Ein Bohnentipi ist nicht nur ein echter Hingucker im Garten, sondern auch ein tolles DIY-Projekt für die ganze Familie. Die rankenden Bohnen verwandeln einfache Holzstangen innerhalb weniger Wochen in ein grünes Naturzelt – perfekt als schattiger Rückzugsort oder dekorative Kletterhilfe im Beet. Das Beste: Der Aufbau ist unkompliziert und gelingt auch ohne große Gartenerfahrung. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering zeigt im Video Schritt für Schritt, wie man ein Bohnentipi ganz einfach selbst baut und welche Tricks dabei wichtig sind.
Das benötigt man
Je nachdem, wie groß das Bohnentipi werden und wie viele Bohnenpflanzen später daran emporranken sollen, benötigt man drei bis fünf lange Stangen oder stabile Äste. Diese bilden das Grundgerüst des Tipis und sollten möglichst fest und gleichmäßig sein. Außerdem braucht man nur noch ein Stück Schnur zum Fixieren der Stangen sowie eine Schere. Mehr ist für das einfache Gartenprojekt nicht nötig – mit wenigen Materialien entsteht so im Handumdrehen ein dekoratives Bohnentipi, das später mit dichtem Grün bewachsen wird und im Garten zum echten Hingucker avanciert.
SchwierigkeitsgradAnfängerExperte
DauerKurzLang
KostenGünstigTeuer
So wird das Bohnentipi gebaut
Zunächst muss man die Stangen in Form eines Dreiecks beziehungsweise Tipis aufstellen. Dafür steckt man die unteren Enden mit etwas Abstand zueinander fest in die Erde, sodass eine stabile Konstruktion entsteht. Oben laufen die Stangen dann zusammen und werden an den Spitzen mit einer Schnur fest miteinander verbunden. Wichtig ist, die Schnur mehrfach eng um die Stangen zu wickeln und gut zu verknoten, damit das Tipi später auch dem Gewicht der rankenden Bohnenpflanzen standhält. So entsteht Schritt für Schritt ein stabiles Gerüst für das grüne Gartenprojekt. Wenn man keine Schnur zur Hand hat, gehen auch Kabelbinder, sie selten allerdings lang genug sein, um alle Stangen zusammenzuhalten.
„Für ein Bohnentipi eignen sich ausschließlich rankende Stangenbohnen oder Feuerbohnen. Buschbohnen sind dafür nicht geeignet, da sie nicht in die Höhe wachsen und keine langen Ranken bilden. Damit das Tipi später vollständig begrünt wird, sollte beim Kauf deshalb unbedingt auf die Bezeichnung „Stangenbohnen“ geachtet werden.“
Damit das Bohnentipi später dicht bewachsen ist und die Bohnen kräftig wachsen, spielt der richtige Standort eine wichtige Rolle. Bohnen lieben warme und sonnige Plätze im Garten. Ideal ist ein Standort, an dem die Pflanzen mehrere Stunden täglich Sonne bekommen und gleichzeitig etwas windgeschützt stehen. So können die langen Ranken ungestört an den Stangen emporwachsen.
Außerdem sollte der Boden möglichst locker, nährstoffreich und gut durchlässig sein. Staunässe vertragen Bohnen nämlich nicht besonders gut. Vor dem Aussäen kann es deshalb helfen, die Erde etwas aufzulockern und mit Kompost anzureichern. So haben die Pflanzen optimale Bedingungen, um das Tipi innerhalb weniger Wochen in ein dichtes grünes Naturzelt zu verwandeln.
Welche Vorteile Stangenbohnen haben
Stangenbohnen bringen gegenüber Buschbohnen einige praktische Vorteile mit sich. Da sie an Rankhilfen in die Höhe wachsen, lässt sich die Ernte deutlich angenehmer erledigen, weil man sich dafür nicht ständig bücken muss. Gerade bei größeren Mengen Bohnen macht das einen spürbaren Unterschied.
Außerdem hängen die Bohnen nicht direkt über dem Boden und liegen dadurch auch nach Regen seltener im Matsch. Die Pflanzen trocknen meist schneller ab und bleiben durch die bessere Luftzirkulation oft gesünder. Gleichzeitig benötigen Stangenbohnen weniger Platz in der Breite, weil sie vor allem nach oben wachsen. Das macht sie ideal für kleinere Gärten oder Hochbeete. Und nicht zuletzt sorgen die langen, dicht bewachsenen Ranken auch optisch für einen echten Hingucker im Garten.
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