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Wann Zucchini aus dem Garten giftig sein können

Beim Anpflanzen von Zucchini kann man einen mitunter gefährlichen Fehler machen
Beim Anpflanzen von Zucchini kann man einen mitunter gefährlichen Fehler machen Foto: Getty Images
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Laura Graichen Redakteurin

4. August 2025, 10:55 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wer bisher wenig Erfahrungen mit dem Gemüseanbau im eigenen Garten gesammelt hat, für den kann die Zucchini ideal sein. Das Gemüse ist relativ pflegeleicht. Allerdings sollten Hobbygärtner auf die selbst gezüchteten Zucchini ein Auge haben, diese können unter Umständen giftig sein.

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Wie werden selbst gezüchtete Zucchini giftig?

Man vermutet es auf den ersten Blick nicht, aber Zucchini und Kürbisse sind verwandt. Sie beide zählen zur Familie der Kürbisgewächse. Eine Familie, die es in sich haben kann. Denn Kürbisgewächse können einen Giftstoff namens Cucurbitacin entwickeln. Ein Gift, das so stark ist, dass es in Insektiziden und Fungiziden eingesetzt wird. Ein Gift, das Hobbygärtner schmecken können, es handelt sich nämlich um einen Bitterstoff. Während die Zucchini aus dem Supermarkt so gezüchtet werden, dass sie kein Cucurbitacin bilden, kann es bei selbst gezüchteten Zucchini vorkommen, dass sie giftig sind.

Züchtet man Zucchini (oder Zierkürbisse) selbst, kann die Bildung des Giftstoffs auf zwei Arten begünstigt werden.

  1. Hohe Temperaturen! Das Gemüse gerät bei Hitze unter Stress, was die Bildung des Giftstoffes anregt.
  2. Aufzucht neben Zierkürbissen! Durch die Nähe der beiden Pflanzen kann es zu Rückkreuzungen kommen, wodurch wiederum Cucurbitacin entstehen kann.

Generell gilt: Nur bei Samen aus dem Handel kann man sicher sein, dass die Pflanze und später das Gemüse nicht den Giftstoff in sich trägt.

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Wie erkenne ich, ob meine Zucchini giftig sind?

Ob die selbst gezüchteten Zucchini- oder Zierkürbisfrüchte giftig sind, erkennt man an einem bitteren Geruch. Hinweis: Auch ein bitterer Geschmack kann auf den giftigen Stoff hinweisen! Diesen kann man auch nach dem Kochen noch feststellen, denn selbst bei diesen hohen Wassertemperaturen kann der giftige Stoff nicht zerstört werden. Sobald man einen unüblichen Geschmack oder Geruch feststellt, sollte man den Verzehr des Gemüses sofort einstellen und zubereitete Gerichte entsorgen.

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Wie gefährlich ist der Zucchini-Giftstoff?

Der Verzehr von kleinen Mengen ist nicht lebensgefährlich. Es kann aber zu Symptomen wie Unwohlsein, Übelkeit oder Durchfall kommen. Wenn man große Mengen zu sich nimmt, kann es allerdings gefährlich werden. Es kann beispielsweise zu blutigem Durchfall kommen.

Wie die Verbraucherzentrale informiert, sollte die Vergiftung aber ernst genommen werden. In größeren Mengen kann das bittere Cucurbitacin zum Tod führen. Das ist jedoch selten der Fall, da die Zucchini meist so bitter ist, dass man sie nicht weiteressen möchte. Und das sollte man auch nicht. Nach dem Verzehr einer bitteren Zucchini aus dem Garten empfiehlt die Verbraucherzentrale, einen Arzt aufzusuchen.

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Was man bei einer Vergiftung auf keinen Fall machen sollte

  • Stecken Sie dem Vergifteten nie den Finger in den Hals. Es besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Lunge gelangt.
  • Verabreichen Sie keine Milch, da diese die Giftaufnahme im Darm beschleunigt.
  • Kein Salzwasser verabreichen, um Erbrechen auszulösen. Das kann fatale Folgen haben!
  • Medizinische Kohle sollte nur von ärztlichem Personal verabreicht werden.

Achtung: Kommt es zu einem Vergiftungsfall, suchen Sie schnellstmöglich ärztlichen Rat! Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen rufen Sie den Notarzt unter 112. Ansonsten ist die Notrufnummer der Giftzentrale 24 Stunde besetzt: 0228 19240. Die Broschüre der Giftzentrale informiert, was im Notfall zu tun ist.

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