6. August 2025, 17:52 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
„Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter“ – so lautet eine alte Bauernregel, die seit Generationen überliefert wird. Doch wie viel Wahrheit steckt dahinter? Kann das Wetter im Hochsommer wirklich Hinweise auf die Kälte im Winter geben? myHOMEBOOK hat bei Diplom-Meteorologen Jörg Riemann nachgefragt.
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Was steckt hinter der Bauernregel für Gewitter im August über den Winter?
In diesem Fall stimmt die Bauernregel nicht, erklärt der Experte von der Wettermanufaktur. Er betont, dass es keine eindeutigen Ergebnisse gibt. Es wurde mal eine Versuchsreihe durchgeführt, allerdings ohne Ergebnisse.
Ist der August allerdings warm, liegen in diesem Fall Ergebnisse vor: „Haben wir einen überdurchschnittlich warmen August, so folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 73 Prozent ein zu milder Februar.“
Diese Bauernregel soll den Winter voraussagen – aber stimmt das?
Wenn im Juli das Vieh nicht schwitzt, es im August …
So sieht das Wetter für den weiteren August aus
Noch in dieser Woche kann es zu einem spürbaren Wetterumschwung kommen, wie der Experte erklärt. „Um den zehnten August herum sagen die Prognosen, dass kann plus minus ein paar Tage bedeuten“, ergänzt Riemann. Damit kündigt sich eine Phase an, in der sommerlichere Bedingungen wahrscheinlicher werden.
Die Temperaturen sollen steigen, gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge ab. „Das bedeutet aber nicht, dass es die kommenden Wochen nur Sonne zu erwarten gibt. Es wird auch hin und wieder regnen. Die trockenen Perioden werden etwas länger und die Regenperioden kürzer“, so der Meteorologe weiter. Insgesamt könnte sich also ein stabileres, aber dennoch wechselhaftes Sommerwetter einstellen – mit einer guten Mischung aus Wärme und gelegentlichen Schauern.
Dazu passend: Was Regen im Juli für den weiteren Sommer bedeutet
Was bedeutet das künftige Augustwetter für den Garten
Da es im Juli und bisher auch im August regional teils deutlich zu viel Niederschlag gegeben hat, bietet sich nun – mit dem angekündigten Wetterumschwung – eine gute Gelegenheit, die ersten trockenen und sonnigeren Tage für Gartenarbeiten zu nutzen.
Nicht nur unsere Zier- und Nutzpflanzen haben vom ausgiebigen Regen profitiert und sind in die Höhe geschossen, auch weniger willkommene Gäste wie Unkraut haben die feuchten Bedingungen genutzt, um sich breit zu machen. Der Rasen ist vielerorts besonders dicht und hoch gewachsen – teils so sehr, dass er wegen der durchnässten Böden bislang nicht gemäht werden konnte.
Wer also im eigenen Garten wieder für etwas Ordnung sorgen möchte, sollte die trockeneren Phasen nutzen, um Beete zu pflegen, Rasenflächen zu schneiden und Unkraut zu entfernen, bevor es sich weiter ausbreitet.