7. Januar 2026, 10:49 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Weihnachten und Silvester sind überstanden! Motivierte Hobbygärtner reiben sich jetzt schon wieder die Hände und fiebern dem neuen Gartenjahr entgegen. Die (hoffentlich) sortierten Samen werden aus den Packungen geholt und vorfreudig in die Erde gesteckt. Vor allem Tomaten erfreuen sich jedes Jahr aufs Neue großer Beliebtheit. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, ob es im Januar schon sinnvoll ist, Tomaten vorzuziehen, um zum Erntezeitpunkt einen Vorsprung zu haben.
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Tomaten im Januar vorziehen – sinnvoll oder nicht?
Es kommt auf den Blickwinkel an, ob man Tomaten im Januar vorziehen sollte. Ja, es geht, aber unter erschwerten Bedingungen. Jeder muss für sich selbst abwägen, ob sich der Aufwand lohnt – oder ob es sinnvoller ist, auf eine besser geeignete Jahreszeit zu warten.
Tomaten benötigen bestimmte Bedingungen, um gut wachsen zu können. Dazu zählen hohe Temperaturen und viel Licht. Beides kann man durch Pflanzenlampen und Wärmematten erreichen.
Vor- und Nachteile des frühen Vorziehens von Tomaten
Vorteile
- Von Vorteil ist, dass man früher ernten kann, gerade bei spät reifenden Sorten. Voraussetzung ist, dass alle Tomaten unter optimalen Bedingungen wachsen konnten.
- Außerdem kann man im Haus die Bedingungen besser steuern. In der Natur, zur rechten Zeit, kann es auch immer mal Tage geben, an denen die Sonne nicht sehr intensiv ist, ein starker Wind weht oder es einfach zu frisch ist.
- Wenn man ein Gewächshaus hat, können die Tomaten auch schon vor den Eisheiligen nach draußen.
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Nachteile
- Nachteilig ist, dass man die perfekten Bedingungen erst einmal schaffen muss. Das kann eine finanzielle Belastung bedeuten, wenn man sich erst alles Nötige kaufen muss.
- Möchte man bereits im Januar Tomaten vorziehen, kann es unter Umständen passieren, dass die Pflanzen vergeilen – also sehr lang, dünn und instabil werden. Kleine, kräftige Pflanzen sind vorteilhafter.
- Das Krankheits- und Schimmelrisiko steigt beim Vorziehen im Januar, da die Belüftung zwischen den einzelnen Tomatenpflanzen nicht immer optimal ist.
- Da Tomaten erst nach den Eisheiligen ins Freie dürfen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, muss man damit rechnen, dass die Pflanzen weniger stark sind. Sie haben über Monate alles bekommen, was sie benötigen, und mussten sich nicht für Wasser und Nährstoffe „anstrengen“.