Viel Sonne, hohe Temperaturen und oft ausbleibender Regen: Der Sommer zeigt sich bislang vielerorts von seiner trockenen Seite. Passend dazu erinnert eine alte Bauernregel an einen möglichen Zusammenhang zwischen Sommer- und Winterwetter: „Ist der August recht heiß und trocken, kriegt der Winter nasse Socken.“ Doch steckt hinter der Wetterweisheit mehr als nur Volksglaube? myHOMEBOOK hat bei Diplom-Meteorologe Jörg Riemann nachgefragt.
Das steckt hinter der Bauernregel über den heißen August zum nassen Winter
„Ist der August recht heiß und trocken, kriegt der Winter nasse Socken.“
Die Bauernregel bedeutet, dass ein heißer und trockener August einen nassen Winter voraussagt. Also, dass man im Winter viel Niederschlag erwarten kann. Je nach Temperatur in Form von Regen oder Schnee.
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Stimmt die Bauernregel?
Jörg Riemann von der Wettermanufaktur erklärt, dass diese Bauernregel nicht stimmt. Ein heißer August steht in keinem Zusammenhang mit einem nassen Winter. Worüber jedoch teilweise eine Aussage getroffen werden kann, ist die Temperatur. „Nach einem überdurchschnittlich warmen August, also heiß und trocken, folgt nach der Klimadatenreihe mit einer Wahrscheinlichkeit von 73 Prozent ein zu milder Februar.“ Zum Dezember oder Januar gibt es keine Daten. Wenn der August zu kalt ist, gibt es ebenso keine Daten und eine Aussage ist nicht möglich. Es sei mal eine Versuchsreihe gestartet worden, aber auch diese habe keine einheitlichen Ergebnisse ergeben.
Dieses Wetter haben wir in den kommenden Tagen zu erwarten
Laut dem Deutschen Wetterdienst startet der August vielerorts sommerlich bis hochsommerlich. Besonders im Süden steigen die Temperaturen häufig auf über 30 Grad, regional sind sogar Spitzenwerte nahe der 40-Grad-Marke möglich. Gleichzeitig bleibt die Wetterlage jedoch unbeständig. Immer wieder können sich teils kräftige Schauer und Gewitter entwickeln, örtlich auch mit Unwetterpotenzial durch Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Vor allem zu Beginn der neuen Woche nimmt die Gewittergefahr zu. Trotz der teils heftigen Niederschläge bleibt es vielerorts warm bis heiß. Eine nachhaltige Wetterberuhigung zeichnet sich derzeit nicht ab. Stattdessen wechseln sich sonnige und sehr warme Abschnitte mit Schauern und Gewittern ab. Auch im weiteren Verlauf des Augustbeginns sind regional Unwetter möglich.
Was bedeutet das Augustwetter für den Garten?
Die wechselhafte Wetterlage mit Hitzephasen und kräftigen Schauern stellt viele Gärten vor besondere Herausforderungen. Trocknet der Boden über längere Zeit aus, kann selbst ergiebiger Regen schlechter versickern und stattdessen oberflächlich abfließen. Gartenbesitzer sollten deshalb auch während trockener Phasen regelmäßig und durchdringend gießen, damit der Boden Feuchtigkeit speichern kann und nicht austrocknet. Zusätzlich hilft eine Mulchschicht dabei, die Verdunstung zu reduzieren und die Erde aufnahmefähiger zu halten.
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