitraum gemeint. Bei der Bauernregel „Wie’s Wetter am Sankt Laurenz war, so wird’s im Herbst wohl offenbar“ müssen wir also eher die Tage drumherum betrachten.
Stimmt diese Bauernregel?
Ja, sie stimmt, erklärt Riemann. „Ist der August überdurchschnittlich sonnig, so folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, also in vier von fünf Jahren auch ein zu trockener Herbst.“ Sonnig könne man nicht sagen, erklärt der Experte, da die Sonne zwar da ist, man sie aufgrund von Nebelneigung im September und Oktober aber nicht stetig sieht.
Dazu passend: Lässt Laurentius nachts Sternschnuppen regnen, wirst …
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Kann der 15. August vorhersagen, wie das Wetter im Herbst wird?
Dieses Wetter haben wir im weiteren August zu erwarten
Momentan befinden wir uns mitten im Wetterumschwung, wie die Bauernregel um den 10. August herum vorausgesagt hat. Die vielen Regentage liegen vorerst hinter uns. Der Experte betont allerdings, dass es in den kommenden Wochen trotzdem hin und wieder regnen kann. „Die trockenen Perioden werden länger und die Regenperioden werden wieder etwas kürzer.“
Der Ausblick auf die kommenden Tage verspricht aber noch einmal schönes Sommerwetter: „Es bleibt etwa zehn Tage schön und sommerlich beziehungsweise im Süden hochsommerlich warm, mit einzelnen Gewitterschauern (Stand 08.08.25).“ Und wie geht es danach weiter? „Für die Zeit ab Mitte August (ab etwa dem 15. 08.) deuten die Unterlagen auf einen Rückgang der Temperaturen und ein erhöhtes Regenrisiko hin“, erklärt Riemann.
Das bedeutet das Wetter für den Garten
Noch ist es tagsüber hochsommerlich warm und man sollte den Garten etwas ruhen lassen. Auch für den Körper ist es nicht empfehlenswert, bei übermäßigen Temperaturen anstrengende Arbeiten zu verrichten.
Wichtig ist in diesen Tagen das Gießen der Pflanzen. Vorzugsweise am Abend sollte man durchdringend wässern, somit ist bis zum nächsten Tag das Wasser auf den Blättern der Pflanzen verdunstet und es besteht weniger Sonnenbrandgefahr. An sehr sonnigen Tagen kann man zudem auch am Morgen gießen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, möglichst nur in Wurzelnähe zu wässern.