7. Oktober 2025, 9:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) wählt seit 1994 jedes Jahr den Pilz des Jahres. In diesem Jahr hat die Jury einen Edelpilz gekürt. In Deutschland steht er auch auf der Roten Liste (Kategorie zwei). myHOMEBOOK erklärt, warum dieses Exemplar zum Pilz des Jahres 2026 gewählt wurde und wie man ihn auch im Garten kultivieren kann.
Warum wird der Pilz des Jahres gewählt?
„Die präsentierte Art soll stellvertretend für alle Pilze den Blick der Öffentlichkeit auf die wichtige Bedeutung der Pilze für unser Ökosystem richten“, schreibt die DGfM. In einer Zeit, in der Hightech und Umweltprobleme wichtige Themen sind, sei es zunehmend nötiger, den Menschen wieder mehr in die Natur zurückzuführen, heißt es weiter. Mit der Wahl möchte die Gesellschaft zeigen, „wie wichtig gerade die Pilze im Ökosystem sind und welch grundlegende Bedeutung der Erforschung der Pilze, der Mykologie, für den Menschen zukommt.“
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Das ist der Pilz des Jahres 2026
2026 hat sich die Jury den Igelstachelbart als Pilz des Jahres ausgesucht. Er ist auch bekannt unter den Namen Yamabushitake, Löwenmähne, Pom-Pom blanc oder Affenkopfpilz. Hauptsächlich kommt er in Laubwäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. „Er wächst als holzzersetzender Weißfäulepilz an frischem Totholz, meist an Buchen oder Eichen. Obwohl er ein beliebter Speisepilz ist, sollte man die Wildbestände aus Naturschutzgründen schonen“, schreibt die DGfM in einer Pressemitteilung. Zunehmend gewinnt er als Kultur- und Speisepilz an Bekanntheit.
Daran erkennt man einen Igelstachelbart
Der Fruchtkörper des Pilzes ist weiß bis gelblich, derb und knollenförmig. Manchmal auch seitlich gestielt, schreibt die DGfM. „Sie erreichen einen Durchmesser von 10 bis 30 cm. An der Unterseite befinden sich 2 bis 5 cm lange, herabhängende Stacheln, die die Fruchtschicht des Ständerpilzes (Basidiomyceten) bilden.“ Der Pilz des Jahres 2026 gehört zur Unterordnung der Täublingsarten. Das Sporenpulver hat eine weiße Färbung.
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Wie kam der Fliegenpilz zu seinem Namen?
Hier kann man den Pilz des Jahres 2026 finden
In Deutschland wächst der Igelstachelbart vorzugsweise in „naturnahen, totholzreichen Laubmischwäldern der Nord-Ostdeutschen Tiefebene“, erklärt die DGfM. Funde im Süden und in den nördlichen Kalkalpen seien selten.
So wächst der Edelpilz im eigenen Garten
Bei dem Igelstachelbart handelt es sich nicht ohne Grund um einen Edelpilz und eine stark gefährdete Art. Es ist nicht einfach, ihn selbst zu kultivieren, erklärt Gerhard Schuster von der DGfM. Aber dennoch: „Es ist tatsächlich möglich, den Igelstachelbart selbst anzubauen. Geeignete Zuchtsets sind im Handel zu bekommen“, erklärt der Pilzexperte auf myHOMEBOOK-Anfrage. Der Pilz soll übrigens einen angenehm fruchtig-milden Geschmack haben und eine Konsistenz, die an Hühnchenfleisch erinnert.