Bauernregeln begleiten die Menschen seit Jahrhunderten und gelten bis heute als überliefertes Wetterwissen. Besonders der Februar spielt dabei eine zentrale Rolle – ihm wird nachgesagt, den weiteren Jahresverlauf vorzugeben. Eine der bekanntesten Regeln lautet: „Je nasser der Februar, desto nasser das ganze Jahr.“ Doch wie ist diese Aussage zu verstehen? Ein Experte erklärt, wie viel Wahrheit hinter der Bauernregel steckt und was sie für die Wetterentwicklung im Jahr 2026 bedeutet.
Das steckt hinter der Bauernregel
„Je nasser der Februar, desto nasser das ganze Jahr“ meint, dass die Niederschlagsmenge im Februar überdurchschnittlich hoch ist, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur. Es muss also mehr Schnee oder Eisregen geben, als normalerweise vorgesehen wäre. Wenn dem tatsächlich so ist, dann soll laut Bauernregel das ganze Jahr zu nass sein.
In der Tat, sie stimmt. Der Meteorologe erklärt, dass es allerdings eine Einschränkung gibt: „Diese Bauernregel stimmt tatsächlich, wenn man die Niederschlagsmenge für das Sommerhalbjahr März bis September ansetzt.“ Sie funktioniere sowohl in die eine als auch in die andere Richtung, erläutert er. „Nach einem trockenen Februar folgt in sechs von zehn Fällen tatsächlich auch ein trockenes Sommerhalbjahr und nach einem überdurchschnittlich nassen Februar folgt ebenfalls mit 60 Prozent ein nasses Sommerhalbjahr.“
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Das sagt die Bauernregel über den nassen Februar für 2026
„Die Unterlagen deuten derzeit noch auf einen normalen Februar hin. Weder überdurchschnittlich trocken noch überdurchschnittlich nass“, erklärt Riemann. In diesem Jahr könnte es also ein eher durchschnittliches Sommerhalbjahr werden.
Das sind die Aussichten für die kommende Zeit
Im Westen und Süden bleibt es weiterhin vorfrühlingshaft. Im Nordosten wird der Frost allmählich nachlassen. Ab Mitte Februar ist auch im Nordosten ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Bis dahin besteht aber immer mal wieder die Gefahr von Schnee oder Schneeregen im Nordosten.
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