27. Januar 2026, 10:29 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
An Frost mangelt es uns in diesem Januar nicht. Die Temperaturen erreichen teils zweistellige Minuswerte. Blitzeis und Eisregen halten die Menschen auf Trab. Eine alte Bauernregel geht genau auf diese Wetterlage ein: „Je frostiger der Januar, desto freundlicher das ganze Jahr.“ myHOMEBOOK hat bei einem Meteorologen nachgefragt, ob etwas an dieser Bauernregel dran ist und was sie bedeutet.
Das steckt hinter der Bauernregel über Frost im Januar
Diese Bauernregel ist anders gemeint, als häufig angenommen, erklärt Meteorologe Jörg Riemann von der Wettermanufaktur auf myHOMEBOOK-Anfrage. „Im Mittelalter bedeutete ein freundliches Jahr, dass es keine Missernten geben würde. Hinter ‚freundlich‘ steckt der Gedanke eines lebensfreundlichen Jahres, in dem es genug zu essen gab.“ Ist der Januar also kalt und frostig, spricht das für ein gutes Erntejahr.
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer …
Das steckt hinter dem Märzwinter
Stimmt diese Bauernregel?
Grundsätzlich trifft diese Bauernregel zu, bestätigt Riemann. „Das ist super für die Pflanzen und Bäume. Sie halten Winterschlaf, um ihre Energie zu sparen – um dann im Frühjahr und Sommer voll auszutreiben.“
Dazu passend: Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer …
Riemann gibt aber auch noch etwas zu bedenken: „Wichtig ist, dass es keinen Spätfrost gibt. Wenn der im Februar kommt, ist alles okay, von mir aus auch bis Anfang März. Er darf aber nicht im April oder Anfang Mai kommen. In so einem Fall kann es zu massiven Schäden kommen, so wie es ja im vergangenen Jahr auch passiert ist.“
Das bedeutet Frost im Januar für den Garten
Frost ist gut für Pflanzen, sie schlafen und sollten auch nicht in ihrer Winterruhe gestört werden. Das bedeutet, dass man vorerst im Garten nichts zu tun hat. Man kann allerdings das neue Gartenjahr vorbereiten: Samen kontrollieren oder neue kaufen, einen Anbauplan erstellen oder auch Gartengeräte checken und reparieren, falls nötig.