10. März 2026, 14:08 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Ziergräser sind nicht nur dekorativ, sondern auch praktisch – etwa als natürlicher Sichtschutz vor neugierigen Nachbarn. Ob Pampasgras, Chinaschilf oder Blauschwingel: Die Auswahl ist groß. Damit sie kräftig und üppig wachsen, kommt es jedoch auf die richtige Pflege an. Besonders wichtig ist der Schnitt zum passenden Zeitpunkt. Worauf es dabei ankommt, erklärt myHOMEBOOK.
Übersicht
Welche Ziergräser sollte man beschneiden?
Nicht bei allen Gräsern muss man zur Gartenschere greifen. Breitblattsegge, Vogelfuß-Segge oder Japansegge sind nur einige der immergrünen Ziergräser. Diese Sorten brauchen keinen Rückschnitt. Einzig abgestorbene Pflanzenhalme oder Blattspitzen sollte man gelegentlich entfernen.
Sommergrüne Ziergräser wie Chinaschilf, Lampenputzergras oder das beliebte, große Pampasgras zeigen im Frühjahr hingegen neue Triebe. Damit sie genügend Platz zum Sprießen haben, müssen auch bei diesen Ziergräsern die alten und vertrockneten Halme entfernt werden.
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Wann sollte man Ziergräser beschneiden?
Die jungen Pflanzentriebe vieler sommergrüner Ziergräser sind filigran und etwas empfindlich. Wer die Pflanzen unbedacht zurückschneidet, verletzt schnell auch deren neu sprießende Pflanzenteile. Als Folge wachsen die Gräser mitunter schlechter heran. Daher sollte man die Pflanzen am besten im Frühjahr beschneiden, solange sie noch kaum austreiben. Einen genauen Zeitpunkt gibt es dafür nicht.
Wie geht man beim Schnitt vor?
Achtung: Viele Gras-Arten besitzen trockene, raue Halme und Blätter mit scharfen Kanten. Um sich nicht an den Händen zu verletzen, sollte man bei der Gartenarbeit robuste Gartenhandschuhe tragen. Gut geschützt kann man die Gräser dann mit einer scharfen Gartenschere oder einem Messer bis auf einige Zentimeter kürzen.
Kann man Ziergräser vermehren?
Ja, und zwar relativ problemlos im Frühjahr. Das Ziergras kann jedoch auch während des gesamten Gartenjahres geteilt und vermehrt werden. Das Gewächs wird dazu aus der Erde freigelegt, zum Beispiel mit einer Grabegabel. Anschließend trennt man die Wurzel behutsam in zwei Teile. Diese können dann erneut im Gartenbeet eingepflanzt werden.
Tipp: Abgeschnittene Ziergräser eignen sich auch hervorragend für Trockenblumensträuße.
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Das rät eine Naturschützerin
Ziergräser sind auch in einem naturnahen Garten eine gute Ergänzung. „Wir raten dazu, nur heimische Ziergräser in den Garten zu pflanzen, wie Zittergras oder Seggen-Arten“, erklärt Silvia Teich vom NABU auf Anfrage von myHOMEBOOK. „Aus Naturschutzsicht ist es wichtig, die Gräser erst jetzt im Frühling zu schneiden.“ Die vertrockneten Samenstände sollten über den Winter stehenbleiben, da sie eine wichtige Nahrung für Vögel darstellen.
Sollte man Ziergräser ein weiteres Mal im Herbst schneiden?
Viele Ziergräser im Garten werden im Herbst schlaff und braun, ihre Blätter sterben ab. Die Halme der Ziergräser sollte man dann allerdings nicht schneiden und am besten so lang lassen, wie sie aktuell sind – und das bis zum Frühjahr. Auch der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau rät von einem Rückschnitt vor dem Winter ab. Erst im nächsten Jahr, vor dem neuen Austrieb, sollten Hobbygärtner zur Schere greifen, empfehlen die Profis. Die trockenen Blätter und Halme schützen den Winter über das Herz des Stocks vor Nässe. Außerdem sind diese ein Winterquartier für gefährdete Wildbienen.
Werkzeug reinigen nicht vergessen
„Es ist wichtig, sowohl vor als auch nach dem Schnitt der Ziergräser seine Gartenwerkzeuge gründlich zu reinigen. So verhindert man ein eventuelles Ausbreiten von Krankheiten unter den Pflanzen.“