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Welche Trends im Garten 2026 angesagt sind

Gartentrends 2026
Statt grüner Rasenflächen, die intensiv gegossen werden würden, sind trockenresistente Sträucher wie Lavendel im Trend. Foto: Getty Images/Nadia Audigie
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Marike Stucke
Autorin

18. Februar 2026, 8:08 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Der Garten 2026 ist weniger einer zum Vorzeigen, sondern mehr Lebensraum – für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Statt auf Perfektion und exotische Hingucker setzen viele Gartenbesitzer auf robuste Konzepte, die dem Klimawandel standhalten, wenig Pflege brauchen und trotzdem schön sind. Nachhaltigkeit bleibt wichtig, wird aber praktischer gedacht: Was funktioniert wirklich im Alltag? myHOMEBOOK zeigt die Gartentrends 2026.

Klimafeste Gärten statt Dauerbewässerung

Heiße Sommer, lange Trockenphasen und Starkregen prägen die Gartenplanung. 2026 setzen sich klimafeste Gärten weiter durch. Statt durstiger Rasenflächen dominieren Staudenbeete mit tief wurzelnden Pflanzen, die Hitze und Trockenheit vertragen. Beliebt sind unter anderem Ziergräser, mediterrane Halbsträucher und robuste Wildstauden.

Auch Böden werden gezielt verbessert: Mulchschichten aus Rindenmaterial, Holzhäckseln oder Kies reduzieren die Verdunstung, während humusreiche Erde Wasser besser speichert. Klassische Schottergärten verlieren weiter an Bedeutung, was sich positiv auf die Vielfalt im Garten auswirken kann.

Der naturnahe Garten wird erwachsen

Der Naturgarten verabschiedet sich vom Image des „ungepflegten Wildwuchses“. 2026 zeigt er sich strukturierter und optisch ansprechender. Heimische Pflanzen werden gezielt kombiniert, Beete klar eingefasst, Wege und Sitzplätze bewusst integriert. So wirkt der Naturgarten nicht ganz so wild und „ungepflegt“.

Statt einzelner Insektenhotels entstehen ganze Lebensraum-Zonen: Totholzecken, Wildblumenstreifen, kleine Wasserstellen oder ungemähte Randbereiche. Ziel ist ein Garten, der nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch Ruhe ausstrahlt und dabei eine gewisse Ordnung hat.

Selbstversorgung im kleinen Maßstab

Der große Selbstversorgergarten bleibt die Ausnahme, doch Mini-Ernten gehören auch 2026 fest dazu. Hochbeete, Kübel und vertikale Pflanzsysteme ermöglichen Gemüseanbau auch auf kleinster Fläche wie dem Balkon. Besonders gefragt sind Kulturen mit hohem Ertrag und geringem Pflegeaufwand – etwa Pflücksalate, Kräuter, Beeren oder Snack-Tomaten. Die passen im Zweifel sogar auf eine Außenfensterbank.

Im Trend liegt außerdem der Naschgarten: Obstgehölze, essbare Blüten und Gemüse werden so platziert, dass sie direkt vom Weg oder der Terrasse erreichbar sind. Der Fokus liegt weniger auf Vorratshaltung oder wirklicher Selbstversorgung, sondern mehr auf Frische und Geschmack in unmittelbarer Nähe.

Pflegeleicht ist der neue Luxus

Zeit ist 2026 ein entscheidender Faktor. Gärten sollen entlasten und einen Ort der Ruhe schaffen – nicht zusätzlich stressen. Entsprechend gefragt sind pflegearme Konzepte: Stauden statt Saisonblumen, Gehölze mit natürlichem Wuchs, Flächen ohne Rasen oder mit trittfesten Alternativen wie Kräuterrasen.

Technik unterstützt dabei dezent im Hintergrund. Automatische Bewässerungssysteme, smarte Zeitschaltuhren oder Regenwassernutzung gehören für viele zur Grundausstattung. Wichtig ist dabei: Die Technik passt sich dem Garten an – nicht umgekehrt.

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Garten als Rückzugsort für alle Sinne

Der Garten wird 2026 noch stärker als Ort der Erholung gedacht. Duftende Pflanzen, raschelnde Gräser, schattige Sitzplätze und natürliche Materialien schaffen eine Atmosphäre, die entschleunigt. Besonders gefragt sind Duftpflanzen wie Lavendel, Salbei oder Nachtblüher, die den Garten auch abends erlebbar machen.

Sichtschutz soll zunehmend grün sein: Hecken, Staudenwände oder bepflanzte Rankgerüste ersetzen starre Zäune. So entstehen Gartenräume, die Geborgenheit bieten, ohne sich komplett vom Außen abzuschotten.

Nachhaltigkeit mit Augenmaß

Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Thema, wird aber realistischer umgesetzt. Statt dogmatischer Regeln zählt, was langfristig funktioniert. Torffreie Erde, Kompostierung, langlebige Materialien und regionale Pflanzen stehen im Vordergrund.

Upcycling-Ideen – etwa Hochbeete aus alten Ziegeln oder Sitzplätze aus Holzresten – sind weiterhin beliebt, aber weniger als Trend, mehr als selbstverständlicher Teil moderner Gartenkultur.

Marike Stucke
Autorin

Nachhaltig und praktisch muss es sein

„Neben Arbeit, Kindern und Haushalt ist der Garten neben seinem Erholungswert leider auch eine weitere ständige Aufgabe auf meiner To do-Liste. Deshalb ist es für mich besonders wichtig, dass vieles in meinem Garten von allein läuft. Im wahrsten Sinne:

Ich habe mit ein paar Rasensprengern und einer Zeitschaltuhr ein günstiges, aber effektives Bewässerungssystem gebaut. So muss ich abends nach einem langen Tag nicht auch noch an den Rasen oder das Hochbeet denken.
Außerdem habe ich in den letzten Jahren die Rasenfläche stark verkleinert. Hier wachsen stattdessen trockenresistente Bodendecker und hitzeresistente Stauden wie Lavendel oder Salbei.

Für zusätzliche, attraktive Beschattung sorgt in Zukunft ein neu gepflanzter Baum, der auch Trockenheit gut verträgt: der Zürgelbaum.

Der Kompost erzeugt ganz nebenbei nährstoffreichen Humus, den ich im Frühjahr im Hochbeet und unter Sträuchern sowie Hecken verteile. So werde ich regelmäßig meine Garten- und Küchenabfälle los und der Komposter zaubert daraus in wenigen Monaten nährstoffreichen Humus für meinen Garten. Klassisches Win-Win.“

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