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Finger weg!

Darum ist der Grüne Knollenblätterpilz so gefährlich

Der Grüne Knollenblätterpilz erscheint manchmal auch in Weiß
Der Grüne Knollenblätterpilz erscheint manchmal auch in Weiß Foto: Gerhard Schuster
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

2. Oktober 2025, 5:47 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Der Grüne Knollenblätterpilz gilt als einer der giftigsten Pilze in Deutschland. Doch wer denkt, dass man ihn leicht an seiner grünen Färbung erkennen kann, täuscht sich, erklärt Diplom-Geologe Gerhard Schuster von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie: „Besonders tückisch ist am Grünen Knollenblätterpilz, dass er gar nicht sehr selten in einer reinweißen Variante vorkommt.“ myHOMEBOOK erklärt, woran man einen Knollenblätterpilz wirklich erkennt und somit eine Verwechslung verhindern kann.  

Das macht den Grünen Knollenblätterpilz so gefährlich

Das Vergiftungsgeschehen verläuft in drei Phasen, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM). „Relativ langsam, 4–6–24 Stunden nach dem Verzehr, kommt es zu unstillbarem Erbrechen, choleraartigen Durchfällen, begleitet von heftigsten Leibschmerzen“, heißt es. Dieser Phase folgt eine „trügerische Erholung“ von etwa zwei bis vier Tagen. „Danach treten die Folgen der zwischenzeitlich schwer geschädigten Leber in den Vordergrund. Gelbsucht, Leberschwellung und die Folgen der leberschädigungsbedingten Blutgerinnungsstörung mit Magen- und Darmblutungen“, schreibt die DGfM.

Dazu passend: Welche giftigen Doppelgänger man beim Pilzesammeln kennen sollte

Behandelt man eine Vergiftung gar nicht oder zu spät, kann laut DGfM der Tod innerhalb von drei bis zehn Tagen eintreten. Auch ein Erhitzen bringt keine Lösung. Bei einem der Gifte im Grünen Knollenblätterpilz handelt es sich um Amatoxine. Diese sind hitzestabil, schreibt das DGfM. Selbst durch ein Garen der Pilze verliert es keine Giftwirkung.

Ist er wirklich der giftigste Pilz Mitteleuropas?

Die DGfM bestätigt die Annahme, dass es sich bei dem Grünen Knollenblätterpilz um den giftigsten Pilz Mitteleuropas handelt: „Die meisten tödlichen Pilzvergiftungen in Mitteleuropa gehen auf den Grünen Knollenblätterpilz zurück. Schon der Verzehr von 50 Gramm eines Pilzfruchtkörpers kann tödlich enden. Denn die darin enthaltenen lebergiftigen Amatoxine verursachen ohne medizinische Versorgung ein mehrfaches Organversagen.“ Im angloamerikanischen Raum wird der Grüne Knollenblätterpilz sogar „deathcap“ genannt. Das bedeutet so viel wie „Todeskappe“

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Bitte keine Champignons mit dem Grünen Knollenblätterpilz verwechseln!

Der grüne Knollenblätterpilz kann mit dem Wiesenchampignon verwechselt werden. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die Lamellen. Beim Champignon sind die Lamellen farbig. Bei jungen Pilzen grau-rosa, bei älteren dunkelbraun. Beim Knollenblätterpilz hingegen sind die Lamellen weiß, schreibt der Naturschutzbund Niedersachsen. Besonders bei jungen Pilzen gibt es eine gefährliche Ähnlichkeit. Schuster empfiehlt: „Wer ganz auf Pilze mit Lamellen verzichtet und nur Röhrlinge sammelt, ist schon mal vor den tödlich giftigen Pilzen sicher.“

Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung sollte man unverzüglich ein Krankenhaus aufsuchen. Auch ein Kontakt mit einer Giftnotrufzentrale ist zu empfehlen. Im Idealfall sind noch Pilze übrig, so kann schneller ermittelt werden, um welche Vergiftung es sich handelt.

An diesen Merkmalen erkennt man den Knollenblätterpilz

Der Pilz weist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Mykologie eine grünliche Färbung auf, die zum Rand hin zunehmend verblassen kann. Sein Hut ist zunächst halbkugelig geformt, flacht jedoch im Laufe der Entwicklung ab und erreicht dabei einen Durchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Der Stiel kann eine Länge von bis zu zehn Zentimetern und eine Dicke von etwa zwei Zentimetern haben. Charakteristisch ist außerdem sein Geruch, der an Kunsthonig oder eine süßliche Invertzuckercreme erinnert.

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