15. April 2026, 11:33 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Ratten im Garten sind für viele Gartenbesitzer ein unangenehmes Thema. Die scheuen Nagetiere werden oft erst bemerkt, wenn sie bereits Spuren hinterlassen, etwa durch angeknabberte Pflanzen, unterhöhlte Beete oder kleine Gänge im Boden. Dabei fühlen sich Ratten besonders dort wohl, wo sie leicht Nahrung und Unterschlupf finden. Ein frühzeitiges Erkennen und richtiges Handeln sind daher entscheidend, um eine Ausbreitung zu verhindern und den Garten wieder rattenfrei zu machen.
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1. Nahrungsquellen entfernen
Ratten sind wie andere wild lebende Tiere immer auf der Suche nach Nahrung. Hinzu kommt: „Ratten sind Kulturfolger des Menschen und kommen quasi überall dort vor, wo auch wir Menschen leben“, erklärt der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) auf Anfrage von myHOMEBOOK. Dabei verschlägt es sie auch in Gärten. Immerhin ist der Tisch hier mitunter reich gedeckt. Gemüsebeete, Komposthaufen sowie Kerne und Samen, die man für Eichhörnchen und Vögel in den Garten legt, heißen die Ratten willkommen.
Um Ratten vom Garten fernzuhalten, sollte man mögliche Nahrungsquellen entfernen. Lebensmittelreste lagert man also nicht offen oder wirft sie auf den Kompost. Außerdem sollte man Vogelfutter nur in gesicherten Futterhäuschen anbieten.
2. Komposthaufen sichern
Apropos Komposthaufen: Um Ratten vom Garten fernzuhalten, ist es zum einen wichtig, darauf zu achten, was man auf dem Kompost entsorgt. Fleisch- und Fischreste sollte man zum Beispiel nicht auf den Kompost werfen. Küchenabfälle sind für den Menschen Müll, für Ratten jedoch eine willkommene Futterquelle.
Diese sollte man nur in einem geschlossenen Komposter entsorgen – das ist der zweite Punkt. Es ist wichtig, den Komposthaufen zu sichern. Das bedeutet in diesem Fall, kein schweres Vorhängeschloss anzubringen, sondern darauf zu achten, dass der Haufen geschlossen ist und es keine Öffnungen gibt, durch die die Nagetiere an den Kompost gelangen.
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3. Mülltonnen gut verschließen
Ähnlich wie es beim Komposthaufen der Fall ist, sollte man auch die Mülltonne immer fest verschließen, damit die Ratten nicht hineinklettern können. Außerdem ist es empfehlenswert, die Tonnen auf einem festen Untergrund zu platzieren.
4. Keine offenen Wasserquellen
Wie Menschen benötigen auch Ratten regelmäßig Wasser, um zu überleben. Um sie nicht in den eigenen Garten zu locken, sollte man darauf achten, keine offenen Wasserquellen zu haben. Dazu gehören beispielsweise Wasserschalen, Eimer mit Regenwasser und offene Regentonnen.
Übrigens: Nicht nur Ratten nutzen offene Wasserstellen im Garten. Für Insekten, insbesondere bei Mücken, sind sie ein idealer Brutplatz. Wer im Sommer im eigenen Garten nicht von zahlreichen Mücken zerstochen werden möchte, sollte offene Wasserstellen schleunigst entfernen.
5. Zugänge verschließen
Findet man im eigenen Garten Rattenlöcher, sollte man diese verschließen. Zudem sollte man auch Spalten am Haus abdichten. Ideal sind Gitter mit kleinen Maschen, die maximal einen Zentimeter groß sind. Durch diese kommen die Ratten nicht hindurch und können sie auch nicht aufbeißen.
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6. Auf den richtigen Duft setzen
Dank ihrer feinen Nasen mit etwa 1000 verschiedenen Geruchsrezeptoren können Ratten Gerüche besonders gut unterscheiden. Angenehme Gerüche signalisieren: Hier gibt es Futter! Unangenehme Gerüche vertreiben die Nager hingegen. Nelkenöl und Essig zählen zu den Düften, die die kleinen Säugetiere zum Beispiel nicht mögen. Verteilt man den Duft gezielt, kann man Ratten aus dem Garten fernhalten.
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7. Natürliche Feinde fördern
Ratten wollen ebenfalls ein friedliches Leben führen. Macht man ihnen den Garten ungemütlich durch natürliche Fressfeinde, ziehen sie bestimmt nicht ein. Durch Nistkästen kann man Eulen und Greifvögel anlocken. Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel. Katzen und Hunde wirken ebenfalls abschreckend.
Fazit
Um Ratten gezielt aus dem Garten fernzuhalten, sollte man also die Ursache beseitigen und potenzielle Futterquellen vermeiden. Auch der NABU meint: „Setzt man lediglich Fallen oder Gift ein, so verändert dies nichts an der Ursache.“ Und weiter: „Man muss damit rechnen, dass man weiterhin ein ‚Rattenproblem‘ haben wird.“ Hinzu kommt, dass Ratten eine hohe Vermehrungsrate hätten und neue Ratten hinzuwandern könnten.

